Mittwoch, 23. April 2014

The Matrix – UK-Import (Blu Ray)



The Matrix – UK-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Story/Film (5 P):
Einer der wegweisendsten Science-Fiction Filme der modernen Zeit, welcher noch während er in den Kinos zu sehen war zum Kultklassiker avancierte – völlig zu Recht! Zwar greift der Film stellenweise auf Gedankengut von Metropolis zurück, taucht jedoch dabei in die Materie (diesen Teilaspekt aus Metropolis) immer tiefer ab, wirft gekonnt ein paar grundlegende und philosophische Fragen auf und zelebriert ein Actionfeuerwerk, wie es vom Stil her immer wieder (mehr schlecht als recht) kopiert wurde und erfindet nebenbei die Bullet-Time.

Vereinzelnde Computer generierte Bilder sind heutzutage etwas überholt, tun der Stimmung und der Brillanz des Films jedoch keinen Abbruch. Der Rest sitzt einfach zu gut, so fest, dass die Gesamtwertung nichts ins Ruckeln kommt. Die Kameraarbeit ist stylish und durchdacht, die Zeiten ständigen Gewackels waren Ende der 90er noch lange nicht erreicht, der Soundtrack sitzt wie ´ne 1, das Pacing ist ausgezeichnet, die Story entfaltet sich gekonnt immer weiter, die Darsteller machen eine hervorragende Figur, die Dialoge haben zum Teil Kultcharakter und wurden mittlerweile unzählige Male kopiert und/oder parodiert und die Actionsequenzen sind bahnbrechend.

Fazit: So muss intelligente Sci-Fi-Action-Unterhaltung aussehen, dann klappt´s auch mit der Höchstwertung!



Bild (4 P):
Aufgerundete 4 Punkte.
Etwas veraltet und abgestaubt präsentiert sich The Matrix mit einem VC-1 Codec auf der blauen Scheibe. Zunächst fällt das leichte Rauschen auf, welches mich persönlich fast gar nicht gestört hat, da es dem Bild einen filmischen Touch verleiht. Jedoch kann es hier und da vereinzelnd etwas unruhig erscheinen und wirkt aufgrund dessen in seltenen Momenten etwas (!) unnatürlich. In den Vordergrund drängt es sich jedoch zum Glück nie wirklich.

Der Schärfe- und Detailgrad sind ansprechend, Effektaufnahmen fallen weicher aus, allerdings präsentiert die BD nur in extremen Close-Ups und hin und wieder zwischendurch ein paar referenzwürdige Einstellungen. Den überwiegenden Teil der Zeit mangelt es dem Bild am letzten Quäntchen Schärfe unter der auch die Feindetailzeichnung dezent leidet.
Der Schwarzwert geht in Ordnung und kann als gelungen betrachtet werden. Aber auch hier kommt es ab und zu vor, dass die Qualität abfällt, der Schwarzwert sich zusammenzieht und weniger gut differenziert erscheint, als man es von heutigen Produktionen gewohnt ist.
Die Farben wurden nachkorrigiert und tendieren zum Grünlichen, sind aber schön differenziert.

Hin und wieder kann eine leichte Plastizität festgestellt werden, jedoch verhindern die kühlen Farben, das leichte Rauschen und der daraus resultierende Kontrast, eine stärkere Tiefenwirkung.




P.S. Gut schaubar, aber leider nach heutigem Standard nicht mehr als wirklich hochwertig zu bezeichnen. Eine 4K- und AVC-Codec-Kur könnte bis auf die Effektaufnahmen Wunder bewirken und The Matrix im neuen und angemessenen Glanze erstrahlen lassen.

Sound (Engl. True HD) (5 P):
Aufgerundete 5 Punkte.
Es mag der BD und dem darauf präsentierten Sound etwas an der allerletzten, feinsten Portion Präzision mangeln, dem ausgezeichneten Gesamteindruck tut dies jedoch keinen Abbruch. The Matrix rockt auf allen Kanälen und macht dabei eine strake Figur in Bezug auf Balance, Dynamik und Klangvolumen. Hinzu kommt ein ansprechender Tiefenbass, der einerseits musikalisch Druck und Power generiert, andererseits bzgl. Actionsequenzen ebenfalls ordentlich zulangen kann. Besonders während des recht ausschweifenden Showdowns und DER Befreiungsaktion zeigt der Tiefenbass was er kann und feuert zusammen mit einigen sehr gut platzierten Surroundeffekten dem Zuschauer eine gepflegte Portion Krawumm entgegen.

Davon einmal abgesehen können viele, kleine, feine Umgebungsgeräusche den Mix sehr gut abrunden und die stets verständlichen Dialoge gehören dazu, wie Kekse zum Orakel.



Extras (4,5 P):
4 Audiokommentare, ein ca. zweistündiges Making Of, 18 weitere kürzere Feturettes, Musicfeature mit 41 Tracks (insgesamt fast drei Stunden Musik), Musikvideo, trailer, Tv Spots und geschriebener Einleitung der Wachowski Brüder.


5,0 von 5 - Story   
4,0 von 5 - Bild 
5,0 von 5 - Sound
4,5 von 5 - Extras

91% Gesamtwertung

85% technische Umsetzung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: The Matrix – UK-Import


Mittwoch, 16. April 2014

The Lords Of Salem (Blu Ray)



Story/Film (0,5 P):
Oh, du meine Güte… was ein billiger Rotz. Der Trailer hatte mir Hoffnungen gemacht das The Lords Of Salem ein düsterer, stimmungsvoller und bildgewaltiger Okkult-Horrorfilm ist. Leider ist er das nur sehr begrenzt und die extrem wenigen guten Momente sind der Grund, wieso der Film noch 0,5 Punkte bekommt.

Die meiste Zeit (und das sind 95%) ist der Film einfach nur peinlich.
Peinlich, weil vollkommen plakativ und aufgesetzt. Man hat das Gefühl man schaut ein billiges, mit allen nur erdenklichen Clichés gepflastertes Musikvideo einer nordischen Death-Blackmetal Band.
Extra peinlich, weil alle (!) Darsteller zu besten Zeiten allerhöchstens akzeptabel sind. Die meiste Zeit (wieder 95%) ist die Leistung beschämend, auffallend hilflos und man kann das große Fragezeichen sehen, welches wohl Jedem bei solch dummen und zusammenhangslosen Dialogen ständig auf der Stirn gestanden haben muss.
Nochmals peinlich, weil eine Story kaum anwesend ist, jene eher durch Abwesenheit und Zusammenhaltslosigkeit glänzt und praktisch nichts, in irgendeiner Weise Relevantes passiert.

Summa summarum ist der Stinker immer peinlicher geworden, so dass ich ihn zum Wohle meiner immer noch anhaltenden geistigen Verwirrtheit abbrechen musste; obwohl nur noch 30 verbleibende Minuten auf der Anzeige standen.

Bild (3 P):
Naja… hier liegt einer dieser Fälle vor, in denen der visuelle Stil das Bild schlechter zeichnet, als es schlussendlich ist.

Eine stimmungsvolle Beleuchtung, bei der die Kamera immer und immer wieder gerne voll ins Licht hält, führt zu Detailverlust in hellen Bildbereichen und das Bild wirkt leider somit weicher als es ist. Das Filmkorn ist gewollt, fällt aber in den zahlreichen dunklen Passagen schon hin und wieder negativ auf und tritt dezent in den Vordergrund. All dies hat auch Einfluss auf den Schwarzwert, welcher zwar tief kommen kann, nicht katastrophal schlecht durchzeichnet ist, aber durchaus besser hätte aussehen können, ab und zu leicht verrauscht und manchmal sogar vertikale Streifen zieht.



Überraschenderweise sind die wenigen Tageslichtaufnahmen, völlig gleich ob Nahaufnahme oder Distanzshot, wirklich schön gelungen und bieten alles was man sich von einer aktuellen Blu Ray wünscht.

Die dunklen und nächtlichen Sequenzen sind kein Graus. Man kann sie meistens immer noch gut schauen, da man merkt, dass es stilistisch so gewollt ist, aber dennoch sieht es öfters über weite Strecken nicht gut, höchstens akzeptabel bis befriedigend aus.

Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
Soundtechnisch macht der Film einen wesentlich besseren Eindruck, als bildtechnisch.
Die Dialogwiedergabe ist immer gut verständlich, es herrschen ein paar schöne subtile Umgebungsgeräusche, die Balance ist stimmig, die Atmosphäre dicht und wenn die Musik einsetzt zeigt der Mix seine Stärken und kann mit einem tollen Klangfeld und der nötigen Portion Bass für ordentlich Druck sorgen.



Extras (0,5 P):
Trailer.



0,5 von 5 - Story   
3,0 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
0,5 von 5 - Extras

41% Gesamtwertung

67% technische Umsetzung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: The Lords Of Salem


Samstag, 12. April 2014

Grand Budapest Hotel (Film)






Story/Film (4,5 P):
Wer Wes Anderson Filme, wie Tiefseetaucher, Darjeeling Limited und/oder The Fantastic Mr. Fox mag oder gar liebt, wird mit Grand Budapest Hotel seine wahre Freude haben.
Der Film schlägt stilistisch und von seiner gesamten Machart in dieses wunderbar kreativ-skurrile Dramödien-Genre, wie es Wes Anderson am besten beherrscht. In ein wahnwitzig-stylisches und atemberaubend schönes Setting voller wunderschön aufeinander abgestimmter Farben verpackt, mit Balkanklängen untermalt und mit schräg, schräger, völlig bekloppten und liebenswerten Figuren ausstaffiert, stolziert Grand Budapest leuchtend, bunt, schummrig, tuckisch und herrlich überzeichnet seinen 100 Minuten langen Weg entlang und hinterlässt grinsende Gesichter und laut lachende Münder.

Wer etwas mehr über die Geschichte erfahren möchte, damit er nicht ins kalte Wasser geschmissen wird, kann dies unter dem folgenden Link in Form des Trailers tun, der ausnahmsweise mal hält, was er verspricht.



Es seit langer Zeit mal wieder ein Film, der ausgezeichnete Dialoge besitzt (zu mindestens im O-Ton) von denen man nicht genug bekommen kann. Ralph Fiennes macht eine unglaublich gute Figur, aber auch Tilda Swinton im Oma-Outfit, Harvey Keitel als russischer Knastbruder, Edward Norton als Ersatz-Nazi, Willem Dafoe als Graf Orlok- Verschnitt-Killer, Adrian Brody als Arschloch-Sohn, Jeff Goldblum, Bill Murray oder die unzähligen anderen bekannten Gesichter, passen wie die Faust aufs Auge.
Einzig die Tatsache, dass in der zweiten Hälfte ein paar der Story wenig zuträgliche Szenen das Pacing drosseln und für leichte Hänger sorgen, kreide ich dem Film an und hierfür gibt´s einen halben Punkt Abzug.

P.S. Grand Budapest Hotel beweist eindrucksvoll, dass das Bildverhältnis 4:3, wenn in richtigen Händen, ausgezeichnete Bilder schaffen kann – eine reine Augenweide wird hier geboten und erinnert dank seines Hotelsettings leicht an Kubricks Shining (ohne das Böse selbsverständlich).

Der Film ist nicht durchgehend in 4:3, sondern wechselt Szenen, bzw. Timeline abhängig zwischen 4:3 und Cinemascope.

Mittwoch, 9. April 2014

Stoker (Blu Ray)



Story/Film (1 P):
Einer dieser Filme, die absolut nichts zu erzählen haben, in denen aber ständig etwas passiert und sei es noch so irrelevant. Verpackt in ein, trotz all der Dinge, träges Pacing, dafür aber mit tollen Bildern verfeinert und mit aufgesetzten, künstlichen und unsympathischen Figuren verfeinert, die dem Zuschauer jeglichen Zugang verwehren.

Ein artsy-fartsy Coming Of Age-Mystery-Horror-Killer-Thriller-Drama, das keines dieser Genres wirklich beherrscht und im Grund genommen außer seiner zwei, drei Erotik- und Gewaltspitzen nichts zu bieten hat und sich verkrampft an seinen visuellen Stil klammert.
Ich bin ein großer Fan von Chan-wook Park´s Oldboy, welchen ich für mit einen der besten Filme überhaupt halte, aber Stoker ist eine Pleite und cineastische Gurke sondersgleichen.
Die darstellerischen Leistungen passen zu den jeweiligen Figuren, entbehren sich somit aller Natürlichkeit, der cremefarbene Stil ist zwar ganz interessant, lässt aber alles (!) wie einen Traum wirken, viele Motive, Szenen und nahezu alles scheint an den Haaren herbeigezogen und so manches was an einer Stelle aufgegriffen, bzw. angefangen wurde, wird gerne einfach unter Teppich der Vergesslichkeit gekehrt und nicht zu Ende gebracht.
Nein. So etwas brauch ich nicht, so etwas ist einfach blöde. Ich hasse diese selbstverliebten, Arthouse-geschwängerten Filme, die in den letzten 20 Minuten dann versuchen etwas zu erzählen und mit ihrer vorausgegangenen, gewollten Verwirrung den Anspruch erheben, intelligent zu seien und den Zuschauer zum „Nachdenken“ anzuregen.

Fazit: Eine weitere Enttäuschung im mittlerweile unendlichen großen Meer der Enttäuschungen. Weiter so Hollywood! Dann klappt´s auch mit dem Wachkoma!

Bild (3,5 P):
„Gut“ sieht anders aus.
Vielleicht sind die 3,5 Punkte noch zu gut, vielleicht wären weniger aber zu streng und so belasse ich es mal bei o.g. Wertung, weise aber drauf hin, dass ich persönlich das Bild noch schlechter fand.

Wieso? Nicht der visuelle Stil ließ das Bild öfters künstlich und starr erscheinen, das unnatürlich wirkende Digitalrauschen hängt hin und wieder wie ein Schleier vor den Gesichtern und großflächigen Bildbereichen und frisst entsprechend Details; auch zeichnet es öfters Konturen steif und Gesichter fast schon weich.
Der Schärfegrad und die Detailzeichnung sind nie hervorragend, immer entsteht der Eindruck als lägen sie leicht daneben, welches das Bild (besonders in dunklen Szenen) nochmals weicher zeichnet.
Der Schwarzwert ist nicht sonderlich beeindruckend, liegt auf solidem Mittelmaß und der weiche, cremefarbene Stil kann in Kombination mit dem Schwarzwert nur wenig ausgeprägten Kontrast generieren.
Helle Tageslichtszenen sind jedoch meistens sehr schön anzusehen und Distanz- und Halbdistanzaufnahmen sehen öfters besser aus, als Close-Ups.



Fazit: Bas Bild ist schaubar und hat ein paar gute Momente. Auf herkömmlichen HD-TVs sollten die o.g. Dinge kaum auffallen, auf einer großen Leinwand entpuppen sich die Mängel aber recht schnell und lassen somit keine bessere Wertung zu.


Sound (Engl. MA-Audio) (5 P):
Das Beste an der BD ist eindeutig ihr großartiger Sound, an dem es nichts auszusetzen gibt. Im Gegenteil, er muss gelobt werden.
Extrem fein, breitgefächert, wunderbar dynamisch wenn es passt, ansonsten gekonnt subtil mit einer dichten Klangkulisse, kreativen Einfällen und gekonnter Umsetzung gesegnet, erweist sich die Blu Ray von Stoker als akustischer Leckerbissen.
Eine glasklare Dialogwiedergabe, eine sehr gute Balance und hin und wieder eine atemberaubend dichte Raumfülle, bzw. weites Klangspektrum runden den Sound perfekt ab.



Extras (2,5 P):
Ein Making Of (ca. 30 Minuten), Deleted Scenes (ca. 10 Minuten), diverse Kurzfeaturettes, die bereits in dem Making Of zum Teil verbraten wurden von zusammen ca.  20 Minuten und diverse Trailer und TV-Spots.



1,0 von 5 - Story   
3,5 von 5 - Bild 
5,0 von 5 - Sound
2,5 von 5 - Extras

55% Gesamtwertung

81% technische Umsetzung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Stoker