Donnerstag, 11. Juli 2013

Abwesenheitsnotiz (Post)



Ich bin dann mal weg!

Komme aber wieder!

Bis einschließlich Sonntag (14.07.2013) werden wohl keine neuen Posts eingestellt. Mr. Stone muss auf eine Hochzeit (nicht seine eigene) und diese ist nicht gerade um die Ecke.

Schaut Euch aber gerne um, schreibt nette oder hasserfüllte Kommentare.
Ich werde mich kommende Woche drum kümmern und auch wieder Reviews posten.
 

...so möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen.


Ich werde ausnahmsweise mal die Klappe halten! Denn in diesem Fall gibt´s garnicht´s zu beanstanden!

Filth (Hoffnungsträger)



Anschauen, ablachen, abfeiern, Spaß haben.

Wenn der Film nur halb so viel hält, wie der Trailer verspricht, wird´s immer noch ein guter Streifen!

Link zu IMDB
http://www.imdb.com/title/tt1450321/?ref_=sr_1

Link zum Trailer (1080p)
http://wegotthiscovered.com/movies/watch-james-mcavoy-red-band-trailer-filth/

Mittwoch, 10. Juli 2013

Fear And Loathing In Las Vegas (Director´s Cut) – US-Import – Criterion Collection (Blu Ray)



Fear And Loathing In Las Vegas (Director´s Cut) – US-Import ohne. dt. Ton – Criterion Collection (Blu Ray)

Region A Blu Ray - läuft nicht auf deutschen BD-Playern !!

Story/Film (5 P):
DER Drogentrip-Film. Die Mutter ALLER Drogentrip-Filme. Unschlagbar, oft kopiert, nie erreicht und auf ewige Zeiten ein Kult-Klassiker.
Wilde Kameraarbeit mit Zooms, extremen Close-Ups, Schräglage, wechselnde Beleuchtung und alle nur erdenklichen Farben und Muster, fantastischer Soundtrack, abgedrehte Kostüme, Masken und Effekte, kahlköpfiger Johnny Deep mit Dauergrimasse, dickbäuchiger, öfters zappelnder Benicio Del Toro, Kurzauftritte von diversen Stars und Sternchen, Dialoge zum Brüllen, auswendig Lernen und Zitieren mit absolutem Kultcharakter, blinkende Billboards, Las Vegas, verwüstete Hotelzimmer jenseits von Gut und Böse, Filmrisse, die Hangover armseelig dastehen lassen, Cabrios, Orangen, Affen, Reptilenzoo, Karussels, ein Motorradrennen, Gary Busy und Ahab.

Bild (4 P):
Criterion hat allem Anschein nach auf dasselbe Master zurückgegriffen, wie es Universal für sein Release auch getan hat. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Criterion Version von Terry Gilliam abgesegnet wurde und leicht besser ist, als die der „regulär“ erhältlichen Ausgabe. 
Seiner Zeit von mir bewertet und auch als gut (4 P) empfunden, muss ich nun (etwas später) eingestehen, dass die Universal Blu Ray vielleicht eher „aufgerundete 4 Punkte“ verdient und die Criterion Blu Ray knapp an den „aufgerundeten 4,5 Punkten“vorbeirauscht. Der qualitative Unterschied ist sichtbar, aber im Gesamten nicht allzu gravierend.
Die Verschmutzungen, die vorallem während der ersten Minuten bei Universal auftreten sind bei der Criterion VÖ nicht mehr vorhanden. Generell ist das Bild dahingehend sehr schön aufbereitet. Die Abfälle in der Qualität treten bei dieser Blu Ray Ausgabe zwar immer noch an denselben Stellen auf, sind allerdings etwas (!) schwächer ausgeprägt und fallen weniger stark ab. Edge Enhancement wurde auch hier in einem leichten und vollkommen vertretbaren Maße verwendet und die Farben sind auch bei der Criterion Ausgabe hin und wieder etwas rotstichig; vielleicht etwas orangestichig anstelle von rotstichig, aber seien wir mal ehrlich… wer´s nicht mag, den wird das eine, wie das andere leicht stören.

So viel zu den Unterschieden.
Das Bild der Criterion Blu Ray bietet neben o.g. Dingen eine meistens gute Schärfe und Detailzeichnung, ab und zu gibt es ungeschöntes Referenzmaterial zu Gesicht, die Farben sind kräftig und trotz des leichten Orangestiches schön differenziert, der Schwarzwert ist fast durchgehend sehr gut, nicht immer optimal (kann etwas Details fressen) und es herrscht ein natürliches Filmkorn. Effektshots und Kranaufnahmen können dezent bis auffallend in ihrer Gesamtqualität abfallen, sind allerdings nie von langer Dauer.
Fokusfehler treten nur sehr, sehr selten auf und sind somit kaum von Belang.

Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
Aufgerundete 4 Punkte.
Beim Sound macht die Criterion BD im Vergleich mit der Universal BD einen etwas besseren Eindruck, obwohl auch hier deutlich Platz nach oben gewesen wäre.
Criterion bietet einen 2.0 und einen 5.1 Mix an. Ich habe mich für den 5.1-Mix entschieden. Zunächst einmal fällt auf, dass der 5.1-Track von Criterion eine deutlich stabilere Dialogwiedergabe, als die Universal BD bietet; das ist viel wert. Jedoch erscheint dieser Track etwas frontlastiger, als die reguläre Ausgabe von Universal und erweckt ebenfalls den Eindruck etwas schwächer auf der Brust zu sein und spielt nicht so stark, so dynamisch und zum Teil raumfüllend auf, wie es der DTS-HD HR Sound tut. Jedoch ist dieser öfters leicht übers Ziel hinaus geschossen und die Balance war nicht immer gut ausgewogen. Dahingehend hat der Criterion Mix eindeutig die Nase vorn.

Im Gesamten bietet Fear And Loathing In Las Vegas nicht viele Surroundeffekte, dafür jedoch hin und wieder eine tolle Stereoseparation, stabile Dialolge, eine feine Musikwiedergabe, etwas begleitenden Bass und ist gut ausbalanciert.

Extras (5 P):
Wenn man Fan des Films ist, will man Extras haben. Und die bekommt man zu Genüge, dank Criterion! Wer bis hierhin noch dachte, dass es kaum einen Grund gäbe die teurere Luxus-Variante zu erwerben, wird spätestens bei der Anzahl und der Qualität der Extras seine Meinung ändern.

Es gibt drei (!) Audiokommentare. Einmal mit Terry Gilliam, einmal mit Johnny Depp, Benicio Del Toro and Produzentin Laila Nabulsi und einmal mit Author Hunter S. Thompson höchstpersönlich, sowie seiner Assistentin Anita Baymont. Das ist schon mal was!
Weiter geht’s mit einer 50-minütigen BBC Dokumentation aus dem Jahre 1978, die Hunter S. Thompson auf seinem Weg durch Hollywood begleitet. Hinzu kommen ca. 40 Minuten an Extras über Dr. Gonzo (in Realität Oscar Zeta Acosta), eine Art Gallery, diverse TV Spots, Storyboards, drei Deleted Scenes, Booklet, Production Designs, sowie weitere knappe 60 Minuten an Videofeatures über Hunter S. Thompson, Johnny Deeps Vorbereitungen auf den Film und seine Beziehung zu Thompson, sowie die Entstehung des Films.

Alle Extras liegen in HD (1080i und 1080p) vor!


5,0 von 5 - Story 
4,0 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras

89% Gesamtwertung

Player:
Panasonic DMP-BD 605

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Fear And Loathing In Las Vegas  (Director´s Cut)  – Criterion Collection


Dienstag, 9. Juli 2013

Curse Of Chucky (Hoffnungsträger)



Die Mörderpuppe ist zurück!
Scheint ein schöner, clichébeladener Scheiss und Spaß zu werden.
Direct To Video sagt schon alles.

Vielleicht hätte die Mörderpuppe aber auch in der Versenkung bleiben sollen... wir werden es bald wissen.

Meine Prognose: 80:20 dass es billiger Bullshit werden wird.

Link zu IMDB
http://www.imdb.com/title/tt2230358/?ref_=sr_1

Link zum Trailer (1080p)
http://bloody-disgusting.com/news/3241795/curse-of-chucky-trailer-has-just-premiere/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

Montag, 8. Juli 2013

Boardwalk Empire – Season 1 – FR-Import (Blu Ray)



Boardwalk Empire – Season 1 FR-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Story/Film (3,5 P):
Viel hätte nicht gefehlt und die erste Staffel von Boardwalk Empire hätte richtig, richtig gut werden können. Schließlich sind so gut wie alle Zutaten in ausreichender Zahl vorhanden. Aber genau wie beim Kuchen backen muss man eben beim Filme machen  auch die Zutaten in der richtigen Reihenfolge, der korrekten Menge und zur rechten Zeit beigeben und alles lange genug, aber nicht zu lange im Ofen lassen, sonst ist das Ergebnis zwar essbar und mundet auch im Gesamten, kann aber nicht als gut und wirklich gelungen betrachtet werden.

Fantastische Schauspieler, authentische und prächtige Kostüme, ein tolles Setdesign und eine geniale Ausstattung, reelle und sehr gute, freierfundene Charaktere aller nur erdenklichen Arten, gutes, klassisches Drama und zwischenmenschliches Konfliktpotential, gelungene Dialoge, viele Schauwerte und eine technisch einwandfreie Umsetzung mit leichten Film-Noir-Anleihen, trotz Farbe. Das klingt fantastisch… und das ist es auch!

Aber… es fehlt der ersten Staffel einfach am roten Faden.
Selbstverständlich braucht eine erste Staffel einer neuen Serie immer etwas mehr Zeit, um in Gang zu kommen. Schließlich müssen die Hauptfiguren und wichtigsten Nebenfiguren eingeführt werden, der Tonus der Serie muss etabliert werden und eine gewisse Charakterzeichnung muss ebenfalls betrieben werden, bevor die Serie durchstarten kann.
Jedoch darf das große Gesamtbild nicht außer Acht gelassen werden. Es sei denn es handelt sich um eine Serie, wie beispielsweise die alten Akte X, deren Episoden nicht zusammenhängend waren, sondern stets separat betrachtet werden konnten.

Leider gelingt dies Boardwalk Empire nur bedingt. Es gibt genügend Nebenhandlungen, die zusammen mit der Haupthandlung über die 12 Episoden verteilt, immer weiter vorangetrieben werden, jedoch ist der Haupthandlungsstrang einfach zu lose, hängt zu vage in der Luft, als dass er als eben jener 100%ig identifiziert werden kann. Immer wenn dieser gerade in Gang kommt, etwas passiert bei dem sich der Zuschauer denkt „Jetzt! Jetzt geht´s aber los!“ sackt das Pacing wieder ab, es passiert nichts und das Geschehen wird öfters erst zwei, drei Episoden später aufgegriffen. Zu dieser Zeit ist die emotionale Investition des Zuschauers natürlich längst wieder verflogen und das gewollte Ziel ist verfehlt.

Summa Summarum lässt sich sagen, dass das Storytelling nicht gerade das Beste ist und es der ersten Staffel eindeutig an Highlights fehlt.

Bild (4,5 P):
Es gibt nicht viel dran auszusetzen, jedoch mangelt es dem Bild häufiger an den ganz feinen Details und dem letzten Quäntchen Schärfe. In Nahaufnahmen und gut ausgeleuchteten Szenen und Bildbereichen ist die Feindetailzeichnung makellos, allerdings sind die vielen dunklen und schummrigen Einstellungen etwas weicher, die Detailzeichnung lässt leicht nach und auch der Schärfegrad erweckt den Eindruck nicht ganz auf der Höhe zu sein. Da Boardwalk Empire eine zum Teil sehr schattige Serie ist, die leichte Film-Noir-Anleihen in Bezug auf die Ausleuchtung aufweist, gibt es recht viele solcher Szenen. Hinzu kommt, dass der Schwarzwert, wie bei 99% aller Serien/Filme, die heutzutage mit Digitalkameras gefilmt werden, nicht ganz optimal ist und weniger differenziert ist, als er hätte seien müssen.

All das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn das Bild der Blu Ray ist immer noch sehr gut – und dieses ist auch weitestgehend konstant und entsprechend stabil mit nur wenigen Ausrutschern in Form von Fokusfehlern.

Fazit: Die Farben sind kräftig (aber etwas bearbeitet), der Schärfegrad öfters sehr gut, meistens gut, die Detailzeichnung in hellen Szenen und Bildbereichen ebenfalls sehr gut, im Dunklen etwas schwächelnd und es herrscht ein leichtes, natürliches Rauschen, welches dem Bild einen „filmischen“ Look beschert.

Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
Der Sound von Boardwalk Empire ist für eine ganz aktuelle Produktion leider etwas zu frontlastig. Das es keine Serie ist, die auf starke und auffällige Surroundeffekte setzt ist klar, jedoch mangelt es Boardwalk Empire auch in den vielen Massenszenen (Parties, dem Boardwalk selbst, bei öffentlichen Reden, etc.), die Potential bieten, an Räumlichkeit und den damit verbundenen subtilen Umgebungsgeräuschen. Hin und wieder verirren sich schon ein paar gelungene Effekte auf die rückwärtigen Kanäle, allerdings ist dies zu selten. Der 5.1-Mix ist auffallend frontlastig, bietet jedoch eine gute Stereoseparation, sehr gute, stets verständliche Dialoge, eine feine und brillante Musikwiedergabe mit begleitendem Bass und eine tolle Balance.

Extras (4 P):
Der Enhanced Viewing Mode ist zweifelsfrei das Sahnestück der Extras. Jede Episode ist mit diesem ausgestattet und bietet somit einige interessante Interviews, Produktionsdetails und Kommentare. Sechs Audiokommentare, 12 PiP-Tracks, eine 30-minütige Dokumentation über Atlantic City der 20er Jahre und seine rellen Machspielchen, kriminellen Geschichten, etc., 25 Minuten Special über die Prohibition in New York und Chicago, sowie zwei Videofeatures (zusammen ca. 25 Minuten) über die Entstehung von Boardwalk Empire für all diejenigen, die nicht die Zeit und die Nerven haben sich den Enhanced Viweing Mode anzuschauen.



3,5 von 5 - Story   
4,5 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
4,0 von 5 - Extras

79% Gesamtwertung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Boardwalk Empire – Season 1 – FR-Import


Sonntag, 7. Juli 2013

Snowpiercer (Hoffnungsträger)




Na ja... ich weiss nicht. Die Idee finde ich ja noch ganz gut, habe aber Befürchtungen was die Umsetzung angeht. Vorallem da der koreanische Regisseur dahintersteckt, der uns schon The Host zugemutet hat, zu dem übrigends nun eine Fortsetzung kommen wird.

Vielleicht wird´s diesmal was, Herr Bong.

Link zu IMDB
http://www.imdb.com/title/tt1706620/?ref_=sr_1

Link zum Trailer (1080p)
http://www.youtube.com/watch?v=7dd4pogcc4Y

Samstag, 6. Juli 2013

The Impossible (Blu Ray)



Story/Film (4 P):
Zweimal hatte ich den Film in der Videothek in der Hand und beide Male war ich abgeschreckt. Ich habe mit einem total pathetischen, tränendrüsigen und katastrophal melodramatischen Film gerechnet.
Lag es nun an der relativ zurückhaltenden Musik, die eher vorhandene Gefühle verstärkt und begleitet, welche auch weiss wann sie etwas stärker aufspielen darf und nicht pathetisch irgendetwas versucht zu erzwingen, was nicht vorhanden ist oder lag es an den hervorragenden Schauspielern, bei denen mich selbst die Kinder nicht genervt haben? Zum Teil unglaublich gute Leistungen von Naomi Watts, Ewan McGregor und Tom Holland.

Vielleicht waren es auch die angsteinflößenden und extrem realistisch dargestellten Minuten während der Tsunami durch das Inselparadies rollt, die mich/den Zuschauer realitiv früh packen und daraufhin nicht wieder loslassen und die harte, schonungslose und glaubwürdige Darstellung der Verwüstung und der krasse Gegensatz vom allgegenwärtigen Tod und Verderben unter strahlender Sonne und grünen Palmen...

Bedenken hatte ich, dass der Film nach seinem starken Auftakt schnell an Fahrt verliert und daraufhin nur so vor sich hindümpelt. Dies war zu keinem Zeitpunkt der Fall. Die Story wird immer weiter vorangetrieben, das Drama und die Spannungsschraube werden immer fester angezogen und die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend, mitreißend und geht unter die Haut.
Viele kleine Zwischenmenschlichkeiten und Einzelschicksale werden am Rande gezeigt und der Film erweckt nicht den Eindruck, dass er sich zwecks Massentauglichkeit selbst zensiert. Das Bild der Verwüstung, diverse Verletzungen und Massenszenen in und um Krankenhäuser sind zwar technisch schön gefilmt, bilden aber wie bereits gesagt einen tollen, gewollten und allgegenwärtigen Kontrast (Tod im Paradies), sind Stilmittel und fallen zum Teil recht drastisch aus.

Wie dem auch sei... zumindest eine Szene wurde stark dramatisch aufgepimpt, wirkt zu konstruiert und lässt arge Zweifel aufkommen, dass sich all dies genau so zugetragen hat, wie es der Film uns weiss machen möchte – er beruht auf der Geschichte einer spanischen Familie. Einmal kann ich so etwas aufgrund von dramaturgischen Zwecken gut verkraften und vertrete die Meinung, dass diese Szene an der Stelle durchaus gepasst hat. Die allerletzten zwei Minuten, der Blick durch das Krankentransportflugzeug, hätte man sich aber getrost schenken können.

Ich bin mir sicher, es werden Stimmen laut werden, die ähnliche Sätze, wie „… dass gerade eine weisse, amerikanische Familie, das Schicksal der spanischen „Vorbilder“ verkörpert wirkt schlichtweg lächerlich…“ oder  „… und so kämpfen sich die vom Schicksal gebeutelten Amerikaner durch den Tod der kapitalistischen Luxusanlagen, werden aus ihrer heilen Welt gerissen, müssen mit dem gemeinen Fußvolk kooperieren und lernen, was Überleben heisst – all dies wirkt so aufgesetzt, so einfallslos, dass es weh tut“… all denjenigen möchte ich im Grunde genommen nur eine (zwei) Fragen stellen, die folgender Maßen lauten: „ Und wo bitteschön, hat sich die Katastrophe denn nun wirklich zugetragen? In einem Ferienort, der alle Nationalitäten vereint oder beispielsweise in Nord Korea?

Ich mag Dramen, reagier aber allergisch, wenn sie ins ungewollte und peinliche Melodrama abrutschen… Ich kann Kinder eigentlich nur in Nebenrollen ertragen, da sie meistens einfach nicht schaupielern können… Katastrophenfilme, die auf wahren Tatsachen beruhen, halte ich für eine ganz schwierige Sache und ich kann mich an keinen erinnern, der etwas getaugt hat… und dennoch hat mir der Film gut, beinahe sogar sehr gut gefallen und nur ein, zwei Stellen haben mich etwas gestört.

Wer generell mit dieser Art Film etwas anfangen kann, sollte einen Blick riskieren und höchstwahrscheinlich positiv überrascht werden.

P.S. Es mag nur Einbildung sein, aber während der ersten Szene am Pool springt jemand ins Wasser, der dem Frontmann der Grindcore-Legende NASUM ähnlich sieht, welcher meines Wissens am selben Ort sein Leben verloren hat...

Bild (4,5 P):
Das Bild liegt auf einem sehr hohen Niveau. Außer den ersten drei, vier Minuten im Flugzeug, die unscharf und leicht verrauscht wirken und dem nicht ganz optimalen Schwarzwert, der aber nur während Nachtszenen (und extremen, dunklen Bildbereichen) hin und wieder ein paar wenige Details frisst, ist das Bild fantastisch und bietet nahezu durchgehende Referenzqualität. Besonders der Schärfegrad, sowie die Detailzeichnung sind extrem gut geworden und zeigen noch so kleine Fältchen, Poren und Texturen. Die Maskenarbeit ist atemberaubend gut und eigentlich als solche nicht erkennbar.
Die Farben mögen hin und wieder etwas wärmer gezeichnet sein, als sie es in Realität sind, wirken aber immer realistisch und wurden prächtig eingefangen.

Fazit: Sehr gut, beinahe perfekt!

Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
Der Sound ist nicht minder gut umgesetzt, wie die Bilder eingefangen wurden. Die Dialoge sind gut verständlich und präzise. Leise oder geflüsterte Szenen sind zwar etwas schwieriger zu verstehen, aber in der Natur der Sache begründet.
Die Balance ist sehr gut und die Filmmusik kommt sehr fein rüber und schafft es hin und wieder den Raum gekonnt und subtil zu füllen.
Es gibt viele Surroundeffekte mit einer faszinierenden Stereoseparation über alle Kanäle. Dies kann in Form von Umgebungsgeräuschen (Massenszenen, Mitmenschen in Krankenhäusern, Hilferufe, etc.) stattfinden oder aber in gewaltigen, dröhnenden Zerstörungsgeräuschen, Flutwellen samt mitgetragenen Trümmern, dumpfem Unterwassertumult und vorbeifliegenden Hubschraubern, seinen akustischen Höhepunkt finden. Auch der Tiefenbass kommt zum Einsatz, jedoch hat für meinen Geschmack das letzte Quäntchen Aggressivität, Brachialität während des Tsunamis gefehlt, so dass ich keine Höchstwertung vergeben kann.


Extras (1,5 P):
5 Minuten Making Of, 6 Minuten Interviews, 8 Minuten Deleted Scenes und Trailer. Sonst leider nichts.


4,0 von 5 - Story   
4,5 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
1,5 von 5 - Extras

80% Gesamtwertung

Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: The Impossible - Verleihversion