Samstag, 12. April 2014

Grand Budapest Hotel (Film)






Story/Film (4,5 P):
Wer Wes Anderson Filme, wie Tiefseetaucher, Darjeeling Limited und/oder The Fantastic Mr. Fox mag oder gar liebt, wird mit Grand Budapest Hotel seine wahre Freude haben.
Der Film schlägt stilistisch und von seiner gesamten Machart in dieses wunderbar kreativ-skurrile Dramödien-Genre, wie es Wes Anderson am besten beherrscht. In ein wahnwitzig-stylisches und atemberaubend schönes Setting voller wunderschön aufeinander abgestimmter Farben verpackt, mit Balkanklängen untermalt und mit schräg, schräger, völlig bekloppten und liebenswerten Figuren ausstaffiert, stolziert Grand Budapest leuchtend, bunt, schummrig, tuckisch und herrlich überzeichnet seinen 100 Minuten langen Weg entlang und hinterlässt grinsende Gesichter und laut lachende Münder.

Wer etwas mehr über die Geschichte erfahren möchte, damit er nicht ins kalte Wasser geschmissen wird, kann dies unter dem folgenden Link in Form des Trailers tun, der ausnahmsweise mal hält, was er verspricht.



Es seit langer Zeit mal wieder ein Film, der ausgezeichnete Dialoge besitzt (zu mindestens im O-Ton) von denen man nicht genug bekommen kann. Ralph Fiennes macht eine unglaublich gute Figur, aber auch Tilda Swinton im Oma-Outfit, Harvey Keitel als russischer Knastbruder, Edward Norton als Ersatz-Nazi, Willem Dafoe als Graf Orlok- Verschnitt-Killer, Adrian Brody als Arschloch-Sohn, Jeff Goldblum, Bill Murray oder die unzähligen anderen bekannten Gesichter, passen wie die Faust aufs Auge.
Einzig die Tatsache, dass in der zweiten Hälfte ein paar der Story wenig zuträgliche Szenen das Pacing drosseln und für leichte Hänger sorgen, kreide ich dem Film an und hierfür gibt´s einen halben Punkt Abzug.

P.S. Grand Budapest Hotel beweist eindrucksvoll, dass das Bildverhältnis 4:3, wenn in richtigen Händen, ausgezeichnete Bilder schaffen kann – eine reine Augenweide wird hier geboten und erinnert dank seines Hotelsettings leicht an Kubricks Shining (ohne das Böse selbsverständlich).

Der Film ist nicht durchgehend in 4:3, sondern wechselt Szenen, bzw. Timeline abhängig zwischen 4:3 und Cinemascope.

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