Mittwoch, 5. März 2014

The Walking Dead – Season 4 / Episode 12 (TV-Serie)





Kurzreview:

Story/Film (2,5 P):
Tja… das war ja klar. Wie prognostiziert hält sich TWD nun damit auf die einfallslosen Geschichten der einzelnen Grüppchen peu à peu zu erzählen, anstelle den guten Ansatz der vorherigen Episode weiter zu verfolgen und die Story voran zu treiben. Ende der Season gibt´s dann das große Wiedersehen, einen guten Cliffhanger oder einfach den Antritt der Reise nach Washington und ein, zwei Charaktere werden wieder ins Gras beissen. Das Storytelling der Serie ist sehr, sehr dürftig mittlerweile; viel zu durchwachsen.

Wenigstens schafft es diese Episode die Charakterentwicklung bei Daryl und Beth durchaus gut umzusetzen und den Figuren etwas mehr Tiefe zu verleihen (würde mich nicht wundern, wenn einer der beiden den Auftakt zur fünften Staffel nicht mehr miterlebt). Ansonsten passiert wenig bis nichts, die Anfangssequenz im Kofferraum des alten, am Wegrand stehenden Wagens ist das Spannungshighlight der Episode und toll inszeniert, darüber hinaus bekommt der Zombiefan aber wenig Untote und Standard-Gemetzel zu Gesicht (obwohl die Golfschläger-Szene schon was hatte).



Endzeitstimmung herrscht vor allem zu Beginn, im großen Anwesen des Golfclubs tischt TWD allerdings mal wieder nur Standardware auf, verzichtet aber wenigstens auf Cheap Scares und es materialisieren sich keine Zombies aus dem heiteren Himmel.


3,0 von 5 – Spannung
2,5 von 5 – Guts ´n´ Gore
4,0 von 5 – Weiterentwicklung der Charaktere
0,5 von 5 – Weiterentwicklung der Story
2,5 von 5 – Stimmung
2,0 von 5 – Action



Review zu Episode 1 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 2 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 3 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 4 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 5 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 6 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 7 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 8 (Staffel 4) findet ihr hier.
Review zu Episode 9 (Staffel 4) findet ihr hier.  
Review zu Episode 10 (Staffel 4) findet ihr hier. 
Review zu Episode 11 (Staffel 4) findet ihr hier.  


Dienstag, 4. März 2014

Zatoichi: The Blind Swordsman – Zatoichi The Fugitive – US-Import (Criterion Collection - Blu Ray)





Zatoichi: The Blind Swordsman – Zatoichi The Fugitive – US-Import ohne dt. Ton (Criterion Collection - Blu Ray)

Region A Blu Ray - läuft nicht auf deutschen BD-Playern !!

Story/Film (4 P):
Zatoichi The Fugitive ist der vierte Teil der Reihe und bis dato der stärkste. Zwar profitiert der Film natürlich von seinen Vorgängern und den im Vorfeld eingeführten Charakteren und wäre ohne diese deutlich schwächer oder würde weniger gut funktionieren, aber das Gezeigte, die Szenenaufbauten und das Storytelling funktionieren hier außerordentlich gut und das Melodrama zündet ohne zu aufgesetzt zu wirken.

Das Besondere an Zatoichi The Fugitive ist sein Momentum. Der Film besitzt eine gewisse Schwere, die Dialoge/One-Liner von Zatoichi sind großartig und alles kommt im voranschreitenden Verlauf des Films immer mehr ins Rollen bis es sich in einem fast schon epischen, monumentalen Endfight gipfelt. Zatoichi gleicht einer Naturgewalt, einem Schicksalsboten des Todes dem Niemand entkommen kann.

Der Rest hat sich nicht geändert. Die Kulissen und Schauplätze sind ausgesprochen schön und gekonnt eingefangen, die Kostüme nachwievor authentisch, die Musik stimmungsvoll und die Atmosphäre in diesem Teil besonders schwer.

Kurzabriss der Story: Auf Zatoichi ist ein Kopfgeld ausgesetzt worden. Anstelle die Flucht zu ergreifen stellt er sich seinem Schicksal und sorgt so dafür, dass das Kopfgeld steigt und so mancher Headhunter seinen eignen Kopf verliert. Aufgrund von Festivitäten wird die Jagd jedoch vertagt und Zatoichi erfährt mehr über die ansässigen Yakuza, deren Pläne und trifft u.a. auf Tane (eine seiner Herzallerliebsten) aus dem ersten Teil, welche nun doch mit einem Samurai angebändelt hat und ihr Leben anders bestreitet, als es Zatoichi gedacht hätte.
In einem epischen Endfight mit ein, zwei hervorragenden Dramaspitzen werden alle Dispute ein für allemal geklärt.

Bild (4 P):
Zatoichi The Fugitive sieht auf BD durch und durch gut aus. Im Vergleich zum Vorgänger, welcher der erste Zatoichi-Film in Farbe ist, hat sich das Bild leicht gesteigert. So ist der Schwarzwert etwas kräftiger und auch besser differenziert und es herrscht eine gute bis sehr gute Durchzeichnung. Auch der Schärfegrad und die Detailzeichnung sind abermals leicht besser und das gesamte Bild hält sich konstant auf einem guten Niveau und bietet hin und wieder auch eine überraschend ausgeprägte Plastizität.

Allerdings kann man wie beim Vorgänger auch einige kleine Schmutzpartikel ausmachen, in zwei, drei Fällen blitzen sogar größere Artefakte auf. Die Kornstruktur ist unverändert und ebenfalls leicht ausgeprägt und hin und wieder erscheint dieses in hellen, großen Bildbereichen als dezentes digitales Rauschen.


Sound (Japanisch LPCM mit engl. UTs/ausblendbar) (3 P):
Das Bild steigt qualitativ, der Sound fällt jedoch deutlich ab. Schwankungen die den Eindruck erwecken, dass zwischen HD Sound (LPCM) und Dolby Digital hin und her wechselt, trüben den Spaß. Aufgrund dessen kommt es zu Abfällen in der Dialogwiedergabe, auch in der Dynamik, die Klarheit und die Präzision leiden in diesen Szenen ebenfalls.

Abgesehen von diesen Momenten unterscheidet sich der Sound bei Zatoichi The Fugitive nicht von seinen Vorgängern. Die meiste Zeit über ist die Dialogwiedergabe gut, die Präzision ist solide, die Balance und Filmmusikwiedergabe gehen durchaus in Ordnung und es herrscht eine gelungene Dynamik. Allerdings kommt es auch hier hin und wieder zu leichten Übersteuerungen in den mittleren Höhen.


Extras (3 P):
Bei der Kritik der Extras dieser edlen Sammlerbox, bewerte ich die gesamten Extras aller 25 Filme. Neben einer wunderschönen Aufmachung und 25 neuen Design von 25 verschiedenen Künstlern zu den jeweiligen Teilen, bietet die Box ein vollfarbiges, 100-seitiges Hardcover-Buch mit eben jenen neuen Illustrationen, einem Essay von Geoffrey O'Brien, weiteren interessanten Hintergrundinformationen und der original Kurzgeschichte von Kan Shimozawa. Dieses Buch ist in der Tat eine Augenweide und das beste „Booklet“ welches ich je bestaunen durfte.

Des Weiteren gibt es zwei Videointerviews. Eins mit dem Regisseur John Nathan, welcher über seine Treffen, bzw. Begegnungen mit 1997 verstorbenen Zatoichi Darsteller Shintaro Katsu berichtet (ca. 20 Minuten) und eins mit Asian Film Experte Tony Rayns (ca. 30 Minuten). Darüber hinaus befindet sich auch noch eine ca. einstündige Dokumentation über Shintaro Katsu und dessen Kunst aus den 70er Jahren auf der Extra-BD. Neben diesen drei Videofeatures findet man auch noch alle Trailer, aller hier vertretenen Zatoichi Filme auf HD.

Wenn man die Gesamtanzahl der Specialfeatures nun auf jeden Film runter brechen würde, könnte man wohl keine allzu hohe Wertung geben; man würde der Sammlerbox aber leider nicht gerecht werden. Und so entscheide ich mich für den goldenen, etwas geschönten, aber dennoch fairen Mittelweg und vergebe 3 Punkte.

Fazit: Mehr für´s Auge, als für´s Hirn.


 
4,0 von 5 - Story
4,0 von 5 - Bild 
3,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras

74% Gesamtwertung

70% technische Umsetzung

Player:
Panasonic DMP-BD 605

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Zatoichi: The Blind Swordsman – Zatoichi The Fugitive – US-Import aus der Criterion Collection

Montag, 3. März 2014

Metropolis – 3 Disc Edition (Blu Ray)




Story/Film (5 P):
Vor einiger Zeit habe ich dieses Meisterwerk bereits auf der englischen Blu Ray gesichtet und folgende Zeilen stammen von eben jenem Review:

„Ich bin begeistert! Metropolis in der restaurierten 150 Minuten-Fassung ist ein einzigartiges Meisterwerk und vielleicht DER Meilenstein der Filmgeschichte, der alle anderen Kult-Klassiker etwas blass erscheinen lässt. Metropolis hat ein solch hohes Ansehen zu 100% verdient, und das nicht nur weil er mittlerweile über 85 Jahre alt ist, sondern weil er schlicht und einfach eine Komplexität und Kreativität an den Tag legt, wie man sie wohl in keinem anderen Film findet.

Die Mutter aller Science-Fiction-Filme behandelt nicht nur Themen, wie die Entpersonifizierung der Menschen in einer Zweiklassengesellschaft, das Fleischwerden der Maschinen und deren Einfluss auf die Gesellschaft, sowie unsere Abhängigkeit von eben jener Technik, sondern zeigt auch auf sehr kritische Art und Weise den Einfluss von Demagogen und falschen Predigern auf die Masse auf, portraitiert Dekadenz und alle biblischen Todsünden und beweist auf sehr eindrucksvolle Art, dass der Eine nicht ohne seinen Nächsten kann, dass auch eine Zweiklassengesellschaft von einander abhängig ist und das diktatorisches (und auch extrem kapitalistisches) Denken dem Menschsein weichen sollte/muss, da es ansonsten zur Revolution kommt, wie es uns die Geschichte mehrfach bereits bewiesen hat.

All dies ist nur ein Teil der vielschichtigen Komplexität. Wenn man tiefer abtauchen möchte ist auch dies machbar. Einige Szenen und Stilmittel lassen viel Interpretationsspielraum und liefern wunderschöne Denkanstöße und philosophische Grundgedanken.
Verpackt wurde all dies in ein atemberaubendes Art-Deco-Design und pompöser, klassischer Musik.



Es ist nun wirklich nicht weiter verwunderlich, dass unzählige Regisseure in ihren Klassikern diesem Meisterwerk huldigen. Sei es H.A.L aus 2001, der namentlich an den Roboter Hel angelehnt ist, Robocop und C-3PO, die ein ähnliches Design besitzen, ein Großteil der Ideologie von Matrix oder aber der Terminator, sowie das Ende von Terminator 1, wie sich dieser von seiner menschlichen Hülle loslöst und sein wahres Gesicht zeigt. Es war alles schon einmal da – vereint in diesem zeitlosen Kult-Klassiker.“

P.S. Nach erneuter Sichtung muss ich Metropolis in die Liste meiner „All Time Favorites“ aufnehmen. Dieser Film wird bei jeder Sichtung einfach immer besser.

Bild (4 P):
Das Bild der deutschen Ausgabe ist dem der englischen Blu Ray leicht, aber dennoch deutlich überlegen. Die englischen BDs von Eureka tendieren meines Erachtens oft dazu, dezent zu hell zu seien. Soll heissen minimal/leicht in hellen Bildbereichen zu leuchten, somit einen etwas schwächeren Kontrast zu besitzen und auch minimal Details in eben jenen hellen Bereichen zu vernichten; zu mindestens wenn man sie mit den amerikanischen Criterion Ausgaben selbiger Filme oder im Falle von Metropolis mit der deutschen Ausgabe vergleicht.

Vorab sei noch gesagt, dass die Erstauflage dieser eigentlich superben 3-Disc-Edition fehlerhaft war und aufgrund falscher Framerate stark geruckelt haben soll und asynchron gelaufen ist, bzw. seien soll.
Ich habe meine Ausgabe Ende 2013 bei amazon.de bestellt und diese läuft einwandfrei. Die korrigierte, fehlerfreie Neuauflage ist an folgenden Seriennummern zu erkennen, welche auf den Innenring der Blu Ray Unterseite gestanzt, gelasert, geschrieben sind:  A0101884318-A911 1000 & A0101884318-B911 1000



Zum Bild lässt sich folgendes sagen. Es sieht bis auf die verloren geglaubten und neu intergrierten Szenen gut bis sehr gut aus und würde 4,5 Punkte bekommen. Der Schärfegrad und die Detailzeichnung sind bis auf in wenigen Ausnahmefällen ausgezeichnet, Fokusfehler treten auf, halten sich aber in Grenzen, Feindetails kommen besonders in Nahaufnahmen sehr gut zur Geltung, aber auch Einstellungen aus der Halbdistanz oder Ferne sehen oft ausgezeichnet aus. Man sollte jedoch, wenn man noch nicht viele Filme aus dieser Zeit gesehen hat, seine Erwartungen in Bezug auf o.g. Dinge etwas (!) drosseln. Unter Berücksichtigung des Alters, muss man aber in solch hohen Tönen reden.

Der Schwarzwert ist kräftig, hervorragend differenziert, es herrscht ein toller Kontrast und eine sehr schöne Durchzeichnung. Das natürliche Filmkorn verhält sich ruhig und drängt sich nur selten leicht in den Vordergrund. Das Bild wirkt stabil und sauber und wurde unter viel mühseliger Kleinarbeit von Verschmutzungen und Beschädigungen befreit. Dennoch können hin und wieder entsprechende Ausbesserungen und kleine Schmutzpartikel ausgemacht werden.



Die wiederentdeckten, verschollenen Szenen wurden basierend auf einer sehr räudigen 16mm-Sicherheitskopie des originalen 35mm Nitratnegativs erstellt und ebenfalls sehr aufwendig restauriert. Qualitativ fallen sie jedoch deutlich ab und liegen aufgrund des 16mm Ausgangsmaterials auch nur in einem anderen, kleineren "Bildverhältnis" vor. Die Szenen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Teil extrem viele vertikale Beschädigungen aufweisen und in allen Teilaspekten (Schärfe, Detail, Durchzeichnung, Stabilität, etc.) abfallen und stellenweise auch deutlich flackern. Aber so ist es nun mal, man kann nichts dran ändern und sollte einfach froh seien, dass die Szenen wiederentdeckt, mühsam restauriert und eingefügt wurden.

Testtafeln liegen in Deutsch vor und weiterhin nicht vorhandene Szenen werden per schriftlicher Einblendung beschrieben.

Bildvergleiche findet ihr hier.

Sound (Musik MA-Audio) (5 P):
Der 5.1-Mix ist anbetungswürdig. Wenn der Sound eine Frau wäre, ich würde sie heiraten. Wenn der Sound eine Mahlzeit wäre, ich würde sie mir auf der Zunge zergehen lassen. Wenn der Sound eine Urlaubreise wäre, ich würde das Rückflugticket zerreißen. Wenn der Sound ein Sechser im Lotto wäre, würde die Zusatzzahl auch stimmen. Wenn der Sound…



Extras (4,5 P):
Auf insgesamt zwei zusätzlichen BDs findet der Filmfan einige interessante Extras. Als da wären folgende Videofeatures:

Metropolis: Die Restaurierung eines Filmklassikers (ca. 28 Min.)
Metropolis: Refound (ca. 47 Min.)
Die Reise nach Metropolis (ca. 53 Min.)

Des Weiteren gibt es eine Fotogalerie und Produktionsskizzen, sowie diverse kleine, kürzere Features u.a. zur Tricktechnik, sowie ein 32-seitiges Booklet.


5,0 von 5 - Story   
4,0 von 5 - Bild 
5,0 von 5 - Sound
4,5 von 5 - Extras

93% Gesamtwertung

89% technische Umsetzung 

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Metropolis – 3 Disc Edition