Montag, 26. August 2013

Monsters – Quersteelbook (Blu Ray)



Story/Film (4 P):
Ein etwas anders Monster-Movie.
Gareth Edwards´ Filmdebut ist weniger eine Monster-Zerstörungsorgie, wie man sie alle Nas´ lang von Hollywood aufgetischt bekommt, sondern mehr eine melancholisch angehauchte Odysee durch ein verwüstetes Land mit romantischen Tendenzen und leichter, sexueller Spannung zwischen den zwei Hauptdarstellern. 

Der Film fühlt sich an, wie eine bitterbös traurige, romantische Backpackers-Endzeit-Katastrophen-Dokumentation, in der rießige, Kraken ähnliche Aliens in und um Mexiko für eine allgegenwärtige Bedrohung sorgen.
Monsters lebt von seiner Stimmung, die durch einfühlsame und stimmungsvolle Musik und tolle Bilder untermauert, aber von seinen beiden Hauptcharakteren getragen wird. Zu jeder Zeit spürt der Zuschauer die Chemie auf der Leinwand und kann sich mit den Figuren identifizieren und mitfiebern. Sicherlich war es mehr als hilfreich, dass dei Schauspieler während des Zeitpunkts des Drehs ein echtes Paar und die Gefühle weniger gespielt waren, sondern von der Kamera praktisch nur eingefangen werden mussten.

Das aber wirklich Bemerkenswerte und wahrscheinlich auch einmalige an Monsters ist die Tatsache, dass er gerade einmal lächerliche 800.000 US Dollar gekostet hat, man das dem Film jedoch zu keiner Sekunde ansieht. Die Effekte können sich sehen lassen, sind vielleicht nicht Top-Notch, aber im Endeffekt durchaus gut. Vorallem weiss der Regisseur wann und wie er diese einsetzen und einbauen kann, so dass es nicht billig ausschaut oder nach „gewollt und nicht gekonnt“ wirkt.
Mit einer Crew bestehend aus sechs Leuten, zwei davon Schauspieler, der Rest Regisseur und Kameramann, Ton, Produzent und Schnitt, ging es nach Mexiko und andere Länder, um über 100 Stunden Videomaterial zu schießen, das während des Drehs (der Reise) bereits vor-geschnitten wurde und welches am Ende einen ca. 90-minütigen, eigenständigen Monsterfilm ergibt. Eine großartige Leistung, die honoriert werden muss.

"Welcome to the Infected Zone. YOU ARE HERE. Don´t forget your gasmasks und try to avoid the green marked area. Since you´re already in it, I´d say you ´re fucked. Have a nice day!"

P.S. Dass der Regisseur nun das Zepter für ein Godzilla-Remake in die Hände bekommen hat, finde ich persönlich sehr gut und habe Hoffnung, dass dieses ausnahmsweise mal nicht in die Hosen Hollywoods´ geht.

Bild (4 P):
Das Bild ist gut. Der Kontrast ist nicht der Stärkste, denn der Schwarzwert ist zwar gut differenziert und erlaubt bis auf ein paar wenige Ausnahmen eine gute Durchzeichnung, jedoch ist dieser nicht der Kräftigste. Dies fällt in dunklen Szenen auf. Bei Tageslichteinstellungen kann das Bild ab und zu referenzwürdige Einstellungen ausspucken. Auf jeden Fall ist der Kontrast während den am Tag gedrehten Szenen meistens sehr gut. Die Farben sind generell ebenfalls gut, kräftig und weistestgehend natürlich.
In dunklen Szenen ist das Bild, abhängig von der Ausleuchtung, hin und wieder (nicht immer) deutlich weicher und zwei, drei Mal auffallend verrauscht.


Im Gesamten liegt der Schärfegrad auf einem gut, in Nahaufnahmen sehr guten Niveau, Fokusfehler treten auf, halten sich aber in ihrer Anzahl und Stärke zurück und werden kaum bis garnicht als störend wahrgenommen.

Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
Monsters erscheint in einem 7.1 Gewand, welches fast (!) auf gesamter Linie überzeugen und begeistern kann. Die Effektlastigkeit ist sehr gut und innovativ. Da der Film keine (!) Zerstörungsorgie ist, herrscht über weite Strecken eine „subtile“, natürliche Soundkulisse mit tollen Umgebungsgeräuschen und kein Krach-Bumm. Die stimmungsvolle Musik ist perfekt ausbalanciert, hervorragend ins Gesamtbild intergriert und erzeugt desöfteren eine raumfüllende Klangkulisse mit schönen, feinen Klangspitzen. 

Ohne Gasmake wesentlich ansehnlicher
Aber wenn die Action losbricht hält sich der Sound auch nicht zurück, feuert aus allen Rohren, nutzt alle seine Kanäle und bietet tolle Stereoseparationen. Einzig der Tiefenbass hätte noch etwas mächtiger ausfallen können und/oder unterschwelliger mitbrodeln können.
Die Dialogwiedergabe ist gut, immer verständlich und präzise, hätte an ein, zwei Stellen allerdings einer Nachvertonung bedurft.

Extras (4,5 P):
Das Herzstück der Extras ist zweifelsfrei das Making Of, welches ca. eine Stunde Laufzeit auf die Uhr bringt und den kompletten Dreh abdeckt. Es handelt sich um eine den Filmdreh begleitende Dokumentation, die zeitgleich mit dem Film enstanden und wirklich interessant ausgefallen ist. Des Weiteren hat die Disc ein Interview mit Regisseur Gareth Edwards, sowie den Hauptdarstellern Scoot McNairy und Whitney Able zu bieten. Zusätzlich befindet sich noch eine „Editing Monsters” und eine „Monsters VFX” Featurette und der Kurfilm “Factory Farmed" von Gareth Edwards auf der Scheibe. Als sei das nicht schon genug, hat das Steelbook noch einen Audiokommentar, Trailer und eine 5-minütige Featurette auf der New Yorker Comic Con zu bieten.


4,0 von 5 - Story   
4,0 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
4,5 von 5 - Extras

83% Gesamtwertung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Monsters – Quersteelbook


Sonntag, 25. August 2013

Umfrageergebnis (Post)


Die Frage welcher Film der dümmste ist, ist nun endlich beantwortet. 


The Dark Knight Rises hat gewonnen. 11 von 13 Stimmen gingen an Nolan´s Unverschämtheit.
Prometheus liegt auf dem zweiten Platz. Ridley Scott´s Sinnlosigkeit erhält 8 von 13 Stimmen.

Wie das möglich ist fragt ihr euch. Ganz einfach. Man konnte nicht nur für jeweils einen der beiden Stinker abstimmen. Die Antwort "beide gleich blöde" war sehr beliebt.

So setzt sich das Ergebnis also wie folgt zusammen:
- 5 Stimmen für The Dark Knight Rises
- 2 Stimmen für Prometheus
- 6 Stimmen für "beide gleich blöde"

Wieso TDKR so blöde ist? Wer das immer noch nicht weiss, kann hier klicken.
Wieso Prometheus ebenfalls extrem blöde ist? Das erfahrt ihr hier.

Da mir so eine Umfrage gut gefallen hat, habe ich mir auch eine weitere ausgedacht.

Samstag, 24. August 2013

Godzilla (1954) – Criterion Collection – US-Import (Blu Ray)



Godzilla (1954) – Criterion Collection – US-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Region A Blu Ray - läuft nicht auf deutschen BD-Playern !!
Diese Blu Ray bietet neben Godzilla aus dem Jahre 1954 auch die amerikanische Version aus dem Jahre 1956 in einem restaurierten 1080p-Transfer.

Story/Film (4 P):
Wenn es Filme gibt, die den Titel „Kult“ verdienter Maßen tragen dürfen, dann steht Godzilla aus dem Jahre 1954 ganz weit oben auf der Liste.
Ishirô Honda´s Godzilla ist und bleibt wohl auf ewige Zeiten DER Monster-Film überhaupt. Die Mutter aller Monster-Filme so zu sagen.
Und das Schöne ist… im Gegensatz zu manch anderem Kultfilm, hat Godzilla diese Bezeichnung wirklich verdient.

Sicherlich muss man aus heutiger Sicht ein paar Abstriche in Bezug auf die technische Umsetzung machen und auch das Storytelling ist innerhalb der ersten Hälfte nicht das allerbeste, aber viel hat der Film von seiner Wirkung nicht verloren. Besonders die stimmungsvollen Bilder Godzilla´s vor den in Flammen stehenden Ruinen Tokyos´ sind auch heute noch einsame Spitze. Aber auch die nostalgischen Rückprojektionen und schönen handgemachten Effekte, die zum Einsatz kommen, wenn die Mutter aller Monster zum Zerstörungslauf durch Tokyo ansetzt, haben nach wie vor eine unglaubliche Wirkung. Unterstützt und begleitet wird alles von einem der besten Musikscore´s, die für derartige Filme jemals komponiert wurde. Akira Ifukube´s Musik ist einfach atemberaubend bombastisch, läutet den Film direkt mit den Opening Credits perfekt ein und begleitet den Amoklauf Godzilla´s in der Mitte des Films auf eindrucksvolle Art und Weise.
Aber… das Storytelling innerhalb der ersten Hälfte ist etwas gewöhnungsbedürftig. Startet der Film noch zügig, kommt er allerdings nach ca. 15 Minuten bereits leicht ins Schwanken. Hauptsächlich liegt dies an dezent willkürlich wirkenden Szenenübergängen und Schnitten, die Kontinuität vermissen lassen.

"Bäh! Häuser!... Kaputt machen!"

All dies ist jedoch schnell vergessen, wenn Godzilla in die Vollen geht, Eisenbahnen zertritt, Funktürme einreisst, das Militär wirkungslos aus allen Rohren ballert und sich das schlecht gelaunte Schmunzelmonster in Tokyo verhält, wie der berühmte Elefant im Porzellanladen.
Ebenfalls nicht zu verachten und als positiv zu erwähnen, wäre die Aussage des Films. Godzilla ist nicht das typische Monster-Zerstörungs-Filmchen ohne Hirn. Godzilla hat eine Aussage und die ist sehr gut. Einerseits dient der Film als Verarbeitung der Japaner in Bezug auf die Atombombenabwürfe während des Zweiten Weltkrieges, andererseits aber auch als Kritik den USA und den Erfindern der Atombombe gegenüber. Vielleicht ist die Aussage weniger subtil in das Geschehen verflochten, als man es sich wünschen würde, zu aufdringlich allerdings auch nicht.


Bild (3,5 P):
Wenn Criterion nicht The Killing in einer referenzwürdigen Qualität rausgebracht hätte und woran ich eine volle Punktzahl für Filme Anfang der 50er Jahre festmache, dann hätte Godzilla höchstwahrscheinlich eine voll verdiente 4er-Wertung bekommen. Aber… zwischen den beiden Veröffentlichungen liegen beinahe (!) Welten. Okay, so extrem ist es nun doch nicht, aber der Unterschied ist mehr als deutlich.
Positiv zu erwähnen sind vor allem der gute Schärfegrad und die solide bis gute Detailzeichnung, sowie der gelungene Kontrast, der tolle Schwarzwert und die daraus resultierende, sehr gute Durchzeichnung des Bildes. Es herrscht ein natürliches Filmkorn, das sich nie in den Vordergrund drängt, jedoch hin und wieder (selten) etwas stärker ausgeprägt ist.

"Bäh! Strommasten!... Kaputt machen!"

Im Gegensatz zur The Killing VÖ ist das Bild fast durchgehend von vertikalen Rissen, besser gesagt durch deren Ausbesserungen, gezeichnet. Des Weiteren kommt es öfters zu stärkeren Verschmutzungen und über weite Strecken ist ein Bildflackern festzustellen. All das ist selbstverständlich nicht gut, kann bei einem 60 Jahre alten Film aber sehr gut verschmerzt werden und trägt in Falle von Godzilla auch zur Stimmung bei.

Sound (Japanisch LPCM mit engl.UTs/ausblendbar) (4 P):
Zwar handelt es sich beim Sound für Godzilla nur um einen Mono LPCM Track, aber dennoch muss hier von einem guten Ton gesprochen werden. Natürlich mangelt es dem Sound an Räumlichkeit und einer ausgeprägten, effektlastigen Front, aber (!) der Ton ist stabil, kratzt nicht oder übersteuert auffällig und die Dialogwiedergabe ist ebenfalls stabil, präzise und verständlich. Mein erfolgloses Japanologie-Studium liegt nun schon sieben Jahre zurück, aber dennoch war sogar ich in der Lage dem ein oder anderen Dialog mühelos zu folgen – daher kann ich mir die Freiheit herausnehmen, zu behaupten, dass die Dialogwiedergabe entsprechend verständlich ist.
Die Filmmusik ist sehr schön ausbalanciert, bietet für das Alter ein paar nette Feinheiten, sogar überraschender Weise einen ausgeprägten Bass und ist ins Gesamtgeschehen sehr schön integriert.
Godzilla´s weltberühmtes Geschrei fällt positiv auf und kann mit Präzision und Klangvolumen bestechen.

P.S. Das Alter des Films, sowie die Tatsache, dass es sich um einen Mono-Track handelt, muss selbstverständlich immer berücksichtigt werden. Dafür ist der Soundmix aber wirklich und in allen Belangen gut geworden.

Extras (5 P):
Bei den Extras hat sich Criterion mal wieder nicht lumpen lassen und fährt mächtige Geschütze auf. Das mächtigste von allen ist zweifelsfrei das amerikanische „Remake“ aus dem Jahre 1956 von Terry O. Morse in einem restaurierten 1080p-Transfer, welches sich diverser Aufnahmen des Originals bedient, aber mit westlichen Schauspielern, neuen Szenen und einer leidlich anderen Schnittfolge ausgestattet ist und einen völlig anderen Film darstellt. Ein separates Review wird folgen! Das „Remake“ und das Original sind mit einem Audiokommentar von David Kalat versehen.

"Bäh! Brücke!... Kaputt machen!"

Die Blu Ray kommt in einem sehr schönen und aufwendigen Digi-Pack, welches mit einem kleinen, aber sehr coolen Pop-Up-Element ausgestattet ist. Ein Booklet ist natürlich auch dabei.
Abgesehen von diesen Beigaben, die alleine betrachtet schon mehr als gut sind, bietet diese Ausgabe noch Interviews mit Akira Takarada (Schauspieler) aus 2011 (13 min in 1080i), Haruo Nakajima (Schauspieler) aus 2011 (10 min in 1080i), Yoshio Irie and Eizo Kaimai (Effekt Specialisten) aus 2011 (31 min in 1080i), Tadao Sato (Filmkritiker) aus 2011 (15 min in 1080i) & Akira Ifukube (Komponist) mit einer Spielzeit von ca.51 Minuten in 1080i. Des Weiteren gibt es noch eine 10-minütige Effekt-Featurette in 1080i und ein bebildertes Audio Essay in 1080p, sowie Trailer zum japanischen und amerikanischen Godzilla („Remake“). Alle Extras haben englische Untertitel.


4,0 von 5 - Story 
3,5 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras

79% Gesamtwertung

Player:
Panasonic DMP-BD 605

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Godzilla (1954) – Criterion Collection – US-Import


Freitag, 23. August 2013

Pompeii (Anti-Hoffnungsträger)



Es wird mal wieder Zeit für einen Trailer, der Fürchterbares erahnen lässt:

POMPEII (nicht Pompe 2)


Link zu IMDB

Link zum Trailer (720p)

So sehen also die neuen Historienfilme für die Generation "Twilight" aus. Toll! Ich könnte kotzen. Vorallem bin ich auf das Ende gespannt. Ob der Vulkan wohl ausbricht und die Bewohner von Pompeji unter sich begräbt??? Huiuiuiui... ich fühl die Spannung jetzt schon. 


Ob unsere beiden Schnulzen-Schmalz-Locken der Vernichtung entrinnen können??? 

"Und...??? Wann hast du das letzte Mal Schauspielunterricht genommen?" "Hä? Was´n das? Ich hab´ doch Titten. Und du hast´n Sixpack. Hör´ auf dir Sorgen zu machen. Das CGI und 3D wird´s schon richten."

 Ich hoffe es doch von ganzem Herzen *seufz*

P.S. Mir läuft die Sülze schon zu den Ohren raus...

P.P.S. Ach wie fein! Gerade habe ich mal nachgeschaut wer sich für diesen Scheiss verantwortlich zeichnet. Jetzt überrascht mich nichts mehr. Niemand Geringeres als Paul W.S. Anderson, Mr. Paul W.S. "Resident Evil Ich Scheiss Auf Alles Lutsch Meine Klöten Du Blödes Publikum Und Gib Mir All Dein Geld Ich Klau Überall Und Dazu Noch Extra Dumm 3D" Anderson hat wieder zugeschlagen und irgend ein hirnverbrannter Volldepp hat ihm mal wieder ein paar Millionen in seinen blöden Arsch geblasen, damit ein weiterer Meilenstein der Filmgeschichte zusammenklabüstert werden kann.

Monsters 2: The Dark Continent (Hoffnungsträger)


Da wohl nicht nur mir "Monsters" gefallen hat, sondern auch einige große Produzenten beeindruckt waren, gab man dem Regisseur Gareth Edwards nun zur Aufgabe Godzilla neu aufzulegen, welcher 2014 erscheinen soll.

Logischer Weise kann kein Regisseur 2 verschiedene Filme gleichzeitig drehen und so muss eben ein anderer Regisseur für die Fortsetzung des Films aus 2010 herhalten. Ich bin gespannt!

Link zu IMDB

Link zum Teaser/Trailer (HD)

P.S. Ich werden die Veröffentlichung des Trailers nutzen und ein Review zur Blu Ray des Erstlingswerks nachschieben. Dieses wird wahrscheinlich nächste Woche erscheinen. Zuvor (heute oder übers Wochenende) wird das Review zu Godzilla (1954) veröffentlicht.

Donnerstag, 22. August 2013

Deadwood – Season 3 – US-Import (Blu Ray)



Deadwood – Season 3 – US-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Region A Blu Ray - läuft nicht auf deutschen BD-Playern !!


Bereits im Vorwort zu Season 1 erwähnt, kann ich es auch für die dritte Staffel kurz vorab bestätigen. Die stark schwankende Bildqualität der ersten Staffel herrscht hier nicht.  Jedoch ist das Bild nicht mehr ganz so gut, wie in der zweiten Season. Mehr dazu unter der Bildbewertung.

Die Serie wird in Deutschland Staffel für Staffel über ca. 6 Monate veröffentlicht. Angeblich soll die Bildqualität gegenüber der US-Version verbessert werden. Das halte ich für eine Lüge und schlichtweg einen Marketingschachzug. Platz für Verbesserungen gibt es bei der dritten (!) Staffel im Grunde zwar, allerdings würde der Aufwand größer als der wirtschaftliche Gewinn sein. Ein anderer Codec wird kein Upgrade in irgendeiner Weise darstellen, denn die amerikanische VÖ liegt bereits im AVC Codec vor.

Story/Film (4,5 P):
Season 3 der HBO Serie Deadwood liegt auf demselben hohen Niveau, wie die erste Staffel. Bis auf die Tatsache, dass selbstverständliche andere Haupt-Storylines erzählt und die Charaktere weiterentwickelt werden, sowie dass die Geschichte um Deadwood selbst vorangetrieben wird, hat man am Erfolgsrezept nichts geändert.

Es wird weiterhin gemeuchelt, geflucht, rumgehurt, abermals geflucht, Wu hat seine fabelhaften Auftritte, Ian McShane alias Swearegan zeigt´s schauspielerisch wieder allen anderen, Powers Boothe ist weiterhin dabei, Timothy Olyphant nimmt trotz zentralen Charakters keine überpräsente Rolle ein und schauspielert gewohnt etwas hölzern.
Season 3 ist wieder etwas ereignissreicher, als die zweite Staffel und auch etwas verständlicher. Leider ist es die letzte Season. Zum Glück endet die Staffel nicht auf einem extremen Cliffhanger und man könnte das Staffelende mit etwas Wohlwollen auch als beabsichtigtes, endgültiges Ende betrachten. Ein paar Handlungsstränge bleiben natürlich offen, neue Türen wurden in der letzten Staffel geöffnet, die nicht mehr geschlossen werden konnten, neue Charaktere werden eingeführt, die eher schmückendes Beiwerk, als eine tatsächliche Bereicherung darstellen, aber im Gesamten schließt Deadwood versöhnlich ab… und defintiv besser, als manch andere Serie mit einem sogenannten „richtigen“ Finale.

Das Review zur Season 1 findet ihr hier.
Das Review zur Season 2 findet ihr hier.

Bild (4 P):
Die Bildqualität der dritten Season ist der der zweiten Staffel ähnlich, im Grunde beinahe identisch, jedoch muss zu Beginn hin und wieder auffälliges Edge Enhancement und somit ein etwas unnatürlicher Kontrast, bzw. zu starke Konturen, die auch das Rauschen etwas fördern, genannt und negativ erwähnt werden. Des Weiteren schleichen sich eine Handvoll wirklich schlechte Aufnahmen in DVD-Qualität ein, wie man es aus der ersten Staffel kennt. Diese Momente sind sehr, sehr kurz und auch extrem selten, schmälern aber den ansonsten sehr guten Gesamteindruck. Auch die nächtlichen Einstellungen scheinen nicht mehr ganz so gut zu sein, wie sie es in die zweite Staffel sind und ein paar Fokusfehler treten während ein paar Nahaufnahmen auf und sorgen für entsprechend weichere Einstellungen.

Tageslichteinstellungen und die meisten Nahaufnahmen sind jedoch fantastisch und liegen oft auf referenzwürdigem Niveau, haben einen satten Kontrast und Tiefenwirkung. Die Farben sind toll ausgearbeitet, dem erdfarbenen Tonus angepasst, einzig der etwas flächendeckende Schwarzwert verhindert hin und wieder eine sehr gute Durchzeichnung.

Das Review zur Season 1 findet ihr hier.
Das Review zur Season 2 findet ihr hier.

Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
Identisch mit dem der ersten und zweiten Season.

Das Review zur Season 1 findet ihr hier.

Extras (5 P):
Hier beziehe ich mich auf das gesamte Angebot der kompletten Box, nicht nur auf das der ersten Staffel.

Jede Season kommt mit einer separaten Bonus Disc (somit drei), auf denen sich diverse Videofeatures in HD befinden, die es auf eine Gesamtlänge von ca. 6 Stunden bringen. Unter anderem handeln diese Features das reelle Deadwood ab, zeigen einen Blick hinter die Kulissen, beleuchten diverse Making Of Aspekte und ganze Staffelenden, sowie Casting Aufnahmen und ausgiebige Q&As. Außerdem befinden sich 17 Audiokommentare zu kompletten Episoden auf den 13 Discs, sowie über 70 Fotografien.

Des Weiteren muss erwähnt werden, dass die Digipack-Verpackung mit Hochglanzfotos ausgestattet ist und jede Scheibe in einem separaten, schön illustrierten Fach zu finden ist, welche sich im Gesamten wie ein Buch durchblättern lassen (ähnlich der James Bond 50th Anniversary Edition).



4,5 von 5 - Story   
4,5 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras
86% Gesamtwertung

Player:
Panasonic DMP-BD 605

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Deadwood - Season 3 der "The Complete Series" - US-Import