Sonntag, 5. Mai 2013

I Spit On Your Grave – NL-Import (Blu Ray)



I Spit On Your Grave – NL-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Story/Film (0 P):
Wow… einfach nur Scheisse dieser Film.
Nicht nur, dass er schlichtweg verachtenswert ist, keine Story hat, ausschließlich Rape ´n´ Revenge in seiner pursten und dümmsten Form praktiziert und sich dabei auch noch toll vorkommt, ist der Rest noch so chlichébehaftet und vorhersehbar, dass man sich als Publikum direkt mitvergewaltigt fühlt.

Drei asoziale Hillbillies von der Dorftanke, ein geistig Behinderter, der so schlecht dargestellt wird, dass es einer Parodie gleichkommt und ein Sheriff, der selbstverständlich noch asozialer, als alle anderen zusammen ist, machen sich einen netten Mittag, in dem sie die arme Protagonistin mehrmals im Wald vergewaltigen, dabei ein Familienvideo drehen und es sich mal so richtig gut gehen lassen – der typische Wochenendspaß im amerikanischen Outback.
Irgendwann entkommt die arme Seele, da auch niemand wirklich auf sie aufpasst (sie spaziert sozusagen davon) und nimmt kurz darauf ausufernde Rache gegen die ihre Peinigung, wie ein fürsorglicher Aufenthalt im nächsten Kurort erscheint. Davor darf man den fünf Freunden und durch und durch liebenswerten und sympathischen Charakteren aber noch eine halbe Ewigkeit zuschauen, wie sie sinnentleerte Dinge tun.

Storytelling in seiner exquisitesten Form, Spannung der Superlative, oscarreife Schauspielleistungen, fantastisches Pacing, tiefgründige Dialoge, sehr gute Charakterzeichnung und –entwicklung, pädagogischer Mehrwert, eine mitreißende und interessante Geschichte mit tollen, glaubwürdigen Figuren, gute Unterhaltung und und und… von all diesen Dingen hat der Film noch nichts gehört, distanziert sich aber dennoch aufs äußerste davon und hinterlässt das Bild eines wütenden Kleinkindes, das ohne Unterlass brüllt „Ich will aber, Ich will aber, Ich will aber, Ich will aber,… böse sein!“ und das eines besoffenen, pubertierenden Teenagers, der "ihn" doch einfach nur mal irgendwo reinstecken möchte.

P.S. I Spit On Your Movie!

P.P.S. Wer sich einen soliden bis guten Film in dieser Richtung anschauen möchte, soll doch einfach zu "The Last House On The Left" oder "Storm Warning" greifen.

Bild (4,5 P):
So minderbemittelt der Film auch sein mag, so gut sieht das Bild aus. Außer einem nicht ganz optimalen Schwarzwert, der in dunklen Szenen etwas zu stark ausgeprägt ist, lässt sich kaum etwas bemängeln. Die Schärfe ist meistens sehr gut, die wenigen Fokusfehler fallen nicht weiter ins Gewicht, es werden feinste Details sichtbar, die Farben sind unterkühlt, aber stabil und es herrscht ein leichtes, natürliches Rauschen im Hintergrund.

Sound (Engl. MA-Audio) (2 P):
Der Sound des 5.1-Mixes hingegen ist unterdurchschnittlich.
Die Balance lässt sehr zu wünschen übrig und reisst den gesamten Sound mit sich ins Verderben. Die Dialogwiedergabe ist deutlich zu leise, dazu noch auffallend unpräzise, sehr schwer verständlich und tendiert sogar ein paar wenige Male leicht zu übersteuern. Um es dem Betrachter aber noch etwas schwieriger zu machen irgendetwas zu verstehen, werden die rückwärtigen Kanäle öfters zu laut angesteuert.

Extras (0 P):
Keine. 


0,0 von 5 - Story 
4,5 von 5 - Bild 
2,0 von 5 - Sound
0,0 von 5 - Extras

35% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: I Spit On Your Grave – NL-Import (unrated)


Samstag, 4. Mai 2013

Max Manus – Man Of War (Blu Ray)




Story/Film (4,5 P):
So soll ein Weltkriegsdrama aussehen - es ist KEIN Kriegsfilm, der auf Schlachten abzielt !!!
Bei „Max Manus“ handelt es sich um ein Bio-Pic-Drama über den gleichnamigen, norwegischen Nationalhelden, der während der Besatzung seines Heimatlandes durch die Nazis zum Untergrundkämpfer und Saboteur avenzierte.
Bis auf ein, zwei Szenen, die etwas dramaturgisch aufgepeppt wurden und so wahrscheinlich nicht von Statten gegangen sind, passt bei diesem hervorragenden Film alles.
Die Schauspieler und deren Figuren sind fantastisch, die Story ist spannend und emotional, die Machart und Schauplätze sind hochwertig, die portraitierten Personen und deren Entwicklung interessant und authentisch, die musikalisch Aufbereitung dezent minimalistisch, aber gut gelungen und 2 Stunden vergehen, wie nichts.

P.S. Wer wie viele andere Rezensenten im Internet der Meinung ist, Tarantino´s Inglorious Basterds und Christoph Waltz´s Performance in der Rolle des Col. Hans Landa, als Gegenbeispiel zu bringen, wie ein Film über eine Untergrundbewegung während des Zweiten Weltkriegs und deren Gegenspieler auszusehen hat, ist nicht mehr zu helfen oder ernst zu nehmen – außerdem ist „Max Manus“ aus dem Jahre 2008 und Inglorious Basterds von 2009 (so viel nur am Rande).
Auch zeugt es von ungeheurer Dummheit, es einerseits als positiv zu empfinden, dass Max Manus nicht ausschließlich auf reißerische Effekte abzielt, im Gegenzug aber zu erwähnen/zu behaupten, dass das Gezeigte seit Saving Private Ryan´s Eröffnungssequenz allerhöchstens mit einem Schulterzucken quittiert werden kann.
Versteht mich nicht falsch. Ich mag Saving Private Ryan und Inglorious Basterds, aber „Max Manus“ ist ein völlig anderes Genre und hat mit diesen Filmen so viel zu tun, wie Herr Der Ringe mit A Million Dollar Baby. Am ehesten und etwas einfach ausgedrückt, kann „Max Manus“ als norwegische Antwort auf Black Book verstanden werden.

Bild (4,5 P):
Aufgerundete 4,5 Punkte.
Sehr stabiles Bild, das besonders durch seine gute bis sehr gute Schärfe und Detailzeichnung und schöne Farbgebung überzeugen kann und einen natürlichen, filmischen Look mit leichtem, hintergründigem Filmkorn aufweist. Die Tiefenwirkung ist solide und es treten sehr oft referenzwürdige Einstellungen auf.
Jedoch kommt  es auch mal vor, dass in ein paar dunklen Szenen das Hintergrundrauschen leicht in den Vordergrund drängt, etwas stört und Details auffrisst. Diese Momente sind aber nie von langer Dauer. Ein weiterer Punkt, der genannt werden muss ist die Tatsache, dass während ein paar dunklen Szenen der Schwarzwert nicht optimal erscheint und sich ein gräuliches Rauschen bemerkbar macht. Dies sieht zwar nicht schön aus, taucht aber dafür keine großflächigen Bildbereiche ins Unerkennbare. Aber auch diese Einstellungen halten nicht lange an.


Sound (Nor./Engl./Deut. MA-Audio) (4,5 P):
Sehr feiner, präziser und klarer 5.1-Mix mit sehr guter Dialogwiedergabe, ausgewogener Balance und starken, aber nicht übermäßig ausgenutzten Surroundeffekten und kräftigen Basseinlagen.  Die Rückblenden zu Max Manus´ Frontkämpfen warten mit einer knackigen Kriegsszenrie und einem brachialen Bass auf und sind die Highlights des Soundmixes. Ansonsten geben die rückwärtigen Kanäle eher subtile Umgebungsgeräusche wieder und verhelfen der etwas selten verwendeten Filmmusik zu mehr Volumen.

Es gibt deutsche Untertitel, die die norwegischen und englischen Dialoge begleiten; nicht die deutschsprachigen.

Extras (4 P):
Audiokommentar, zwei Dokumentationen über Max Manus und den Film mit einer Lauflänge von ca. 2 Stunden, eine Podiumsdiskussion mit dem damals noch lebenden Volkshelden mit Gunnar Sonsteby, ein Grußwort von Tikken Manus (Ehefrau von Max Manus), entfallene Szenen und ein Special zu den visuellen Effekten.



4,5 von 5 - Story 
4,5 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
4,0 von 5 - Extras

88% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Max Manus – Man Of War


Die Hüter Des Lichts (Blu Ray)


Story/Film (4,5 P):
Nichtsahnend und lediglich mit dem Verlangen nach einem Animationsfilms, ging ich in die Videothek und nahm mir diesen Dreamworks-Streifen mit. Viel erwartet habe ich ehrlich gesagt wenig, sieht das Cover doch sehr kindisch und überladen aus…
Rise Of The Guardians ist ein Paradebeispiel dafür, dass man auch eine Blu Ray nicht immer nach dem Einband bewerten sollte – so viel steht fest.

Was macht diesen Film so gut, mag sich der Leser nun fragen? Meiner Meinung nach fast alles.
Rise Of The Guardians ist fantastisch kreativ, kunterbunt, zugleich aber auch düster und etwas melancholisch, bietet unzählige und einfallsreiche Ideen, die sich im Design oder anderer Stelle (oft nur in Kleinigkeiten) niederschlagen ohne dabei überladen zu wirken. Und das ist eine wahre Kunst, wenn man bedenkt, dass der Osterhase, der Weihnachtsmann, die Zahnfee, das Sandmännchen und Väterchen Frost zusammen, unter der Direktion des Mann Im Mondes gegen den Butzemann/Schwarzen Mann antreten.
Wie alle Geschichten, ist auch die von Die Hüter Des Lichts nichts Neues. Die Erzählweise, das Design, die kleinen Witze, die Emotionen und vorallem das Zusammenspiel all dieser unterschiedlichen Figuren und Charaktere mit ihren Macken und Eigenschaften, ist aber schlichtweg genial umgesetzt und lässt keine Langeweile aufkommen.

Rise Of The Guardians ist eine verdammt runde Sache, erstklassige Unterhaltung für Groß und Klein und ein Muss für alle Animationsfilmfans - das hätte ich so niemals erwartet!

Bild (5 P):
Eine Augenweide und frei von Makel. Mit das Beste was im Animationssektor, der generell so gut wie nur Referenzmaterial abwirft, zu finden ist. Selten habe ich ein plastischeres 2D Bild gesehen, als es hier vorliegt.
Alles andere passt selbstverständlich auch. Kräftige Farben, ein perfekter Schwarzwert, sehr feine Details, super Schärfe,…

Sound (Engl. True HD) (5 P):
Der englische O-Ton liegt in 7.1 vor und ist ebenfalls mit das Beste was ich in letzter Zeit gehört habe. Die Balance ist perfekt, die Dialogwiedergabe extrem präzise und super abgemischt und die Ausnutzung aller Kanäle einfach nur genial. Hier eine bestimmt Szene herauszupicken ist unmöglich. Es passiert ständig etwas. Seien es Umgebungsgeräusche mit einer innovativen Verteilung (die Stereoseparation ist eine Ohrenweide), die Stimme des Boogeyman´s, die öfters 360-Grad-Runden macht, Abermillionen Sandkörner, die alle zuhören sind, links und rechts vorbeizischende Gegenstände und Kreaturen, die fabelhafte, raumfüllende Filmmusik oder der knackige Bass… der Sound ist genial!

Extras (3 P):
Durchschnittliche Anzahl an Videofeatures in HD, Audiokommentar und zwei Spiele.



4,5 von 5 - Story 
5,0 von 5 - Bild 
5,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras

92% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Die Hüter Des Lichts (2D)


Texas Chainsaw Massacre (2013) (Film)


 
Story/Film (0 P):
Wenn ich mir selbst auf den Blog kacken könnte, um meiner Meinung über diesen Film stärkeren Ausdruck zu verleihen, ich würde es tun. Worte können diesen Dreck kaum beschreiben.
Man nehme alle nur erdenklichen Kraftausdrücke, farbenfrohe Wortfindungen aller von mir jemals verfassten Reviews zu unterdurchschnittlichen Filmen, verwurste sie in einen (!) Satz und evtl. kommt diese literarische Kreation des Grauens dann an das heran, was der neueste TCM dem Zuschauer aufbürdet.
Der “Resident Evil: Retribution” unter den Texas Chainsaw Massacre Filmen… das trifft´s noch am ehesten.

Fazit: Nicht kaufen, nicht mal ausleihen, nicht einmal downloaden, nicht anschauen, nicht weiter drüber sprechen, sondern meiden wie die Pest... vielleicht verschwindet er dann wieder in der Versenkung, aus der er gekrochen kam... und nimmt Resident Evil: Retribution auch gleich mit...

Freitag, 3. Mai 2013

Unsere Mütter, Unsere Väter (Blu Ray)



Story/Film (1,5 P):
Eine mittlere Katastrophe hat sich das ZDF hier zusammenproduziert und versucht dies krampfhaft mit tollen Kostümen, authentischen Schauplätzen und guten Schauspielern zu kaschieren – mehr hat diese TV-Produktion nämlich nicht zu bieten.
Wo soll ich bloß anfangen???
Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass „Unsere Mütter, Unsere Väter“ vor 15-20 Jahren durchaus einfallsreich und eigenständig erschienen wäre. Heutzutage und vorallen unter Kennern des Genres, jedoch uneigenständig, einfallslos und vollkommen vorhersehbar daher gewankt kommt und ausschließlich auf peinliches und aufgesetztes Melodrama abzielt.

Die Serie bedient sich bei all ihren Vorbildern, verwurschelt irgendwie und verquert Paul Verhoeven´s Black Book, schneidet sich eine große Scheibe „Joyeux Noel“ ab, wirft etwas „Schindler´s Liste“ in den Mix, greift blindlinks in den „Band Of Brothers“-Topf, baut noch etwas „Defiance“ und "Brotherhood" ein, vergisst dabei aber wirkliche Greueltaten zu zeigen und portraitiert ausschließlich die SS als Unmenschen - alle anderen scheinen eigentlich ganz umgänglich und nett gewesen zu sein.
Glaubwürdige Charaktere zu schaffen gelingt der Serie auch nicht und authentische Schlachten bleiben aufgrund mangelnder finanzieller Resourcen ebenfalls außen vor. Es entsteht der Eindruck, dass Deutschland mit zwei Dutzend Mann den Krieg um Kursk, Moskau und Umgebung auf einer Fläche von 3 Fußballfeldern und einem Waldstück hinter der Scheune des nächstbesten Bauern bestritten hat.
Mehr als einmal laufen sich unsere unterschiedlichen Hauptfiguren an den unmöglichsten Stellen über den Weg, nur damit etwas aufgesetztes Drama und peinliche Charakterzeichnung vorangetrieben werden kann.
Als sei dies nicht schon schlimm genug, zeigt die Serie den angeblichen Tod mehrer ihrer Protagonisten, nur um einen Augenblick später diese, wie durch ein Wunder überleben zu lassen. Einmal kann man so etwas aus dramaturgischen Gründen einbauen. Beim zweiten Mal wirkt es aufgesetzt, beim dritten Mal nur noch peinlich und zeigt dem Zuschauer, dass keine Person wirklich in Gefahr schwebt und allerhöchstens kurz vor Abschluss der Serie ernsthaft in Bedrängnis kommen könnte. Das Ende ist dann auch genauso, wie man es erwartet und innerhalb der ersten 10 Minuten auch angedeutet wird – was für eine Überraschung…

„Unsere Mütter, Unsere Väter“ wirkt wie ein überlanges, melodramatisches, an allen Ecken und Enden zusammengeklautes, einfallsloses, blutarmes Weltkriegs-Abenteuer, das schön verpackt und mit guten Schauspielern versucht zu begeistern, sich aber mehr als nur einmal offensichtlich selbst in Fuß schießt und über alle Maßen unglaubwürdig und spannungsarm ist. 

P.S. Der erste der drei Teile ist noch ganz gut, danach geht es spürbar bergab und die letzten 90 Minuten sind an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.

Fazit: Das nächste Mal bitte das öffentliche Geld in die Bildung investieren. Danke!

Bild (1080i) (4,5 P):
Trotz einer veralteten 1080i Auflösung muss man das Bild als sehr gut und fast referenzwürdig bezeichnen. Lediglich der Schwarzwert ist nicht ganz optimal und verschluckt hin und wieder ein paar wenige, feine Details. Ansonsten ist die Qualität fantastisch und die weichere Durchzeichnung, die meistens bei 1080i Auflösung vorkommt, kann hier nicht bestätigt werden. Das Bild ist knackscharf, hat eine starke, aber bearbeitete Farbgebung (mal kühl, mal warm) und einen super Kontrast und somit eine gute Tiefenwirkung.

Sound (Deutsch Dolby Digital) (1,5 P):
Peinliche Soundgestaltung – mehr fällt mir eigentlich nicht dazu ein. Welcher Vollidiot produziert denn eine technisch hochwertige „Kriegs“-Serie und verpasst dem Ganzen dann einen Dolby Digital Sound?
Da der 5.1-Mix aber wenigstens eine sehr gute Dialogwiedergabe, etwas Räumlichkeit und Surroundeffekte hat, bekommt dieser hier noch 1,5 Gnadenpunkte.

Besonders in den wenigen Schlachtsequenzen zeigt sich das erbärmliche Unvermögen dieses Soundes. Kein Druck, kein Wumms, kaum Präzision, ein angedeuteter Bass und null Stimmung. Explosionen können lediglich visuell als solche erkannt werden, akustisch besteht kaum ein Unterschied zu Gewehrschüssen – dramaturgisch etwas übertrieben ausgedrückt.
Ein ansprechendes Klangfeld wird meistens nicht erreicht, der Sound kann sich zu keiner Zeit entfalten, ein raumfüllendes und abwechselungsreiches Klangspektrum ist abwesend – der Mix bietet keinerlei Höhepunkte.

Extras (1,5 P):
Eine 45-minütige Making Of Dokumentation und ein Audiokommentar, den keinen interessiert.



1,5 von 5 - Story 
4,5 von 5 - Bild 
1,5 von 5 - Sound
1,5 von 5 - Extras

48% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Unsere Mütter, Unsere Väter


Maniac (Remake) (Blu Ray)



Story/Film (2,5 P):
Was soll man sagen?
Ja! Er ist wirklich brutal.
Ja! Die Effekte sind sehr gut.
Ja! Die Machart ist interessant.
Ja! Die Stimmung ist beklemmend.
Ja! Der Film ist hin und wieder abstoßend.
Ja! Die Schauspieler machen eine gute Figur.
Und Ja! Auch die musikalische Untermalung ist gekonnt.
Aber ist es ein guter Film? Nein. Aber es ist auch kein schlechter Film.

Das größte Problem ist die etwas naive Herangehensweise an den Frauen-Killer Frank. Ausgeprägter, standardisierter Ödipuskomplex, der seinen Ursprung in der Kindheit hat und gleichzeitig ein starker Hass auf Frauen, da Frank´s Mutter in dessen Kindheit extrem rumgehurt hat. So treibt Frank nun als schizophrener Massenmörder abends sein Unwesen und geht auf Brautfang und macht Jagd auf das Haupthaar seiner Auserkorenen, um dieses seiner privaten Sammlung an Schaufensterpuppen überzuziehen. Kaum läuft Frank eine holde Weiblichkeit mit einem Faible für Mannequins über den Weg, verknallt er sich Hals über Kopf, sein Alterego lässt ihm jedoch keine Ruhe und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Ausschließlich in der Ich-Perspektive gedreht befasst sich der Film zunächst mit Frank´s Nachtaktivitäten und hat außer Blut und Titten kaum etwas zu bieten. Die Charakterstudie eines oben näher beschriebenen Killers fällt wie bereits gesagt eher mau und flach aus. Dahingehend ist der Film weniger intelligent (fast schon dumm), als er es gerne wäre. Schnell entsteht der Eindruck, dass Maniac 90 Minuten lang, außer Perversion rein garnichts vorzuzeigen hat – und im Grunde genommen steckt auch nicht viel mehr drin.
Zum Glück jedoch, wird Frank nicht ausnahmslos als Schwein portraitiert, sondern seine innere Zerissenheit kommt zur Geltung. Und auch wenn der Zuschauer logischer Weise kein Mitgefühl mit Elijah Woods Figur zeigt, so ist er zumindestens soweit am Geschehen interessiert herauszufinden, ob Frank sein „Laster“ besiegen kann und wie die Geschichte weitergeht. Ganz ohne Bezugsperson bleibt der Betrachter aber nicht – so etwas wäre ein klarer Todesstoß für jeden Film. Die ahnungslose Angebetete rückt mit dem weiteren Verlauf des Films immer mehr in den Vordergrund, das Publikum steht nicht mehr allein auf weiter Flur und kann sich während des soliden Showdowns emotional am Geschehen beteiligen und dezent mitfiebern.

Maniac im Original, Maniac als Remake… Im Endeffekt geben sich beide Filme nicht viel. Das Remake ist in meinen Augen jedoch etwas besser, da die gesamte kameratechnische Machart und die musikalische Untermalung interessanter, als die des Originals ist.

Bild (4 P):
Gutes HD-Bild mit nur wenig Schwächen. Der komplett digital gedrehte Film sieht weniger nach Plastik aus, als man es von vielen neueren Filmen gewohnt ist. Wirklich filmisch ist er aber auch nicht.
Die Farben sind kräftig, der Schärfegrad in Nahaufnahmen sehr gut, der Schwarzwert ist jedoch etwas schwankhaft und sorgt hin und wieder für ein verrauschtes Grau, welches allerdings schnell wieder verschwindet. Die Feindetailzeichnung ist sehr gut, auch in den zahlreichen dunklen Szenen fällt diese nicht nennenswert ab und hält ein zumindest gutes Niveau. Aufgrund eines leichten Hintergrundrauschens und einer Kamera, die ständig in Bewegung ist, tritt nur selten eine spürbare und gute Tiefenwirkung auf.

Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
Beim Sound wurde ganze Arbeit geleistet. Die Dialoge kommen authentisch und kräftig über den Center, hin und wieder aufgrund von Passanten oder Gesprächspartnern auch über die linke oder rechte, hintere Seite. Die besondere Stärke des Mixes ist die stimmungsvolle, musikalische Begleitung. Sehr fein und raumfüllend und perfekt ausbalanciert begleitet diese das Geschehen und ist ab und zu in der Lage in extrem dichte Sphären abzudriften.
Umgebungsgeräusche halten sich bis auf ein paar Ausnahmen bedeckt, fungieren eher auf subtiler Ebene, verfehlen ihre Wirkung aber zu keiner Zeit.

Extras (1,5 P):
10-minütiges Making Of, Interviews mit einer Gesamtlauflänge von ca. 20 Minuten und Trailer.


2,5 von 5 - Story 
4,0 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
1,5 von 5 - Extras

65% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Maniac Remake - ungeschnitten