Sonntag, 6. April 2014

Die Fliege (1958) (Blu Ray)



Story/Film (3,5 P):
Das „Die Fliege“-Original aus dem Jahre 1958 ist nicht unverdientermaßen ein Klassiker und ein generell kultiger Horrorklassiker mit einem intelligenten und „schockierenden“ Ende; zu mindestens für die 50er Jahre.

Einzig die Erzählstruktur, die aufgrund der Rückblendenthematik den Film etwas der Spannung beraubt, da man das Ende oder besser gesagt, einen Ausgang der Misere (des Unglücks) von Anfang an kennt, kann als wirklicher Schwachpunkt genannt werden. Der Rest ist überraschend stark inszeniert, die Schauspieler (u.a. Vincent Price) sind gut, die Practical Effects und Masken sind ausgezeichnet und allen, die nur die Cronenberg-Body-Horror-Splatter-Schlachtplatte von der Geschichte her kennen, sei gesagt, dass das Original eine völlig andere, aber dennoch ähnliche Story erzählt. Klingt komisch, ist aber so.

Selbstverständlich gibt es viele Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Thematik, die Umsetzung und die Charaktere sind jedoch grundverschieden. So ist es vollkommen egal, welchen der beiden Klassiker (Remake oder Original) man zuerst schaut. Eigenständig und empfehlenswert sind beide.

Bild (2 P):
Was für eine herbe Enttäuschung! Vor allem für eine BD aus September 2013… Zwar bessert sich die Qualität innerhalb der letzten halben Stunde leicht und kann mit Hängen und Würgen in dieser Zeit als „noch gerade akzeptabel“ bezeichnet werden, wirklich HD-würdig erscheint das Bild jedoch bis auf in zwei, drei extremen Close-Ups zu keiner (!) Zeit. 
Es wirkt fast, als habe man eine gute DVD dezent aufgepimpt.

Hier muss ich, auch auf die Gefahr hin mich mal wieder unbeliebt zu machen, blu-ray.com eine verbale Backpfeife erteilen. Seid ihr denn blöde auf den Augen??? Auf was für einem schrottigen Equipement habt ihr denn diese BD geschaut und bewertet??? Geht mal zum Augenarzt oder lasst den Autor entsprechenden Reviews nur noch Blindenfilme rezensieren!!!



So! Das musste mal raus. Auf o.g. Seite mit 4,5 von 5 Punkten bewertet, habe ich also den Fehler begangen und habe mich auf das „Fachwissen“ anderer verlassen. Das habe ich nun davon…

Das größte Problem ist die Tatsache, dass der Schärfegrad schlecht ist, die Detailzeichnung darunter arg leidet, das Bild viel (!) zu weich wirkt und eher einer DVD, als einer BD gleich kommt. Da nützt es nichts, dass die Farben satt und ansehnlich sind, zwei, drei Close-Ups von ca. 2 Sekunden die Highlights der BD darstellen und die letzten 30 Minuten irgendwie schaubar sind.

Die meiste Zeit ist das Bild deutlich zu weich und unscharf, hin und wieder unruhig verrauscht (wirkt wie digitales Rauschen) und im Gesamten einfach nicht schön anzuschauen. Mehr braucht man eigentlich nicht schreiben, außer „Finger weg! Bloß nicht kaufen!“

Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
Aufgerundete 4 Punkte.
Die Fliege hat einen 4.0 Track spendiert bekommen, der sogar hin und wieder einen guten Einsatz der rückwärtigen Lautsprecher bietet und drei, vier gekonnte, frontale Stereoseparationen sein Eigen nennen darf.
Die Dialoge sind sehr gut verständlich, leider kommt es aber gen Ende zu ein paar wenigen, leichten Schwankungen. Ansonsten ist die Balance aber gut, Dynamik herrscht und kann als“ überraschend ausgeprägt“ bezeichnet werden und obwohl der Mix die meiste Zeit recht frontlastig ist, weiss er dennoch gut zu gefallen.



Extras (2,5 P):
Audiokommentar mit Darsteller David Hedison und Filmhistoriker David Del Valle, 45-minütige Biographie über Vincent Price und ca. 15 Minuten an Kleinkram, wie Trailer und etwas Werbescheiss.


3,5 von 5 - Story   
2,0 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
2,5 von 5 - Extras

60% Gesamtwertung

55% technische Umsetzung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Die Fliege (1958)


Donnerstag, 3. April 2014

Snowpiercer (Film)






Story/Film (4 P):
Überraschend starkes und eigenständiges Sci-Fi-Dystopie-Filmchen des Koreaners, der uns mit The Host eher gequält, als unterhalten hat. Snowpiercer ist anders, stellenweise skurril-schräg überzeichnet, er driftet aber zum Glück nicht ins Peinliche ab, die hin und wieder bewusst überzeichneten Charaktere spiegeln den extrem krassen Klassenunterschied wieder und der Film erweist sich sogar als intelligent; er ist kein ständiges Haudrauf-Actionfeuerwerk um des Haudrauf-Willens.

In einem ewigwährenden Zug, der durch eine durch Menschenhand erzeugte, ewige Eiswüste donnert, herrscht die reiche Elite über die Arbeiterklasse; zeitlos sozusagen. Nun kommt es, wie es kommen muss; eine Revolution bricht aus. Daraufhin kämpft sich die Arbeiterklasse unter der Führung eines unfreiwillig Auserwählten von Abteil zu Abteil und bringt immer mehr des Zuges in ihre Gewalt.
All das klingt nun zugegebenermaßen nicht allzu neu. Was den Film und die Story wiederum interessant und anders gestaltet, ist die Tatsache, dass Snowpiercer recht kritisch mit der Frage umgeht, was die Revolution Gutes bewirkt. Denn so bitter die Wahrheit auch seien mag, es herrschen unter extremen Bedingungen eben extreme Ausnahmesituationen und auf einem dermaßen begrenzten Platz ist eine Symbiose von vielen Faktoren abhängig und so manches Übel kann kaum umgangen oder ausgelöscht werden.
Und so spitzt sich die Geschichte mit jeder Einnahme eines Zugabteils immer weiter zusammen, die einzelnen Motive und die Parteien „Gut“ und „Böse“ verschwimmen und alles gipfelt sich in einem gekonnten, teils bitterbösen, teils hoffnungsvollem Ende.




Snowpiercer ist ein wirklich guter Vertreter seiner Zunft. Neben einigen tollen und teilweise brutalen Actionsequenzen (jedoch glaube ich, dass die die 126 Minuten Version immer noch geschnitten oder entschärft ist) bekommt der Zuschauer ein aufwändiges und interessantes Setdesign und tolles Konzept geboten. Die Darsteller machen eine gute, aber bewusst leicht überzeichnete Figur, Ed Harris ist schlichtweg genial (wie meistens, aber generell dennoch viel zu selten zu sehen), die Dialoge sind gut (im Original), das Pacing ist gelungen und alles erscheint weniger konstruiert, als man es vermuten würde.



Fazit: Kleiner, überraschend guter, hochwertiger, dystopischer Sci-Fi-Actioner mit Hirn.

P.S. Wer sich den überteuerten Kinoeintritt sparen möchte, kann direkt zur (überteuerten) französischen Blu Ray (ohne dt. Ton) greifen, welche bereits erschienen ist. Wahrscheinlich wird in naher Zukunft ein Review zu dieser Scheibe folgen. 

Mittwoch, 2. April 2014

The Walking Dead – Season 4 / Episode 16 (TV-Serie)






Kurzreview:

Story/Film (2 P):
Bis auf zwei, drei kurze, aber gelungene Spannungsmomente stellt diese Episode ein ziemlich erbärmliches Staffelfinale dar. Mit eins der erbärmlichsten Staffelfinale, die ich jemals zu Gesicht bekommen habe.
Die Rückblenden sind total überflüssig, (Endzeit-)Stimmung herrscht kaum, der Twist, der große Ah-Oh-Moment war keiner, denn jeder mit mehr als drei Gehirnzellen konnte sich so etwas denken, die Story hängt mal wieder durch und tritt auf der Stelle und (ACHTUNG SPOILER) es stirbt niemand, der auch nur entfernt wichtig gewesen wäre; eigentlich stirbt überhaupt „niemand“ (SPOILER ENDE).

Der ein oder andere Charakter bekommt zwar eine ganz passable Szene spendiert, was wirklich Weltbewegendes passiert aber hier auch nicht. Ähnlich verhält es sich mit dem Blut-Und-Zombie-Faktor. Hier gibt es ein, zwei krasse Szenen, aber in ihrer Gesamtheit erscheint auch diese Episode etwas blutleer.



Werde ich mir die vierte Staffel kaufen, sobald sie rauskommt? Garantiert nicht! Werde ich sie mir überhaupt kaufen? Keine Ahnung; wahrscheinlich nicht.
Werde ich mir die fünfte Staffel anschauen? Ehrlich gesagt; auch keine Ahnung. Vielleicht irgendwann mal. Aber garantiert nicht, sobald sie ausgestrahlt wird.

Für mich hat sich The Walking Dead tot gelaufen. Die Serie dreht sich im Kreis, wie ein Zombie den man mit einem Fuß an den Boden genagelt hat.

3,0 von 5 – Spannung
2,5 von 5 – Guts ´n´ Gore
2,0 von 5 – Weiterentwicklung der Charaktere
1,5 von 5 – Weiterentwicklung der Story
1,5 von 5 – Stimmung


Review zu Episode 1 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 2 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 3 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 4 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 5 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 6 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 7 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 8 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 9 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 10 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 11 (Staffel 4) findet ihr hier.   
Review zu Episode 12 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 13 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 14 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 15 (Staffel 4) findet ihr hier.