Dienstag, 5. März 2013

Der Unsichtbare Dritte – UK-Import (Blu Ray)



Der Unsichtbare Dritte – UK-Import mit dt. Ton (Blu Ray)

Story (4,5 P):
Großartiger Thriller von Alfred Hitchcock. Ich will garnicht viel über den Film schreiben, um eventuellen Lesern, die den Film noch nicht gesehen haben, die Spannung zu verderben oder auch nur das gerinsgte zu spoilern.
North By Northwest ist ein technisch perfekter, intelligenter und durchdachter Thriller, bietet ein Finale, das in die Filmgeschichte eingegangen ist, hat fantastische Schauspieler und glaubwürdige Figuren, eine sich konstant weiter entfaltenede Geschichte, super Pacing, sehr schöne und zum Teil schnippige Dialoge, fantastische Musik und geniale Schausplätze – ein Kult-Klassiker, an dem der Zahn der Zeit in einem weiten Bogen vorbei gegangen ist.

Bild (4 P):
Zwar kann das Bild nicht mit Restaurations-Monstern à la Lawrence von Arabien, Jaws und diversen James Bond mithalten, verstecken muss es sich aber auch nicht. Der Film ist Baujahr 1959 und hat somit deutlich mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, von daher muss man ein paar Abstriche machen.
Generell ist der Schwarzwert wirklich gut gelungen, in dunklen Szenen kommt es nur sehr selten zu einem leichten Detailverlust, die Farben sind kräftig, der damaligen Farbpalette und dem Charme der 50er/60er Jahre entsprechend natürlich, das Bild ist sauber, meistens frei von Verschmutzungen, hin und wieder (5-6 Mal) schleicht sich jedoch eine dezent stärker verkörnte Einstellung ein und ein paar Beschädigungen lassen sich ganz selten auch feststellen. Die Schärfe ist gut, bei Nahaufnahmen auch sehr gut, während Halbdistanzshots kommt es jedoch schon mal vor, dass das leichte, natürliche Filmkorn ein paar Details verschluckt.

Sound (Engl. True HD) (4 P):
Ein schöner, klarer 5.1-Mix mit sehr guter Dialogwiedergabe und ausgewogener Balance der Filmmusik, die sich ab und an über die rückwärtigen Kanäle entfaltet und im Gesamten ein gutes Klangspektrum besitzt. North By Northwest präsentiert sich ansonsten eher frontlastig, jedoch wurden ein paar signifikante Szenen genutzt, um etwas Surroundaktivität zu erzeugen. Diese Momente sind äußerst gut gelungen, nicht aufdringlich und fließen perfekt in den Mix mit ein. Die Gesamtlautstärke liegt jedoch deutlich unter heutigem Standard – weiter aufdrehen ist die Devise.

Extras (5 P):
Hier bleiben keine Wünsche offen. Audiokommentar von Screenwriter Ernest Lehman, ein einstündiges Hitchcockspecial namensThe Master's Touch: Hitchcock's Signature Style”, ein Making Of (“Destination Hitchcock: The Making of North by Northwest”) von ca. 40 Minuten, sowie ein weiteres Feature zum Film von ca. 25 Minuten (“North by Northwest: One for the Ages”). Obendrauf gibt es noch ein Cary Grant Special von knapp 90 Minuten (“Cary Grant: A Class Apart”), ein paar Trailer und eine Foto Gallery. Die Extras liegen zum Teil in 1080i HD vor.


4,5 von 5 - Story  
4,0 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras
86% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Der Unsichtbare Dritte – UK-Import


Montag, 4. März 2013

Oblivion (Hoffnungsträger)



Nach dem ersten Trailer war ich relativ verhalten. Nun ist ein neuer auf dem Markt und ich muss sagen, dieser lässt den Film recht interessant aussehen - obwohl ich mir bereits denken kann, wie der Film endet und welcher "Twist" den Zuschauer erwartet...

Nett aussehen tut er allemal!



Link zu Imdb.com und Trailer (720p)
http://www.imdb.com/title/tt1483013/

Samstag, 2. März 2013

James Bond - Skyfall (Blu Ray)



Story (3,5 P):
Der Film macht vieles gut und manches auch sehr gut, begeht aber mindestens genauso viele Fehler und reisst Logiklöcher, die zu mindestens mich mit dem Kopf schütteln lassen.
Die erste Hälfte ist fantastisch inszeniert und visuell atemberaubend umgesetzt. Die Schauplätze in Shanghai und Macau sind genial gestaltet und mit die besten, die man in einem Bond-Film bis jetzt bestaunen durfte – wie hier mit Farben, Beleuchtung und Lichtquellen gespielt wird ist schlichtweg genial; ein visueller Orgasmus! Die Action ist nicht minder beeindruckend und weiss auf ganzer Linie zu überzeugen.
Daniel Craig macht eine gewohnt eindrucksvolle Figur und verkörpert James Bond, wie man ihn aus den Vorgängern kennt. Sehr schön gelungen sind die zahlreichen Homagen an die alten Klassiker, die entweder in Dialogform, Gadgets, Tieren oder Action stattfinden und erfrischend lustig bis charmant rüberkommen.
Leider ist die Story selten dämlich und besteht im Grunde genommen aus einem vollkommen überdrehten Masterplan des Bösewichts der stark an Wiley Coyote und Roadrunner erinnert. Dieser Plan ist dermaßen ausgetüftelt, verschachtelt und kompliziert, verfolgt aber als finales Ziel ein Vorhaben, welches mit einem Minimum an Aufwand hätte erreicht werden können, wenn der Gegenspieler denn tatsächlich so ausgereifte Planungen in die Tat umsetzen kann, wie er es den ganzen Film über beweist.

ACHTUNG SPOILER!!! Wie kann man denn so dumm und intelligent zugleich sein, den Bösewicht auf eine falsche Fährte zu locken, ihm eine Falle zu stellen und den Showdown auf bekanntes Terrain zu verlagern, dann aber James keine Verstärkung bereit zu stellen und diesen mit einem alten Greis und M gegen eine kleine Armee antreten zu lassen?!?! So was ist vollkommen dämlich! Glauben denn die Drehbuchautoren, dass dies niemandem auffällt? Das Resultat, dass M stirbt ist somit ebenfalls vollkommen überflüssig und hätte mit einfachsten Mittel verhindert werden können. So was regt mich auf. Dies und die Tatsache, dass Bond zu Beginn aus zirka 50-70 Metern auf Wasser aufschlägt, nachdem er bereits 5 Minuten mit einem Durchschuss in der Schulter einen harten Fight bestritten hat und dieses überlebt ist so lächerlich, dass Erinnerungen an die letzten Brosnan-Desaster wach werden. SPOILER ENDE!!!

Der Film vermag wirklich gut zu unterhalten, ist visuell atemberaubend, bietet super Action und sehr gute Schauspieler, aber man sollte vermeiden das Hirn anzuschalten, denn dann tun sich Dämlichkeiten par excellence auf und schmälern den Spaß gewaltig.

Skyfall ist Meilen davon entfernt Casino Royale das Wasser zu reichen, ist im Gesamten ein guter bis sehr guter Action-Film, aber nicht mehr als ein leicht überdurchschnittlicher Bond-Streifen. Leider nur 3,5 Punkte!

Dies waren meine Worte nach dem Kinogang. 
Nun da ich den Film ein zweites Mal gesehen habe, kann ich obige Worte nur nochmals bestätigen.
Die erste Hälfte des Films ist schlichtweg super und würde, wenn der übertriebene Auftakt in Bezug auf die Verletzungen, die James Bond wegsteckt und daraufhin noch auf eine betonharte Wasseroberfläche aufschlägt und auch dieses überlebt, glatte 5 Punkte bekommen – so sind es nur 4,5. Die zweite Hälfte baut jedoch stark ab. Visuell kommt diese nicht an die ersten 70 Minuten ran und die zahlreichen Logikfehler, Dämlichkeiten und die willkürliche Charakterzeichung von Javier Bardem´s Figur, sowie dessen selten hirnloser Masterplan, der so perfekt und dennoch so dumm daherkommt, versauen die außergewöhnliche Wertung. Nur 2,5 Punkte für die letzten 70 Minuten – macht einen Durchschnitt von 3,5 Punkten.

Bevor jetzt noch Jemand aufschreit und das Argument anbringt, dass die alten Bond aber auch an den Haaren herbeigezogene und unlogische Masterpläne hatten und James selbst eine übertriebene Wiederstandskraft gegen körperliche Schmerzen vorweisen konnte, sei gesagt, dass das 007-Franchise mit Casino Royale eine Frischzellenkur genossen hat und die Figur des James Bonds, sowie die der Gegenspieler in einer Realität verankert waren, die unserer nicht sooooo fern ist. Skyfall ist diesbezüglich wieder ein Schritt in die falsche Richtung und ich würde mich nicht wundern, wenn die Reihe ab dem nächsten Teil kräftig den Bach runtergeht und in peinlichen Persiflagen à la Stirb An Einem Anderen Tag endet – ich hoffe mein Gefühl trügt mich und James Bond kann die Klasse eines Casino Royale bald wieder erreichen.

Bild (5 P):
Referenz! Am Bild dieser Blu Ray gibt es nichts, aber auch garnichts auszusetzen. Es gibt noch nicht mal eine (!) schlecht fokusierte Einstellung. Der Schwarzwert ist perfekt, die Farben prächtig und sauber, der Schärfegrad ist messerscharf, der Kontrast super, es herrscht kein Rauschen oder Filmkorn, das Bild wirkt aber dennoch filmisch und natürlich und bietet bestes HD-Feeling.

Sound (Engl. MA-Audio) (5 P):
Oscar für den Besten Tonschnitt. Oscar Nominierung für den Besten Soundmix. Nicht zu Unrecht wurde Skyfall mit dem Goldjungen und der Nominierung versehen. Der Mix ist einfach nur der Hammer! Die Filmmusik erreicht unerwartete Sphären, die Dialogwiedergabe ist fantastisch, immer verständlich und sauber, es herrschen Unmengen an subtilen Umgebungsgeräuschen mit sehr feinen Nuancen und die Action zündet bombastische und extrem präzise Effektfeuerwerke Sondersgleichen mit einem Tiefenbass, der hin und wieder so brutal zulangt, dass die Nachbarn Angst haben müssen, die U-Bahn fällt auf ihren Essenstisch.

Extras (3 P):
Ein einstündiges Making Of, eine Featurette zur Weltpremiere in London, zwei Audiokommentare, Trailer und Promospot zum Soundtrack.


3,5 von 5 - Story 
5,0 von 5 - Bild 
5,0 von 5 - Sound
3,0 von 5 - Extras
84% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Skyfall


Freitag, 1. März 2013

Alligator (Film)




Story (2,5 P):
Ach ja…die 80er und seine Horrorfilme, besser gesagt Tier-Horror-B-Movies; einfach herrlich. Dumm, aber durchweg unterhaltsam. Ein Rießenalligator, ein paar überraschend gutgemachte Effekte, ein paar billige aber auch, etwas Blut, Kanalisation, dämliche Sprüche und noch dämlichere Dialoge, Cliché-Bullen par excellence, etwas Komödie (ob freiwillig oder unfreiwillig), bitterböse, an Hundewelpen experimentierende Wissenschaftler und Großstadtdschungelsafari mit einem Hauch Romanze und fertig ist „Alligator“ (dt. Titel Der Horror-Alligator).
Jetzt noch Alligator II: The Mutation hinterher und der Tag ist gerettet.

Lawrence von Arabien – UK-Import (Blu Ray)



Lawrence Of Arabia – UK-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Der eigentliche Film befindet sich auf Disc 2!

Story (1,5 P):
Die filmgewordene Langeweile.
Ich bin nicht jemand, der vor 4 Stunden Celluloid zurückschreckt oder alte Klassiker nicht zu würdigen weiss, wenn er einen vorgesetzt bekommt, aber Lawrence Of Arabia hat leider nichts zu bieten was einen unterhaltsamen und guten Film ausmacht.
Der Klassiker mag zwar einen großartigen Score mit Ohrwurmcharakter besitzen, wenn man diesen allerdings über knapp 4 Stunden totreitet, an jeder Stelle einbaut wo es nur geht, hängt dem Zuschauer das Hauptthema nach 2 Stunden aber bereits zum Halse raus.
Lawrence Of Arabia hat zweifelsohne schöne Landschaftsaufnahmen in der Wüste zu bieten, aber auch hier kann man eben diese Momente zu Tode reiten. Ellenlange Einstellungen von reisenden Massen durch die Wüste, deren eigentliches Vorankommen keinerlei Mehrwert hat, außer die Landschaft zu zeigen. Sich stets wiederholende Schwenks (von links nach rechts) vor immer gleicher Kulisse nervt, ganz egal wie schön die Kulisse auch sein mag. Desweiteren könnte Jeder (wirklich Jeder) vor dieser Kulisse schöne Einstellungen filmen – künstlerisches Know-How oder ein besonderes Auge ist dafür wirklich nicht von Nöten.
Und was ist das denn Bitteschön für ein Hauptcharakter? Oder besser gesagt, was hat die Figur für eine Charakterzeichnung spendiert bekommen? Hanebüchend, peinlich, nichts Halbes und nichts Ganzes und obendrein schlichtweg unsympathisch. Mal ist Lawrence leicht dumm, mal spitzbübig, mal leicht tuckig, mal etwas mehr tuckig, mal arrogant, mal aufopfernd, mal kaltblütig, mal verzeihend und und und… immer vollkommen daneben.
Einen Großteil liefert Peter O´Toole dazu bei. Während seine Arbeitskollegen subtilere und glaubwürdige Leistungen an den Tag legen, hat der Zuschauer das Gefühl, dass Peter O´Toole seinen Schauspielkollegen mit Ausdruckstanzeinlagen hin und wieder die Schau stehlen möchte. Wenn er nicht gerade mit Rösselsprung oder Nase-Im-Wind daherstolziert, schaut er apathisch ins Leere, grinst debil durch die Gegend oder gibt mit der Elastizität seiner Augenbrauen an, so dass es selbst Frodo kalt den Rücken runter laufen würde. Und ich habe gedacht Charlton Heston ist ein bemerkenswerter, talentfreier Schauspieler gewesen…
Die Geschichte, die innerhalb von knapp 4 Stunden mühseelig vorangetrieben wird, wirkt bei Zeiten auffallend konfus, verliert sich in Nebensächlichkeiten und belanglosen, sich immer wiederholenden Schwenks von links nach rechts und wird von der Filmmusik eintönig begleitet. Dass das Pacing somit katastrophal ist, muss man eigentlich nicht extra erwähnen – ich tu´s trotzdem. 60-90 Minuten weniger Film hätten Lawrence Of Arabia vielleicht dahingehend erträglich machen können.
Im Endeffekt ist dieser Streifen in allen Belangen heillos überbewertet und kann neben ein paar schönen Aufnahmen, den passenden Kostümen und dem stimmigen Setting nichts bieten, was ihn erträglich machen würde.

"You´ve made my shitlist!"

Bild (5 P):
Wow! Wie schön wäre es, wenn man dieses Wörtchen auch auf den eigentlichen Film anwenden könnte. Das Bild der Blu Ray ist eine Offenbarung in Bezug auf Restauration. Absolute Referenz. Lawrence Of Arabia wurde auf 4K gemastert und restauriert und das Ergebnis ist überwältigend. Perfekte Detailzeichnung, fantastische Schärfe, super Schwarzwert, kräftige Farben, durchgehend stabil und sauber, keine Unschärfen, sehr gute Tiefenwirkung und nirgends wurde etwas glatt gebügelt.

Sound (Engl. MA-Audio) (3,5 P):
Solider bis besserer 5.1 Upmix. Altersbedingte Schwächen fallen auf und können nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden. Die Dialogwiedergabe ist dezent zu leise, klingt etwas „alt“ und neigt zum Übersteuern bei Massenschlachten und Geschreie. Der Score ist gut über die Front aufbereitet, kann sich hin und wieder über die rückwärtigen Kanäle entfalten, jedoch neigen die Höhen zu leichtem Rauschen/Übersteuern und ein brillantes Klangspektrum wird nicht erreicht.
Die Effekte haben zum Teil eine schöne Stereoseparation spendiert bekommen und bieten eine beachtliche Räumlichkeit, allerdings ist der Bass bei Pferdegetrampel etwas zu dominant und im Gesamten zu wummerig – es mangelt an Präzision.

Extras (4 P):
Extra Blu Ray mit diversen Videofeatures, wie z.B. ein einstündiges Making Of in SD und ein Special über Peter O´Toole in HD (ca. 20 Minuten), u.v.m.



1,5 von 5 - Story 
5,0 von 5 - Bild 
3,5 von 5 - Sound
4,0 von 5 - Extras
64% Gesamtwertung

Player:
Sony PlayStation 3

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Lawrence Of Arabia – UK-Import