Dienstag, 4. Dezember 2012

The Prestige (Blu Ray)

The Prestige (Blu Ray)


Story (4 P):
Ein an sich fantastischer, cleverer und spannender Thriller mit einem brillanten Ende, sehr schöner musikalischer Untermalung, superben Schauspielern, gelungener Kameraarbeit  und einer Portion Mystery/Fantasy.
Im Grunde genommen gibt es kaum etwas zu meckern, die „Ungereimtheiten“ werden zum Ende hin gelöst und auch der eigentlich offensichtliche Twist in Bezug auf den Charakter von Christian Bale wird durch das Mysteryelement Tesla gekonnt verschleiert und so ist der Zuschauer sich seiner Sache nie sicher, ob denn die Lösung so simpel sein könnte.
SPOILER ! Drei Sachen machen leider absolut keinen Sinn und diese sind auch der Grund, wieso ich keine 5 Punkte gebe.
Die Tatsache, dass Christian Bale´s Figur, nachdem Hugh Jackman´s Charakter den wirklichen/tatsächlichen/realen Trick präsentiert hat, verzweifelt und ausrastet ist in sich komplett schwachsinnig. Mit seinem Zwilling wäre es ein leichtes gewesen, genau die selbe Distanz zu „überbrücken“ und durch eine Falltür in der Bühne zu verschwinden. Sorry…aber das ist wirklich blöde im Film.
Auch kann ich nicht verstehen, wie es denn seien kann, dass Michael Caine, obwohl er offensichtlich weiss was die Tesla-Maschine kann, da er mehrere Male bei der Durchführung dabei war (er weiss, dass es eine Falltür gibt und somit Angier dupliziert wird) und selbst der Theaterbesitzer bei der ersten Aufführung erkannt hat, dass es KEIN Trick ist, nach der Gerichtsverhandlung so überrascht ist, dass Lord „HabDenNamenVergessen“ eben Angier ist. Er muss doch auch wissen, dass die Leiche, die er identifiziert, nicht die einzige ist… Okay, er hat kaum eine Chance, dass Gericht davon zu überzeugen, dass Angier nicht tot ist, keiner würde ihm glauben, dass verstehe ich. Aber diese blöde Szene und den überraschten Gesichtsausdruck hätte man sich wirklich sparen können.
Und wieso weiss Tesla nicht was seine Maschine macht, bis ihn Hugh Jackman (Angier) nach dem Experiment mit der Katze darauf hinweist? Wieso sagt er bevor er das Experiment startet noch, dass er Angiers Geld nicht gestohlen habe. Okay…gestohlen hat er es ist, aber er weiss trotzdem nicht was er geschaffen hat und ein fancy-pantsy Blitzdingsbums scheint mir nicht so viel Zeit und Geld wert zu sein, wie hier anscheinend investiert wurde.
SPOILER ENDE.
Vielleicht gehe ich aufgrund der oben genannten Dinge etwas zu hart mit dem Film um, allerdings finde ich es wirklich schade, dass der Film diese drei Blödsinnigkeiten begeht, aber gleichzeitig ein so brillantes Ende hat, dass es schafft alle „Ungereimtheiten“ auszulöschen und eine logische Erklärung liefert.
Aber was soll´s?! The Prestige ist und bleibt ein guter Thriller mit viel Charme, einigen Twist und Überraschungen und einem brillanten Ende, der es jedoch ohne größere Mühen hätte schaffen können ein perfektes Meisterwerk zu werden.

Bild (4 P):
Gutes Bild mit einem stabilen Transfer. Der Schwarzwert ist gut bis sehr gut, genau wie der Schärfegrad und die damit verbundene Detailzeichnung. In ein paar Einstellungen wird eine referenzwürdige Qualität geboten, die Plastizität ist genial und der Schärfegrad in eben diesen Momenten einfach atemberaubend, jedoch sind dies die Ausnahmen und das Bild wirkt insgesamt eher flach. Ein natürliches korn verleiht dem Film seinen natürlichen und filmischen Look, die Farben sind kräftig, allerdings herrscht aufgrund von Colorgrading entweder ein warmes oder kühleres Bild mit entsprechenden Farbkorrekturen.
Das letze Quäntchen an Tiefenwirkung und Schärfe wird leider nicht erreicht und gelegentlich mischen sich ein paar unscharfe Einstellungen und minimale Schmutzpartikel auch mit ein.
Ein gutes und stabiles Bild mit ein paar fantastischen Momenten, aber auch nicht mehr.

Sound (Engl. Dolby Digital) (1 P):
Wie alle DD-Spuren ist auch diese einfach schlimm. Ja… der Track hat eine gute Dialogwiedergabe und während den paar Szenen, in denen die Teslaapparatschaften in Aktion sind tritt auch eine leichte Räumlichkeit und Klangkulisse auf, jedoch ist alles extrem drucklos, bietet kein wirkliches Klangvolumen und Präzision ist mangelhaft. Dolby Digital hat auf einer BD nichts zu suchen! Besonders beschämend ist es, dass auf allen Blu Rays in Europa kein HD Sound in irgendeiner Sprache exzistiert. Absoluter Mist. Nur die US-Scheibe bietet LPCM, ist aber region-locked.

Extras (3 P):
20 minütiges making Of aus mehreren Teilen, sowie weitzere vier Videofeatures über den Look von The Prestige und Trailer. Durchschnitt.


4,0 von 5 - Story
4,0 von 5 - Bild 
1,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: The Prestige


Montag, 3. Dezember 2012

Stolen (Film)

Stolen (Film)


Story (1 P):
Wow…schon  ´ne Frechheit die Zusammenfassung der Geschichte, der Marketingkampagne und jeglicher Ideen in diesem Film in ein Wort zu packen und diesen als Filmtitel zu verwenden.
Stolen…hier ist der Name eindeutig Programm.
Man kann gut stehlen und kopieren und man kann es schlecht machen. Einmal dürft ihr raten, wie Stolen es wohl praktiziert?!? Genau! Verdammt schlecht sogar. Interessant anzusehen ist auch, dass Simon West (Con Air) bei sich selbst stiehlt und das noch nicht mal gut hinbekommt. So muss Nic Cage doch tatsächlich wieder ein hässliches, dämliches Stofftier, nachdem er aus dem Knast entlassen wurde, als Geschenk für seine Tochter mitbringen – toll… meine Euphorie ist grenzenlos.

Und wie ist der Film jetzt? Meine Güte…am besten ihr lest euch das Review zu „The Day“ durch, fügt noch einen überspitzten und dezent vulgären Satz zur unvorstellbar miserablen Filmmusik hinzu, macht ein paar verdiente Witze über Nicolas Cage, der es wohl nie wieder auf einen grünen Ast schaffen wird und tauscht die Filmtitel Mad Max, Doomsday, The Road und Book Of Eli durch Taken, Con Air und irgendeinen x-beliebigen Actiontitel aus, in dem ein Bankraub, Gold, Millionen, Lösegeld, Telefonate und Taxis drin vorkommen – vielleicht ein bißchen Die Hard: With A Vengeance und Armored, denke das passt…und wenn nicht ist auch egal.

Da ich Expendables 2 noch nicht gesehen habe, diesen aber auf BD in UK vorbestellt habe und der Film vom selben Regisseur ist, mache ich mir gerade ernsthaft Sorgen um mein investiertes Geld. Hier wäre ich für ein paar ehrliche Kommentare dankbar – ich muss dazu sagen, dass ich Expendables 1, als besseren Durchschnitt betrachte und diesem 3 oder 3,5 Punkte geben würde; ich müsste ihn mir nochmal anschauen, damit ich eine definitive Aussage treffen kann.

The Day (Film)

The Day (Film)

Story (1,5 P):
Der Film ist so geradlinig, wie die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten, so innovativ wie jede japanische Porno-Darstellerin bei einem 24-Stunden-Bukake-Gang-Bang, so unterhaltsam wie ein Bingoabend im Altenheim, Die Dialoge so frisch wie Ötzi und die Schauspieler so gut, wie jeder x-beliebige Statist von der Strasse. Hinzu kommt eine mittelmäßige technische Umsetzung auf B-Movie-Niveau und fertig ist ein weiterer Streifen, den die Welt nicht braucht, mit dem uns Hollywood aber trotzdem nervt und uns weiss machen will, dass er was "ganz Besonderes" ist.

Wer einen gut gemachten und bedrückenden Endzeit-Thriller sehen möchte, sollte sich The Road anschauen. Und wer mehr Action haben muss, greife doch einfach zum Kult-Klassiker Mad Max oder Mad Max 2 und wer´s moderner und blutiger will, schmeißt Doomsday rein - der ist zwar auch nicht sonderlich einfallsreich, rockt aber durch und es gilt in diesem Fall "besser gut geklaut, als schlecht erfunden". Selbst der unnötig, melodramatisch, religiös angehauchte Book Of Eli ist besser, als diese Ausgeburt der Langeweile. 

The Raven (Film)

The Raven (Film)

Story (1,5 P):
Was für ein Stinker. So spannend, wie die Ziehung der Lottozahlen, wenn man keinen Schein hat und so eingenständig, wie ein-eiige Zwillinge.

Die Grundidee von Basic Instinct trifft auf einen mißglückten Versuch From Hell und Sherlock Holmes miteinander zu klonen, mit einem Ende so überraschend, wie der Ausgang eines jeden Roadrunner / Coyote Cartoons und einem unsympathisch spielenden John Cusack, der für eine solche Rolle einfach die falsche Person ist.
Für alle die an Schlaflosigkeit leiden vielleicht DAS Heilmittel. Alle die jedoch an Narkolepsie leiden, sollten diesen Streifen meiden oder sie laufen Gefahr in ein Koma zu fallen, aus dem sie nie wieder erwachen.

*gähn*

Judge Dredd (Blu Ray)

Judge Dredd (Blu Ray)


Story (4 P):
*Pfffffff* hat´s gemacht und die Story war verflogen.
*Yeeeeeeaaaaaaah* hat er geschrien und die One-Liner abgefeiert.
*Grumpf* waren seine Laute bei den clichébehafteten Dialogen.
Aber trotzdem...der Film ist eine kultige, bunte und doch düstere, äußerst unterhaltsame und kurzweilige Comicverfilmung aus den 90ern (!!!), welche nicht hätte besser, als mit Stallone, besetzt werden können. Eine gute Portion Humor, brachiale Action und nette Effekte runden diesen Spaß perfekt ab.
Wer hier nach schauspielerischer Leistung und Story-Tiefgang bewertet ist selber Schuld und fehl am Platze.

"I am the Laaaaawoh...!"
"I knew you´d say that..."

Bild (4,5 P):
Einfach nur schön. Hier wurde sich ordentlich Mühe gegeben. Zwar gibt es leichten Detailverlust in dunkleren Szenen und wenn diese dann noch Effekte (wie Matte-Paintings) enthalten, fällt das ganze etwas deutlicher aus - im Grunde genommen ist diesbezüglich nur die Verfolgungsjagd gen Ende auf den Airbikes betroffen. Ansonsten ist das Bild durchgehend Top! Satte Farbe, klasse Detailzeichnung dank sehr gutem Kontrast und schönem Schwarzwert. Für einen schon etwas in die Jahre gekommenen Film beinahe Referenz und 4,5 Punkte wert.

Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
So soll es sein! Hier kracht´s ordentlich, der Bass begleitet dies ausgiebig, die Dialoge sind gut verständlich und die unzähligen abgefeuerten Projektile kann man später aus seinen vier Wänden ziehen, dermaßen gute Arbeit wurde hier geleistet. Zwar ist alles nicht so präzise und differenziert, wie es heutzutage wäre (und auch kein 7.1), jedoch ist der Gesamtsound für einen 17 Jahre alten Action-Film einfach nur klasse. Auch hier lasse ich mich trotz der oben genannten "Negativ"-Punkte hinreissen und gebe 4,5 Punkte

Extras (2 P):
Nichts Besonderes. Waren alle auch schon auf DVD erhältlich. Aber was soll´s?!?! Der Rest passt und hätte kaum besser sein können. 


4,0 von 5 - Story
4,5 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
2,0 von 5 - Extras


Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Judge Dredd

Black Rain - Special Collector's Edition (Blu Ray)

Black Rain - Special Collector's Edition (Blu Ray)

Story (4 P):
Ein weiterer Klassiker unter den 80er Action-Thrillern. In diesem Fall hat Meisterregisseur Ridley Scott sich hinter die Kamera gesetzt und mit Garcia und Douglas, sowie deren japanischen Arbeitskollegen, den perfekten Part für vor der Kamera gefunden. Der Film lebt eindeutig von der Schauspielkunst aller Beteiligten und den atmosphärischen Schauplätzen in Tokyo, die schlichtweg genial eingefangen wurden. Hinzu kommt eine solide Unterwelt-Gangster-Story mit einem Hauch Rache und das Aufeinandertreffen zweier grundverschiedener Kulturen und Vehaltensweisen. Es ist auch schön mit anzusehen, dass die Japaner nicht als zurückgebliebenes Völkchen ohne Professionalität dargestellt werden, sondern schlicht die Unterschiede in diversen Herangehensweisen aufgezeigt werden. Etwas Patriotismus darf aber natürlich auch nicht fehlen und so ist die amerikanische Seite, die mit ihrem harten Hund Douglas und Haudrauf-Mentälität zum Ende hin den gewünschten Erfolg bringt und sich in einem schon fast kultigen Shootout gipfelt.

Bild (4 P):
Trotz MPG2 Codec ist das Bild überraschend gut und detailreich. Besonders in Nahaufnahmen und statischen Momenten werden sehr viele Kleinigkeiten sichtbar. Besonders Texturen werden schon fast referenzwürdig in manchen Einstellungen wiedergegeben. So ist zum Bespiel selbst die Oberflächentextur von an sich glatten Spielkarten (Hinflug nach Japan) zu erkennen und Gesichtsfalten und -poren werden schonungslos preisgegeben. Die Beleuchtung erinnert stark an Blade Runner und verschafft dem Film eine dezente Film-Noir-Note. Daher ist es nur logisch, dass Stilmittel bedingt öfters große Flächen im Dunklen untegehen. Ein fantastischer Schwarzwert und kräftige Farben, die man jedoch etwas der Hauttöne beraubt hat, sorgen für eine solide Plastizität. Das Negative ist jedoch, dass es mehrere Aufnahmen gibt, die schlechter fokusiert sind und somit weich wirken. Auch herrscht ein ständiges Korn, welches für manchen Zuschauer störend seien kann, sich in diesem Film jedoch, dank des fast "einzigartigen" visuellen Stils, perfekt ins Geschehen intergriert und seine eigene Note setzt. Da fast alle Szenen entweder in ein schummriges Licht getaucht sind, in verrauchten Räumen spielen oder in Dunkelheit stattfinden hat der Film aus o.g Gründen ein eher weiches Bild, welches aber stets eine sehr gute Farbwiedergabe hat und in vielen Halbtotalen und Nahaufnahmen unglaublich viele Details preisgibt und eine wirklich atemberaubende Oberflächenzeichnung an den Tag legt.

Sound (Engl. 6.1 DTS) (2 P):
Leider kein MA-Audio und somit unterdurchschnittlich. Es ist zwar schön, dass man hier einen 6.1 Sound gezimmert hat, der auch eine passable Räumlichkeit zu bieten hat und öfters mit netten Effekten (besonders kräftige Schussgeräusche) überrascht, leider mangelt es hier klar an Präzision. Die Dialogwiedergabe ist etwas zu leise, jedoch bekommt man als Wiedergutmachung einen dezent aktiven Bass geboten. Im Gesamten ist der Sound für einen Film aus 1989 absolut gut und vollkommen zufriedenstellend, bekommt da es kein HD-Sound ist aus Prinzip aber nicht mehr, als zwei Punkte.

Extras (3 P):
Hier wurde ein Audiokommentar von Ridley Scott, sowie ein dreiteiliges Making Of von ca. 1 Std. draufgepackt. 


4,0 von 5 - Story
4,0 von 5 - Bild
2,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Black Rain - Special Collector's Edition