Freitag, 8. März 2013

Army Of Darkness – UK-Import (Blu Ray)



Army Of Darkness – UK-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Ist die UK-Blu Ray die beste Wahl aller erhältlichen Veröffentlichungen? Ich denke JA!

Es gibt noch eine codefree Screwhead-Edition aus den USA, deren Bild jedoch ganz deutlich hinter der UK-Scheibe liegen soll.
Dies kann ich selbst nicht bestätigen, wage es eher zu bezweifeln, da die Screenshots, die man im Internet (blu-ray.com) zu dieser Fassung findet, meiner Meinung nach identisch mit denen der UK-BD sind – auch unter blu-ray.com mit Screenshots gelistet. Jedoch hat die US-Ausgabe dieses Klassikers weniger Extras und muss sich somit hinten anstellen.

Im April wird The Evil Dead 3: Army Of Darkness das erste Mal in Deutschland veröffentlicht. Neben einer fancy-pantsy Ultimate Edition mit beiden Schnittfassungen in HD, erscheint der Director´s Cut auch separat in einer regulären Veröffentlichung. Preislich liegen zwischen den beiden deutschen Scheiben aber Welten. Ca. 40€ muss man für die Ultimate Edition (2x BD & 1x DVD) berappen und 11€ werden für den regulären Director´s Cut (1x BD) verlangt.
Schaut man etwas genauer hin muss man feststellen, dass die Ultimate Edition noch eine US-TV-Version mit an Bord hat, da diese aber wohl nur in SD vorliegt und höchstwahrscheinlich keinen Mehrwert bringt zähle ich dies nur bedingt als Pluspunkt. Was soll dieser TV-Cut überhaupt sein? Geschnitten und zensiert oder unnötig in die Länge gezogen? Interessiert mich relativ wenig.
Schaut man noch genauer hin stellt man fest, dass die deutschen Blu Rays nur mit einer MA-Audio 2.0 Spur ausgestattet werden und die UK-, sowie die US-VÖs einen Master Audio 5.1 Mix vorweisen können. Ein klarer Minuspunkt für die deutsche VÖ.
Ein weiterer, nicht zu verachtender Negativaspekt der kommenden deutschen Blu Ray ist die Tatsache, dass die Director´s Cut Szenen, die nachträglich eingefügt wurden NICHT in HD vorliegen sollen, sondern nur SD-Auflösung besitzen. Na toll… viel Wind um nichts also.

Schaut man sich nun die Extras, der UK-Blu Ray an stellt man fest, dass der Director´s Cut in SD als Beigabe drauf gepackt wurde – nichts Weltbewegendes, aber dennoch ein Pluspunkt. Den überaus witzigen Audiokommentar von Bruce Campbell & Co. haben uns die netten Damen und Herren aus Deutschland auch freundlicher Weise nicht auf die bevorstehende Blu Ray gepackt, so dass diese also nicht nur im Sound, sondern auch unter den Extras abstinkt und sich der englischen VÖ geschlagen geben muss.

Wer bei Army Of Darkness nach einer deutschen Synchro fragt und Wert auf diese legt ist generell nicht mehr zu helfen und brauch im Grunde auch nicht weiter lesen.

Ach ja…ich persönlich finde die Kinofassung sogar besser! Das Pacing ist fantastisch, sorgt zwar hin und wieder für ein paar Logik- oder Anschlussfehler, aber sein wir mal ehrlich. Brauchen wir Logik bei Army Of Darkness? Der Director´s Cut bietet einfach nur mehr Slapstick und etwas mehr Action, zieht sich aber auch dafür ein bißchen in die Länge! Ich habe beim Schauen der Kinofassung nichts vermisst!

„Shop smart – shop UK“

Story (5 P):
„Ash is back… big time.”
Für Bruce Campbell-Jünger, zu denen ich mich zweifelsfrei zähle und dies mit stolz geschwellter Brust auch Jedem ins Gesicht donnere, ist Army Of Darkness so etwas wie der Heilige Gral.
Jegliche Kritik prallt an uns Auserlesenen ab und bekräftigt uns nur in der Annahme, dass Bruce „Ash“ Campbell, der beste der Besten ist und generell in jeden Film gehört und diesen nur aufwerten kann. C-Movie-Sci-Fi-Channel-Gurken sind Unterhaltungskino par excellence solange der gute, alte Bruce nur seine Visage in die Kamera hält und einen dummen Spruch nach dem nächsten raushaut. Unser Lieblingsbuch ist „If Chins Could Kill - Confessions Of A B-Movie Actor”, unsere Lieblingsserie “Burn Notice” und wenn Ash, äääh Bruce noch in einer Band singen würde, es wäre unsere Lieblingsband!

Für viele andere (und ja, ich habe gehört so Leute soll es auch geben) ist Bruce Campbell ein Furz im Wind und nicht mehr, als ein schlechter B-Movie-Schauspieler. Aber was wissen diese Ignoranten schon…??? *Pfff*
Diesen Vertretern der menschlichen Rasse wird Army Of Darkness wahrscheinlich nicht gefallen. Sie werden nicht viel mehr als billige Effekte, dämliche Sprüche, Film- und Logikfehler, schlechte Schauspieler und eine hirnrissige Story erkennen… und sie würden den Film genauso sehen, wie er eigentlich ist.

„For that arrogance…I shall see you dead!“

Aber genau deswegen lieben wir den Streifen!
Die schönen handgemachten Effekte – was könnte besser sein, als barbusige Nonnen, die von Skeletten in Ketten abgeführt werden? Herrliche, nostalgische Rückprojektionen und Matte-Paintings, im Bild wackelnde, sich verschiebende Burgattrappen und übertriebenes Make-Up,…
Die kultigen One-Liner, die ich während des Reviews zitieren MUSS!
Die netten Dämlichkeiten, die dem Film seinen Charme verpassen…
Das wunderschön übertriebene, komödiantische Schauspiel und die Visage von Bruce Campbell, die ohne jegliche Dialoge zum Brüllen komisch ist…
Danny Elfmann´s genialer Score…

“Hail to the king!”

Bild (4 P):
“Welcome to the 21st century”
Wow! Ich habe Schlimmes erwartet und wurde mit einem guten Bild belohnt, welches öfters als man es erwarten würde, sogar referenzwürdige Close-Ups präsentiert – I shit you not! Die Farben sind schön natürlich und kräftig, der Schwarzwert im Gesamten gut (ein paar Ausrutscher während Effektshots treten aber auf), der Schärfegrad liegt die meiste Zeit auf einem guten Level und eine solide bis sehr gute Tiefenwirkung kommt mehr als nur einmal vor.
Aber es ist nicht alles Heile Welt im Garten Eden. Hin und wieder treten deutliche Schmutzpartikel auf, welche sich ab und an auch hartnäckig auf der Linse halten und alle Effektaufnahmen, die Matte-Paintings und Rückprojektionen verwenden sind deutlich weicher und können schon mal auf DVD-Niveau sinken. Es gibt aber recht wenige, dieser Momente.
Es kann schon mal vorkommen, dass eine normale Einstellung rauer und leicht verkörnt erscheint, jedoch fällt das Bild auch in dieser Zeit nicht unter eine Dreier-Wertung ab. Genau wie bei den schlechten Effektaufnahmen, halten sich diese Momente aber bedeckt.
Generell ist das Bild, was das Filmkorn angeht, sehr sauber, erweckt stets einen natürlichen Eindruck und hält selbst bei den stark vewackelten, actionlastigen Sequenzen seinen Fokus.
Für einen Film dieser Machart, diesen Budgets und Alters (Baujahr 1992) ist die Bildqualität beinahe fantastisch und kaum besser umsetzbar, als sie hier präsentiert wird.

Gerüchte, dass DNR (Digital Noise Reduction) zum Einsatz kam, kann ich nicht bestätigen.

Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
“Alright, you primitive screwheads, listen up. This is my boomstick!”
Positiv überrascht wird man auch beim Sound. Insbesondere das „.1“ in 5.1 weiss hier zu gefallen. Zwar darf man keinen referenzwürdigen und extrem präzisen Basseinsatz erwarten, aber mehr als nur einmal macht sich dieser gut bemerkbar und verleiht dem Gesamtsound eine nette Portion Wumms. Diverse Explosionen dürfen ihre Kraft entfalten und auch der allseits beliebte Boomstick kommt nicht zu kurz und boomt erstaunlich knackig durch die Boxen. Öfters als man es erwartet verirren sich actionbasierte Effekte auf die rückwärtigen Kanäle und verleihen dem Gezeigten auf der Leinwand den nötigen Druck. Die Dialogwiedergabe ist stabil, übersteuert nicht und ist immer gut verständlich. Sogar Danny Elfmann´s Score breitet sich hin und wieder gekonnt über alle Lautsprecher aus und bietet ein solides Klangspektrum.
Generell kann der Mix in Sachen Präzision und Klangvolumen mit heutigen Produktionen nicht mithalten. Für einen mehr als zwanzig Jahre alten Film jedoch, wird hier eine durchaus gute bis sehr gute Arbeit geleistet und ein sehr schöner 5.1 Upmix geboten.

„Groovy!“

Extras (4 P):
“Give me some sugar baby.”

Wie in der “Einleitung” schon erwähnt kommt die UK-Scheibe mit dem sehr witzigen Audiokommentar von Bruce Campbell & Co. und bietet den Director´s Cut in guter SD-Auflösung. Hinzu kommen Deleted Scenes (Original opening, Ash confronts Arthur, Original windmill scene und Ash recruits Henry the Red – alle in HD) & Theatrical Trailer in HD.

“You miserable bags of bones, pick yourselves up...this blu ray and have a blast!”


5,0 von 5 - Story 
4,0 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
4,0 von 5 - Extras
88% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Army Of Darkness – UK-Import




Hier noch etwas extrem NERDIGES.

Gleichgesinnte werden jedoch verstehen, dass man eine solche Gelegenheit nicht verstreichen lassen kann, ohne sie für die Ewigkeit festzuhalten.

Donnerstag, 7. März 2013

Terminator 3 (Blu Ray)



Story (3 P):
Terminator 3 hätte was ganz Tolles werden können, wenn der Film nicht diesen unnötigen humoristischen Ton gehabt hätte und manche Charaktere nicht so heillos fehlbesetzt gewesen wären.
Die Action ist brachial, es gehen ganze Bauwerke zu Bruch, wie sich das für einen Terminator gehört, auch T-X oder die Terminatrix können überzeugen, Kristanna Loken weiss zu gefallen und verkörpert den Bösewicht überzeugend, die maschinellen Robotereffektes, sowie die CGI-Aufnahmen sind super, ABER… Nick Stahl und Claire Danes passen zu Terminator wie eine Sternchen-Glitter-Sonnenbrille ins Gesicht des T-800 – nämlich garnicht! Hinzu kommt, dass T3 auffallend blutarm ist und immer wieder versucht komödiantische Elemente einzubauen, was mit Verlaub gesagt „absolute Scheisse und vollkommen unpassend ist“. Und wo war Bitteschön der fantastische Terminator-Score von Brad Fiedel? Ach ja… im Abspann bekommt das Publikum dann auch endlich die geniale Titelmusik zu hören – leider zu spät!
Macht man sich von den deutlichen Schwächen aber frei, bekommt man Krawallkost der Superlative mit einem gelungenen Ende präsentiert. Zum hirnlosen Kawumm-Abend gut geeignet.

Bild (2 P):
Der Schwarzwert ist schlichtweg miserabel und das gesamte Bild deutlich zu dunkel.
Der Schwarzwert sorgt dafür, dass viele Feinheiten in einem mittelstark bis starken Detailverlust verloren gehen und in dunklen Szenen (die kompletten ersten 35 Minuten) das Bild großflächig verschwindet. Aufgrund des zu dunklen Tonus kann die Blu Ray selbst bei Tageslichtaufnahmen zu keiner Zeit eine gute oder sehr gute Detailzeichnung liefern, obwohl die Grundschärfe durchaus als gelungen bezeichnet werden muss.  Jegliche Texturen und andere HD-würdige Feinheiten, sowie eine gute Tiefenwirkung gehen im Matsch unter. Einzig ein paar wenige extreme Nahaufnahmen und die Effektshots ganz zu Beginn des Films, in denen die Endoskelette und der fliegende Hunter Killer zu sehen sind, können als gut betrachtet werden.
Die Qualität lässt sich mit der der Alien: Ressurection Blu ray vergleichen – ganz so katastrophal ist Terminator 3 zwar noch nicht, viel hätte aber nicht mehr gefehlt.
Verglichen hiermit ist das Bild von Terminator 2 auf Blu Ray eine Offenbarung.
Vielleicht gehe ich etwas hart mit der Scheibe ins Gericht und eine 2,5 Punkte-Wertung und somit vertretbarer Durchschnitt wären akzeptabel gewesen, aber bei einem derartig neuen Film (Baujahr 2003), einem Blockbuster par excellence und einer BD von Mitte 2009 ist das Bild klar unterdurchschnittlich!

Sound (Engl. True HD) (3 P):
Überraschend unpräzise und mit einem wummrigen Bass  ausgestattet präsentiert sich diese Scheibe. Es gibt zwar einige Effekte auf und um die Ohren und die Stereoseparation der Front ist durchaus gelungen, jedoch will der Funke nicht überspringen, da sich der Sound zu dumpf und unspektakulär verhält.
In der zweiten Hälfte bessert sich zwar der Mix, etwas Druck und Wuchtigkeit bekommt das Publikum mit auf den Weg und auch die Präzision scheint besser zu sein, allerdings hat der Mix bis dato kaum überzeugen können und holt zum Ende das verlorene Potential nicht mehr auf.

Extras (3 P):
Nach einer so bescheidenen technischen Umsetzung haben mich die Extras nicht mehr interessiert. Es scheint aber eine solide Menge an Specialfeatures vertreten zu sein.


3,0 von 5 - Story 
2,0 von 5 - Bild 
3,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras
54% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Terminator 3


Mittwoch, 6. März 2013

Amphibious (Film)



Story (0,5 P):
Brian Yuzna has returned! Mr. Re-Animator´s Comeback ist wie eine Achterbahnfahrt. Eine Achterbahnfahrt ohne jeglichen Spaß und Nervenkitzel, mit dafür aber umso mehr Tiefen und Langeweile. Eine Achterbahnfahrt, die auf mittlerer Höhe anfängt, im 90 Grad Winkel aufs Bodenniveau abfällt und es sogar dann noch schafft ganz gemächlich gen Kellergeschoss zu kriechen.

Eine Story konnte ich zu keiner Zeit ausmachen. Es gab lediglich mehrere Szenen, die aneinander gereiht wurden und deren Zusammenhang zu besten Zeiten als trivial und zufällig verstanden werden muss.
Eine kurze, garantiert mit vielen Spoilern versetzte Zusammenfassung will ich aber trotzdem zum Besten geben.

Zunächst gibt es einen kleinen unsympathischen Jungen zu Gesicht, der irgendein dämliches Amulett von seinem Großvater geschenkt bekommt, welches irgendeine wichtige Rolle spielt. Was dies genau ist und was es kann soll dem Zuschauer jedoch erspart bleiben – es könnte so etwas wie eine Story erzählen und mit so Kleinigkeiten will uns Herr Yuzna nicht beschäftigen oder gar überfordern.
Und dann???
Dann erfahren wir, dass dieser komische und unsympathische Junge auf irgendeiner blöden und vollkommen sinnentlernten Fischereiplattform aus Bambusholz mitten im Ozean als Sklave mit vielen anderen unsympathischen Jungen gefangen gehalten wird. Wieso? Wir werden es nie erfahren.
Und dann???
Dann sehen wir eine forschende Meeresbiologin, die mit einem Volldeppen als Skipper auf dem Ozean unterwegs ist und irgendwelche Forschungen anstellt, von denen wir ebenfalls nie etwas Näheres erfahren werden.
Und dann???
Dann fahren diese Meeresbiologin und der Skipper zu dieser komischen Plattform mitten im Nirvana, da der Loser von Skipper noch Schulden bei den Sklavenfischern hat.
Und dann???
Dann fahren alle wieder heim.
Und dann???
Zwischendurch gibt es noch ein paar Tote, die von irgendeinem komischen Stachelmonster fabriziert werden.
Und dann???
Dann erfahren wir, dass die Meeresbiologin ihre Tochter verloren hat.
Und dann???
Dann erfahren wir die tragische Geschichte, wie die Tochter gestorben ist. Der Monolog geht ungefähr so:“ Eines Tages habe ich meine Tochter mit auf eine Forschungsreise genommen…ihren Körper hat man nie gefunden.“ Tragisch, meine Herren…ganz tragisch. Da kommt Mitgefühl auf!
Und dann???
Dann fängt der komische Junge an immer komischer zu werden und lässt sich von dem komischen Stachelmonster an delikaten Stellen berühren.
Und dann???
Dann will die Meeresbiologin alle Kinder von der komischen Plattform befreien.
Und dann???
Dann versucht die Meeresbiologin die Kinder zu befreien. Und gerade wenn man denkt es kommt so etwas wie eine Story in Gang, ist sie auch schon vorbei. Die Biologin wird gefangen genommen, man versucht sie zu vergewaltigen, lässt sich aber von einem „Bitte, Nein“ aufhalten, dann läuft man noch durch angeblich massive Holzbretter und die „Story“ ist so weit voran geschritten, wie sie es die ganze Zeit schon war.
Und dann???
Dann sehen wir irgendwann das Stachelmonster, dass wie ein komischer, großer Urzeitskorpion aussieht und Kiemen hat. Wie ein Skorpion schwimmen kann werden wir nie erfahren. Genauso wenig wie wir nie erfahren werden, wie man so billige Effekte und schlechtes Make-Up auf „Film“ bannen kann.
Und dann???
Dann hat der komische Junge plötzlich eine Verbindung zu dem komischen Skorpion und versucht ihn zu töten, nimmt dabei aufgrund der Verbindung selbst Schaden. Wieso das so ist? Keine Ahnung. Vielleicht ist´s das Amulett, vielleicht war´s das Schäferstündchen und die unsittlichen Stachelberührungen, wer weiss…
Und dann???
Dann erfahren wir noch irgendwo zwischendurch, dass der komische Junge eigentlich ein noch viel komischeres Mädchen ist und dass ein anderer der Sklavenjungen wohl ihr/sein Bruder war. Aber keine Sorge. Diese Info ist genauso wichtig, wie alle anderen Infos zuvor auch.
Und dann???
Dann gibt´s noch etwas Tam-Tam-Tam-Musik.
Und dann???
Dann gibt´s noch jede Menge grottige Effekte und billig ins Bild eingefügte Personen.
Und dann???
Dann gibt´s noch etwas Dididididididi-Musik.
Und dann???
Dann gibt´s noch Unmengen an schlechten Performances, dilettantische Szenenaufbauten ohne jegliche Kontinuität, Spannung und solides Pacing, dafür aber mit vielen dummen Dialogen.
Und dann???
Dann ist der Film irgendwann vorbei. Jedoch gibt´s noch eine obligatorische, sinnentleerte Szene mit der blöden Meeresbiologin und dem komischen Jungen, äh dem noch viel komischeren Mädchen bei dessen Opa. Dies ist derselbe Opa, wie zu Beginn des Films. Nun wohnt das noch viel komischere Mädchen bei dessen Großvater und der Zuschauer fragt sich, wieso das arme, noch viel komischere Mädchen denn überhaupt auf die Sklavenfischereiplattform aus Bambusholz mittem im Ozean musste, wird allerdings nie eine Antwort darauf bekommen.
Und dann???
Dann gibt´s noch eine dämliche Kaiserschnitturzeitskorpiongeburtsszene, etwas Geschrei und Gejammer und endlich den Abspann.
Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann? Und dann?
Dann gibt´s im Anschluss „Ey Mann, Wo Ist Mein Auto?“






Der Amphibious Attack Tiger macht ein besseres Monster her. Im Grunde genommen schaut man lieber 90 Minuten dieses Bild an. 

Falling Down – UK-Import (Blu Ray)



Falling Down – UK-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Story (4 P):
Wie fabriziert man am Besten ein Familiendrama und eine gesellschaftkritische Satire?
Man nehme Michael Douglas und lassen diesen als desillusionierten, agressiven, psychotischen, aber auch mißverstandenen Familienvater eine rassistisch-anarchistische Odysee durch soziale Brennpunkte und Highsociety-Viertel Los Angeles´ absolvieren und gebe ihm dabei ein immer weiter wachsendes Waffenarsenal an die Hand.
Als Subplot dient der großartige Robert „I Love The Smell Of Napaln In The Morning“ Duvall als Polizeibeamter, der sich den letzten Tag im Dienst befindet, sich mit seiner krankhaft sorgenden Ehefrau und schikanierenden Kollegen rumschlagen muss und dem Amoklauf der besonderen Art zuerst auf die Schliche kommt.
Schauspielerisch wird in Falling Down ganz Großes Kino bewiesen. Die Dialoge sind schlichtweg fantastisch, düster-sarkastisch und zählen mit zu den Besten, die ich je gehört habe. Die einzelnen Figuren mögen zwar stereotypische Züge vorweisen, jedoch portraitieren die Darsteller diese auf so ehrliche und glaubwürdige Weise, dass es nicht weiter tragisch ist. Der ein oder andere Nebencharakter ist bewusst stark über- oder schwarz/weiss gezeichnet, so dass die satirische Seite hervorgehoben wird und das Gezeigte absichtlich humoristisch rüberkommt – nicht Jedermanns Geschmack, meiner wurde allerdings genau getroffen.
Das Einzige was ich Falling Down zum Vorwurf machen kann ist die sehr geradlinig voranschreitende Story. So verlaufen die jeweiligen „Amok“-Szenen nach einem sich immer wiederholenden Prinzip, sind zweifelsohne zum Teil urkomisch, unterhaltsam und herrlich überspitzt, tragen den eigentlichen Storyverlauf aber nur mühseelig voran. Ein paar weniger solcher Szenen oder ein sich schneller entwickelnder oder besser gesagt verkürzter Subplot hätten dem Film vom Pacing her besser gestanden.
Nichts dest trotz weiss der Film durchaus zu unterhalten und Joel Schumacher beweist, dass man ihn trotz seiner darauffolgenden Batman-Desaster nicht direkt verteufeln und steinigen muss, obwohl er es für diese Unverschämtheiten durchaus verdient, dieses…
„Ich sehe, ich drifte vom Thema ab…“

Falling Down – Immer wieder gerne!

Bild (4 P):
Wenn es während der zweiten Hälfte nicht öfters ein paar weichere und zum Teil schlecht fokusierte Einstellungen gegeben hätte und der ansonsten sehr gute Schwarzwert in 4-5 Szenen abgesackt wäre und für mittleren Detailverlust gesorgt hätte, wäre ich applaudierend durchs Heimkino gehüpft.
Bis auf o.g. Schwächen ist die Bildqualität der Blu ray von Falling Down fantastisch geworden. Generell ist der Schwarzwert sehr gut, die Farben kräftig und schön differenziert, der Kontrast mehr als gelungen, die Schärfe meistens auf sehr hohem Niveau, das Filmkorn ist vorhanden, aber nur minimal und fantastisch natürlich ausgeprägt und Tiefenwirkung bei Zeiten atemberaubend. Aufgrund der Ausleuchtung (besonders in geschlossenen Räumen) entsteht hin und wieder der Eindruck, dass die Farben etwas dunkel und warm geraten sind, in diesen Momenten sollte man aber auf die dennoch beeindruckende Detailzeichnung und Schärfe legen, die besonders in den stärker beleuchteten Bildbereichen zu erkennen ist – auch in dieser Zeit gibt sich der Schwarzwert kaum Blöße und hält sein sehr gutes Level (Ausnahme ist, wie bereits gesagt, die zweite Hälfte). Hin und wieder lassen sich auch ein paar ganz kleine Schmutzpartikel ausmachen, welche allerdings nie Überhand nehmen.
Für einen Film, der dieses Jahr sein 20-Jähriges feiert und von Warner auf Blu Ray vertrieben wird, handelt es sich um ein sehr hochwertiges Bild mit nur sehr wenigen Schwächen.

Lange Zeit war ich versucht eine 4,5 Punkte-Wertung zu geben, wäre aber wohl etwas übertrieben gewesen.
Alle, die den Film kennen oder ihm eine Chance geben möchte und das Upgrade / die Sichtung auf Blu Ray in Erwägung ziehen, sollten positiv überrascht werden.

Sound (Engl. True HD) (3,5 P):
Leider, leider, leider hat man der BD keinen 5.1 Mix spendiert und Falling Down kommt frontlastig im 2.0 Gewand daher. Aber (!) dennoch kann man hier von einem fast guten Mix sprechen. Die Dialogwiedergabe ist präzise, übersteuert nur minimal (!) bei ein paar ganz wenigen Momenten, in denen extrem (!) gebrüllt wird und bleibt die ganze Zeit über sehr gut verständlich. Logischer Weise entsteht dank 2.0 keine nennenswerte Räumlichkeit, jedoch haben diverse Effekte eine gelungene Stereoseparation spendiert bekommen, sind überraschend präzise und zum Teil knackig (und weniger drucklos, als man es erwartet) und die Filmmusik ist schön ausbalanciert.
Ein Paradebeispiel dafür, dass ein Stereomix auch passend sein kann und es nicht immer einem ausgetüftelten Surrounderlebnis bedarf, um einen Film akustisch gekonnt zu begleiten.

Extras (1,5 P):
Interview mit Michael Douglas (10 Minuten), Audiokommentar mit Joel Schumacher und Michael Douglas und Trailer.


4,0 von 5 - Story 
4,0 von 5 - Bild 
3,5 von 5 - Sound
1,5 von 5 - Extras
73% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Falling Down – UK-Import