Sonntag, 23. März 2014

Zatoichi: The Blind Swordsman – Adventures Of Zatoichi – US-Import (Criterion Collection - Blu Ray)



Zatoichi: The Blind Swordsman – Adventures Of Zatoichi – US-Import ohne dt. Ton (Criterion Collection - Blu Ray)

Region A Blu Ray - läuft nicht auf deutschen BD-Playern !!

Story/Film (4 P):
Adventures Of Zatoichi vereint das Beste aus allen Zatoichi-Filmen. Soll heissen: Intelligente Szenen, eine bessere, persönliche Nebenhandlung zu Zatoichi´s Charakter, nette Witze und gut platzierter Humor, ein herausragender Endfight, superbe Choreographien und stimmungsvolle, epische Bilder.

Das zentrale Thema um „Väter“ und somit auch um Zatoichi´s Erzeuger, ist toll umgesetzt, wirkt evtl. zunächst etwas aus dem Ärmel geschüttelt und leicht dahingezimmert, gewinnt aber im weiteren Verlauf immer mehr an Tragweite und sorgt für ausgezeichnetes Drama und verleiht Zatoichi erneut etwas mehr Charakterzeichnung und Tiefe. Auch das „Offene Ende“ in Bezug auf die Person des alten Dorfsäufers ist geschickt gewählt und stellt neben dem abermals fantastischen Showdown eines der Highlights von Adventures Of Zatoichi dar.

Letzterer ist ein stylisches Gemetzel, wie es nur Zatoichi hinbekommt. Von einer minimalen, aber genialen Filmmusik begleitet und erneut in unglaublich stimmungsvolle Bilder gehüllt, schwingt Zatoichi sein Schwert durch frisch fallende Schneeflocken und sorgt für frisch fallende Widersacher. Wer sich schon immer gefragt hat, von welchen Filmen sich Tarantino hat beeinflussen lassen während er den Endfight zu Kill Bill Vol. 1 konzipiert hat, bekommt hier die Antwort.

Kurzabriss der Story:
Zatoichi begegnet einer holden Weiblichkeit, welche kurz vor Neujahrswechsel auf der Suche nach ihrem Vater ist. Dabei stößt er auf eine Verschwörung und hilft der gebeutelten Anwohnerschaft, in dem er Leichen produziert.

P.S. Zatoichi dient in diesem Teil als Retter und Rächer. Es wird in Bezug darauf eine bedeutungsschwangere und kultige  Antwort von Zatoichi gegeben. Er sagt etwas wie „heaven won´t allow men like these to continue in their path for a long time“ – hier wird Zatoichi regelrecht in den Racheengel-Status versetzt.

Bild (4 P):
Bis auf vier, fünf kurze Einstellungen bei Nacht oder dunklen geschlossenen Räumen, in denen die Qualität leicht abfällt, weil der Schwarzwert und die Detailzeichnung in dieser Zeit nicht optimal sind und das Bild weicher wirkt, kann man kaum bis gar nichts an dieser BD-Umsetzung bemängeln.

Das Bild ist sehr stabil, es hält ein konstant gutes Niveau, bis auf die o.g. kurzen Ausnahmen, die wiederum von ein paar sehr guten Halbdistanzshots und ein paar sehr schönen Close-Ups ausgeglichen werden und der Schärfegrad, sowie die Detailzeichnung sind ebenfalls gelungen und stets als gut zu bezeichnen.
Auch der Schwarzwert kann sich sehen lassen, er verhindert nur ganz selten eine bemerkenswerte Durchzeichnung und die natürlichen, satten Farben ermöglichen zusammen mit dem tollen Schwarzwert besonders während Tageslichteinstellungen einen sehr guten Kontrast. Hin und wieder entsteht sogar eine leichte Tiefenwirkung.

Das natürliche Filmkorn wurde erhalten und das Bild wirkt sehr natürlich.



Sound (3 P):
Ähnlich der Vorgänger, aber leider sind die S-Laute meistens zu kratzig, wesentlich kratziger, als zuvor; daher nochmals einen halben Punkt Abzug – schade.

Folgende Zeilen stammen von eben dieser Vorgänger-Reviews:

„The Tale Of Zatoichi Continues liegt, wie alle weiteren Teile auch, in einem Mono-Track vor. Zwar ist auch dieser nicht ganz so brillant, sauber und dynamisch, wie beispielsweise der von The Twilight Zone, dennoch kann dieser weitestgehend auf ganzer Linie überzeugen und bietet eine saubere und präzise Dialogwiedergabe, so dass ich sogar noch in der Lage war dem ein oder anderen Dialog marginal zu folgen ohne die Untertitel zu Hilfe zu nehmen.


Die Front und all ihre Effekte erweist sich als überraschend präzise und die nunmehr häufiger aufspielende Filmmusik besitzt eine gewisse Dynamik. Leider tendieren die mittleren Tiefen dazu leicht zu übersteuern und es kann so zu einem dezenten Wummern kommen.

Das mindert das Hörvergnügen zwar nur leicht, verhindert aber somit eine ungeschönte, gute Wertung.“


Extras (3 P):
Bei der Kritik der Extras dieser edlen Sammlerbox, bewerte ich die gesamten Extras aller 25 Filme. Neben einer wunderschönen Aufmachung und 25 neuen Design von 25 verschiedenen Künstlern zu den jeweiligen Teilen, bietet die Box ein vollfarbiges, 100-seitiges Hardcover-Buch mit eben jenen neuen Illustrationen, einem Essay von Geoffrey O'Brien, weiteren interessanten Hintergrundinformationen und der original Kurzgeschichte von Kan Shimozawa. Dieses Buch ist in der Tat eine Augenweide und das beste „Booklet“ welches ich je bestaunen durfte.

Des Weiteren gibt es zwei Videointerviews. Eins mit dem Regisseur John Nathan, welcher über seine Treffen, bzw. Begegnungen mit 1997 verstorbenen Zatoichi Darsteller Shintaro Katsu berichtet (ca. 20 Minuten) und eins mit Asian Film Experte Tony Rayns (ca. 30 Minuten). Darüber hinaus befindet sich auch noch eine ca. einstündige Dokumentation über Shintaro Katsu und dessen Kunst aus den 70er Jahren auf der Extra-BD. Neben diesen drei Videofeatures findet man auch noch alle Trailer, aller hier vertretenen Zatoichi Filme auf HD.

Wenn man die Gesamtanzahl der Specialfeatures nun auf jeden Film runter brechen würde, könnte man wohl keine allzu hohe Wertung geben; man würde der Sammlerbox aber leider nicht gerecht werden. Und so entscheide ich mich für den goldenen, etwas geschönten, aber dennoch fairen Mittelweg und vergebe 3 Punkte.

Fazit: Mehr für´s Auge, als für´s Hirn.


4,0 von 5 - Story
4,0 von 5 - Bild 
3,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras

74% Gesamtwertung

70% technische Umsetzung

Player:
Panasonic DMP-BD 605

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Zatoichi: The Blind Swordsman – Adventures Of Zatoichi – US-Import aus der Criterion Collection

Freitag, 21. März 2014

Nosferatu (1922) – UK-Import (Blu Ray)



Nosferatu – UK-Import mit dt. Texttafeln (Blu Ray)

Vorwort:
Ich persönlich finde den Film durchaus gut und auch würdig der 4 Punkte. Hingegen der landläufigen Meinung, dass es sich hier um einen sehr guten Film, ein uneingeschränktes Meisterwerk handelt, muss ich jedoch Widerspruch einlegen und sehe den Film eher als leicht durchwachsen, dennoch gut an. 

Story/Film (3,5 P):
Murnau´s erster Film avancierte recht schnell zu einem Klassiker, einem gefeierten Beitrag zum Horrorgenre in Stummfilmform und gilt bis heute als wegweisender Vampirfilm.

Max Schreck´s Darbietung des Grafen Orloks´ ist in der Tat großartig, einmalig und stellt eines der tatsächlichen, uneingeschränkten Highlights des Films dar. Diese wird meistens, aber leider nicht immer, hervorragend und äußerst stimmungsvoll von Murnau eingefangen. Einige ikonische Bildkompositionen, in denen sehr geschickt mit Schatten gespielt wird, sind in die Geister der Menschen eingebrannt und sollten jedem Filmfan vertraut seien. Die klassische, bedeutungsschwangere und stellenweise bombastisch aufspielende Filmmusik sorgt für eine gute Stimmung und untermauert die Bilder teilweise sehr geschickt.

Wenn es jedoch ans Pacing geht, kann Nosferatu nur bedingt überzeugen. Ich kann gar nicht so genau sagen woran es liegt, aber der Film hat seine Hänger. Sei es das dezente Melodrama zwischen Hutter und dessen Frau, das nicht so überzeugen kann, wie es wohl gewollt war, die Szenen in und um Graf Orlok´s Schloss, die in ihrer Gesamtheit weniger Horror-Elemente bieten, als man es erwarten würde oder aber das dann doch irgendwie dahin gezimmert wirkende Ende, Nosferatu erscheint weniger rund als beispielsweise Phantom Of The Opera oder andere Stummfilmklassiker. Die zahlreichen blau eingefärbten Tageslichtsequenzen, die jedoch als nächtliche Szenen „verkauft“ werden sind der Stimmung leider ebenfalls dezent abträglich.

Wie dem auch sei… Murnau´s Nosferatu ist die (wahrscheinlich) erste Verfilmung von Bram Stoker´s Dracula Roman und kann auch heutzutage noch in vielerlei Hinsicht überzeugen. Die Musik ist ausgezeichnet, die Story ist zwar altbekannt, aber dennoch unterhaltsam, Max Schreck macht seinem Nachnamen alle Ehre und einige Bildkompositionen sind schlicht und einfach einmalig.



P.S. Nosferatu ist nicht unbedingt für Stummfilm-Neugierige geeignet, die einfach mal reinschnuppern möchten und sich dafür eines Klassikers bedienen. Hier empfehle ich entweder The Phantom Of The Opera oder den besten Stummfilm und evtl. besten Film aller Zeiten: Metropolis. Die Nibelungen ist aber auch sehr zu empfehlen.

Bild (4 P):
Das Bild dieser Blu Ray kommt dem von der englischen Blu Ray von The Phantom Of The Opera sehr nahe. Daher bin ich so frei und werde mich hier einiger eben jener Zeilen bedienen.

Der Großteil (ca. 80%) besteht aus einer guten bis sehr guten Restauration basierend auf einem Nitrat-Master, welches von Beschädigungen und Verschmutzungen größtenteils befreit wurde und dessen Ausbesserungen zwar sichtlich sind, aber nicht stören. Der Schärfegrad und die Detailzeichnung sind weitestgehend sehr gut, der Kontrast ebenfalls, es herrscht eine tolle Durchzeichnung und die in Violett, Rot, Blau & Sepia getauchten Farben sorgen für eine fabelhafte Stimmung und sehen ausgezeichnet aus; auch die „normalen“ S/W Sequenzen fallen hier nicht aus der Rolle. Öfters ist man regelrecht begeistert und staunt über die Detailzeichnung, den Schärfegrad und auftretenden Plastizität. In diesen Momenten ist das Bild kaum verbesserungswürdig und bekommt von mir 4,5 Punkte.




Aber auch dieses Master hat hin und wieder seine leichten Schwächen. So kann es ab und an passieren, dass die Farben etwas deutlicher in den Schwarzwert übergehen und diesen wiederum schwächen, Verschmutzungen können stellenweise leicht (!) zunehmen und ganz selten kann es auch vorkommen, dass das Bild merklich weicher und weniger detailliert erscheint.

Das Bildformat ändert sich jedoch nicht und die „neuen“ Texttafeln, die man geschaffen hat, da die originalen deutschen Versionen wohl nicht mehr alle vorhanden waren, wurden in selbiger Schrift, typographisch perfekt nachgestellt.

P.S. Hier will ich kurz erwähnen, dass eingeblendete Briefe zum Teil sehr schwer lesbar sind und man seine Augen im Vorfeld ans Altdeutsche gewöhnen sollte. Da ich den Film mit jemandem geschaut habe, der auf die englischen Untertitel angewiesen war, konnte, bzw. musste ich hin und wieder auf diese zurückgreifen.

Sound (Musik MA-Audio) (5 P):
Beim Sound darf wieder mit den Ohren geschlackert werden und auch hier verweise ich auf die BD von The Phantom Of The Opera und bediene mich selbiger Zeilen.

Die fabelhafte Musikuntermalung liegt einmal in LPCM 2.0 oder eben einem 5.1 Master Audio-Track vor, welchen ich bevorzugt habe, da ich im Vorfeld gelesen habe, dass dieser druckvoller und logischerweise auch räumlicher seien soll. Und was soll ich sagen?

Der Mix ist eine wahre Freude, ein Hörgenuss sondergleichen und bietet eine Musikwiedergabe der Superlative, wie man es beispielsweise von der deutschen VÖ von Metropolis oder der amerikanischen Ausgabe von Die Nibelungen kennt. Mit dem Drücken der Play-Taste lädt man das Orchester zu sich nachhause ein und wird mit 90 Minuten feinster, abwechslungsreicher, pompös aufspielender und fantastisch dynamischer Klassikunterhaltung belohnt. Es ist schlicht und einfach ein Hörgenuss, wie man ihn nur selten geboten bekommt und wie ihn wahrscheinlich nur Klassiker der Stummfilme-Ära bieten können, die eine entsprechende Restauration spendiert bekommen haben.



P.S. Bild und Ton bilden eine ausgezeichnete Symbiose, ziehen den Zuschauer regelrecht in ihren Bann und lassen ihn bis zum Schluss nicht wieder los.

P.P.S. Auch wenn mir der Sound von The Phantom Of The Opera ein klitzekleines Bißchen besser gefallen hat, meines Erachtens minimal dynamischer ist und von der Musik her dann doch pompöser rüberkommt, hat Nosferatu die Höchstwertung verdient und bietet besten, extrem hochwertigen Hörgenuss.

Extras (3,5 P):
Die Extras können sich durchaus sehen lassen und bieten eine knapp einstündige Doku über Murnau´s Leben und seine Werke, zwei Interviews mit Abel Ferrara & Kevin Jackson mit einer Lauflänge von ca. 30 Minuten, zwei Audiokommentare mit den Filmhistorikern R. Dixon Smith & David Kalat (eins von 2007, das andere von 2013) und ein 56 Seiten starkes Booklet.

3,5 von 5 - Story   
4,0 von 5 - Bild 
5,0 von 5 - Sound
3,5 von 5 - Extras

79% Gesamtwertung

87% technische Umsetzung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Nosferatu – UK-Import

Mittwoch, 19. März 2014

The Walking Dead – Season 4 / Episode 14 (TV-Serie)





Kurzreview:


Story/Film (2,0 P):
Naja, naja… eine ganz schön müde Nummer leiert TWD mit dieser Episode hier runter. Besonders auffällig und besonders ärgerlich ist das extrem billig und auffällig konstruierte Drama, dass sich über die ersten 30 Minuten erstreckt; es tut wirklich weh. Einziger Höhepunkt und für sich allein betrachtet wirklich hervorragend, ist die „Asche-Zombie“-Sequenz. In dieser Zeit kommt tolle Stimmung auf und die Kills sehen rau und brutal aus.

Nach ziemlich genau einer halben Stunde kommt der große Oh-Moment mit offenen Mündern und weit aufgerissenen Zuschaueraugen. Und ja; er ist gelungen und mag einerseits unter die Haut gehen, andererseits musste jedoch etwas in dieser Art passieren und leider vermag es TWD auch nicht das Potential in Bezug auf eben diesen Twist und diese Entwicklung komplett auszuschöpfen. Fast schon mit einem Gefühl der Selbstzensur wird der Die-Hard-Fan mit standardisiertem Drama- und Musikgesäusel zugebombt. Es hat den Anschein, dass durch das extrem breitgefächerte Publikum, das TWD nunmehr hat, die Produzenten immer auf Nummer sicher spielen, bloß niemandem auf den Schlips des schlechten Geschmacks treten wollen und so ihre mittlerweile völlig unverdienten, rekordverdächtigen Einschaltquoten sichern wollen.
Ich bin gespannt wie lange das noch gut geht, wie lange es wohl dauert bis auch der dümmste der Zuschauer aufwacht und endlich begreift, dass TWD ein fades Süppchen köchelt, dass kaum noch etwas der Essenz der ersten oder zweiten Season aufweist. 



Spannung herrscht kaum bis keine, die Story steht mal wieder fast komplett still, Action ist großzügig abwesend, Rick und Carl „wer ist das?“, Washington und eine Erklärung „bitte, hä?“ und die Serie verschluckt sich mal wieder an ihrer Vielzahl an parallel verlaufenden Handlungen und einem ziemlich miesen Storytelling, das damit nicht klar kommt und das keinerlei Drive generiert.


1,5 von 5 – Spannung
2,5 von 5 – Guts ´n´ Gore
3,0 von 5 – Weiterentwicklung der Charaktere
1,0 von 5 – Weiterentwicklung der Story
2,0 von 5 – Stimmung


Review zu Episode 1 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 2 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 3 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 4 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 5 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 6 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 7 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 8 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 9 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 10 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 11 (Staffel 4) findet ihr hier.   
Review zu Episode 12 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 13 (Staffel 4) findet ihr hier.