Dienstag, 28. Januar 2014

The Twilight Zone – Season 1 – UK-Import (Blu Ray)




The Twilight Zone – Season 1 – UK-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)


Story/Film (4 P):
Rod Serling hat in den 50er Jahren mit The Twilight Zone Fernsehgeschichte geschrieben. In 5 Staffeln mit insgesamt über 150 Episoden hat sich die TV-Serie ganz dem Übernatürlichen verschrieben. Mal Science Fiction, mal eher Fiction, stellenweise mit leichten Horrorelementen versehen, mal deutlich Thriller-lastig, hin und wieder auf abstruse Art und Weise komisch, aber stets intelligent und unterhaltsam wird pro Episode innerhalb von ca. 25 Minuten eine Kurzgeschichte erzählt, die für manche Figur anders als erwartet ausgeht.

Unzählige Twists und Turns werden alleine in der ersten Staffel geboten und der erfahrene Film- und Fernsehzuschauer wird so einiges wiederentdecken, von dem er der Annahme war, dass es an anderer Stelle, in einem neueren Film doch das erste Mal war, dass eben jene Idee oder eben jene Auflösung präsentiert wurde. Ich gehe einfach mal so weit und behaupte, dass wenn man alle Twilight Zone Episoden gesehen hat, 99% aller aktuellen oder neumodischen Twists bereits kennt oder diese in ihrem Ansatz nichts Neues mehr bieten.

Zur ersten Staffel gibt es im Prinzip, außer den oben stehenden Zeilen nicht mehr viel zu sagen. Eins möchte ich aber dennoch kurz erwähnen. Im späteren Verlauf der Staffel wiederholen sich die Auflösungen vom Prinzip her etwas und es treten Hänger auf. Auch gibt es in der Vielzahl der 36 Episoden ein paar die weniger gut, oft nur solide sind. Das Ende der Staffel, ab dem Moment wenn der Vorspann geändert wird, besitzt wieder eine bessere Qualität und Season 1 endet sehr versöhnlich.

Meine persönlichen Lieblingsepisoden der ersten Staffel sind:
The Last Flight
I Shot an Arrow into the Air
Time Enough at Last

Bild (4,5 P):
Ich bin begeistert. Wirklich! Ich persönlich würde dem Bild eine aufgerundete Höchstwertung geben, denn die „schlechten“ Momente/Einstellungen sind verschwindend gering und die meiste Zeit wird hier ungeschönte Referenzqualität geboten, die in Bezug auf Schärfegrad, Detailzeichnung, sowie Schwarzwert und Durchzeichnung den meisten aktuellen Produktionen noch was vormacht – und auch das ist keine Übertreibung!

Die Restaurationsarbeit ist hervorragend. Hässliche Filter oder künstliches Nachschärfen ist nicht festzustellen. In den vielen superben Nahaufnahmen ist jedes kleinstes, noch zu feine Detail erkennbar und der Schärfegrad so gut, dass eine fantastische Plastizität eintritt. Dass in diesen Momenten und auch einigen Halbdistanzeinstellungen das Filmkorn verschwindet oder nur sehr, sehr fein zu erkennen ist, mag vielleicht etwas mit dem Restaurationsprozess zu tun haben, dennoch sieht das Bild nie künstlich aufgepimpt aus oder Antirauschfilter zeichnen das Bild wachsig. Nein, das Bild die meiste Zeit wunderbar natürlich und hätte nicht besser restauriert werden können.



Aber kommen wird zu den Qualitätsabfällen, die für den halben Punkteabzug verantwortlich sind.
Vereinzelnde Einstellungen können digitales Rauschen vorweisen, der Schärfe- und Detailgrad ist nicht immer perfekt, das Filmkorn drängt sich in ganz wenigen Momenten auch mal in den Vordergrund und ein paar seltene Szenenauf- und abblenden liegen für eine(n) Sekunde(nbruchteil) auf einem generell schlechten Niveau und erwecken den Eindruck unbearbeitet übernommen worden zu seien.

Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
Beim Sound gilt generell dasselbe wie beim Bild. Okay… The Twilight Zone hat nur eine Monospur spendiert bekommen und liegt somit in ihrer originalen, damaligen „Qualität“ vor. Na gut… das stimmt nun auch wieder nicht, denn in einer so sauberen Master-Audio-Spur hat wohl noch niemand die Serie zuvor gesehen/gehört.

Die Dialogwiedergabe ist meistens (bis auf ganz wenige Ausnahmen) perfekt verständlich und stets sehr präzise. Die dargebotenen Effekte sind ebenfalls präzise und schön herausgearbeitet, die Filmmusik erscheint fein und kann oft eine schöne Dynamik generieren und die Balance ist ebenfalls gelungen.
Ein Rauschen ist fast nie auszumachen, zu Übersteuerungen kommt es ebenfalls nur sehr, sehr selten und wenn dann auch nur in einem minimalen Maße.



Fazit: Auch der Sound kann eigentlich mit einer aufgerundeten Höchstwertung belohnt werden, welche ich ihm persönlich geben würde.

Extras (5 P):
Auch bei den Extras hat man sich nicht lumpen lassen…
Es gibt insgesamt 19 Full-Length Audiokommentare, 34 der 36 Episoden besitzen einen Full-Length Isolated Music Score in Dolby Digital 2.0, 18 45-minütige Radiosendramas von 2002 sind zu finden, der inoffizielle Pilot "The Time Element" (ca. 55 Minuten, 1080p) ist vorhanden, eine bis dato nicht ausgestrahlte, unveröffentlichte Version des richtigen Piloten "Where is Everybody?" (ca. 35 Minuten, SD) gibt es auch, die Tales of Tomorrow-Variante der Episode "What You Need" (ca. 30 Minuten, SD) ist mit dabei, diverse Marc Scott Zicree Interviews (nur Ton) und 4 Rod Serling Lectures at Sherwood Oaks College (nur Ton) und zusätzliche Interviews (SD) mit den Darstellern Dana Dillaway, Suzanne Lloyd, Beverly Garland und Ron Masak hat man ebenfalls draufgepackt. Des Weiteren gibt es noch einen 3-minütigen Ausschnitt der Emmy Awards, bei denen Rod Serling gewinnt und diversen Kleinkram, wie Billboards & Promos.



4,0 von 5 - Story   
4,5 von 5 - Bild 
4,5 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras

87% Gesamtwertung

91% technische Umsetzung 

 Player:
Playstation 3
 
Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: The Twilight Zone – Season 1 – UK-Import


Montag, 27. Januar 2014

Halloween II (Collector´s Edition) – US-Import (Blu Ray)




Halloween II (Collector´s Edition) – US-Import ohne dt. Ton (Blu Ray)

Region A Blu Ray - läuft nicht auf deutschen BD-Playern !!

Story/Film (3,5 P):
Halloween II aus dem Jahr 1981 ist die direkte Fortsetzung zur Nacht des Grauens und verlängert diese für Jamie Lee Curtis um weitere qualvolle Stunden der Angst. Nachdem Michael Myers vorübergehend außer Gefecht gesetzt wurde, aber verschwunden ist und Laurie Strode ins nahegelegene Krankenhaus transportiert wurde und dort behandelt wird, schleicht der Tod in Menschengestalt weiter um die Häuser Haddonsfields´ und bahnt sich langsam aber sicher seinen Weg gen Hospital, um sein Werk zu vollenden.

Den gesamten Film über betäubt und extrem hilflos schleppt sich Laurie Strode dem immer drohenden und lauernden Tod davon.
Hier hinterlässt der Film einerseits einen etwas bitteren Beigeschmack, Jamie Lee Curtis ist fast zur Randfigur verkommen, andererseits schafft der Film so eine gute bis sehr gute Spannung. Als eine Beinahe-Randfigur und so ausgesprochen hilflos dastehend, weiss der Zuschauer, dass ein Filmtod beim Aufeinandertreffen mit Michael Myers durchaus möglich ist.

Bis es zum wieder einmal alles entscheidenden Showdown kommt müssen jedoch zunächst die klassischen Slasher-Teenie-Opfer als Messerfutter herhalten. Hier geht der Film nicht zimperlich zu Werke und eine ausgesprochen explizite und mit Zeitlupenaufnahmen verfeinerte Tötungssequenz war wohl zu viel des Guten und der Film fristet nunmehr seit geraumer Zeit ein Dasein auf der pechschwarzen Liste Deutschlands. Aus heutiger Sicht jedoch ist besagte Szene weniger schockierend und Halloween II teilt sein Schicksal zusammen mit The Evil Dead völlig unverdientermaßen. 



Neben Jamie Lee Curtis ist auch wieder Donald Pleasence als Dr. Loomis mit an Bord und darf ein, zwei durchaus kultige Dialoge von sich geben. Ansonsten hat Halloween II in Bezug auf seine Dialoge wenig zu bieten. Der Film lebt eher von seiner Atmosphäre und der einsamen Krankenhausatmosphäre, den langen Gängen, den zahlreichen Türen hinter denen der Tod lauern kann, der Hilfslosigkeit der Bezugsperson und seinen hin und wieder blutigen Kills für die damalige Zeit. Die Filmmusik untermalt all dies gekonnt, wird aber nicht mehr ganz so gut eingesetzt wie beim ersten Teil. Spannung ist aber dennoch garantiert und auch wenn die Fortsetzung zu Carpenter´s Original weniger originell ist, besitzt der Film trotzdem ein paar starke Szenen, gute Momente, tolle Einfälle und kann als gelungenes Sequel verstanden werden.

Bild (4 P):
Mit dem fantastischen, auf 4K gemasterten Bild des ersten Teils kann diese BD leider nicht mithalten. Die Detailzeichnung ist etwas schlechter, der Schwarzwert ist nicht ganz so gut differenziert, somit ist die Durchzeichnung ebenfalls nicht ganz so gut und das natürliche Filmkorn sieht zwar schön aus, ist aber etwas deutlicher wahrnehmbar. Jedoch muss man erkennen und sagen, dass Halloween II noch dunkler, als sein Vorgänger ist und es somit generell etwas schwerer hat.
Wenn man das Bild nicht mit dem der 35th Anniversary Edition von Halloween vergleicht kommt man zu folgendem Ergebnis.



Die Farben und der Schwarzwert wirken kräftig, aber natürlich und sorgen für einen tollen Kontrast. Jedoch verschluckt das Schwarz hin und wieder ein paar feine Details; aber nicht mehr, als es heutige Filme öfters auch tun. Der Schärfegrad ist gut und die Detailzeichnung ebenfalls. Nahaufnahmen wissen besonders gut zu gefallen, wohingegen Distanzaufnahmen aufgrund von leichten Bildrandunschärfen, basierend auf der verwendeten Linse mit leichter Froschaugenoptik etwas an Qualität und Brillanz vermissen lassen und für ein paar leichte Doppelkonturen sorgen können. Zu drastischen Abfällen kommt es jedoch nicht. Allerdings schleicht sich eine (!) Szene ein, in der der Schwarzwert recht stark verrauscht und das Bild deutlich flackert. Diese Szene dauert zum Glück nicht lange und schmälert den HD-Genuss nur leicht.

Das Bild ist im Gesamten gut restauriert und obwohl die Farben, der Schwarzwert und evtl. auch der Schärfegrad etwas nachkorrigiert seien mögen, wirkt das Bild natürlich, erscheint sehr stabil, ist sauber und von Verunreinigungen gut befreit worden, weiss zu überzeugen und gefällt trotz kleinerer Schwächen.

Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
Halloween II hat man einen 5.1-Mix spendiert, der ebenfalls als gut betrachtet werden muss. Weniger brillant, als der 7.1-Mix des ersten Teils, aber genauso stabil, sauber, ausgewogen und mit einer guten Dialogwiedergabe gesegnet punktet der Mix. Auch die ikonische Filmmusik, der Score weiss ab und zu gekonnt aufzuspielen und zu begeistern. Besonders der Vorspann ist hiervon betroffen. Im weiteren Verlauf des Film schafft er es jedoch nicht so räumlich und druckvoll die eignen vier Wände zu füllen, wie er es beim Original geschafft hat. Außerdem gibt es kaum nennenswerte Surroundeffekte über die Rears und der Mix erweist sich als sehr frontlastig.



Die Front allerdings ist für einen alten Film sehr gut gelungen. Die Effekte sind präzise, die Dialoge stehen gut im Zentrum, die Balance weiss zu gefallen, Dynamik herrscht in einem ausreichenden Maße und zu Übersteuerungen kommt es allerhöchstens während extremen Klangspitzen in einem leichten Maße.

Extras (4,5 P):
Diese Ausgabe bietet eine Extra-Disc mit zahlreichen und interessanten Specialfeatures. Ein Highlight für Fans des Films dürfte die in Handlungsszenen verlängerte, in Gewaltszenen aber stark zensierte TV-Fassung sein. Diese Version liegt aber nur in SD vor.

Des Weiteren gibt es zwei Audiokommentare zur Kinoversion, ein neueres Making Of in HD (ca. 45 Minuten), das Filmscript als pdf-Datei auf der Extra DVD, ein HD-Feature zu den Locations (ca. 15 Minuten), Deleted Scenes mit optinalem Kommentar in HD (ca. 8 Minuten), ein alternatives Ende, Trailer, TV- und Radiospots, eine Bildergalerie und die BD kommt in einem kultigen, 80er-Design Schuber.


3,5 von 5 - Story   
4,0 von 5 - Bild 
4,0 von 5 - Sound
4,5 von 5 - Extras
 
77% Gesamtwertung
81% technische Umsetzung
 
Player:
Panasonic DMP-BD 605

Darstellung:
Mitsubishi HC-4000

Blu Ray: Halloween II (Collector´s Edition) – US-Import



Samstag, 25. Januar 2014

Tom Yum Goong 2 (Film)






Story/Film (1 P):
Nach 30 Minuten abgebrochen.

Ich erinner mich noch genau an 2003, als plötzlich Tony Jaa mit Ong-Bak auf der Matte stand und den alten Hasen Jackie Chan und Jet Li zeigte, wie das Martial Arts Kino im neuen Jahrhundert aussehen kann. Unglaubliche Moves, wie man sie noch nicht gesehen hat, halsbrecherische Stunts, etwas exzessive übertriebene Zeitlupenaufnahmen aus allen erdenklichen Positionen, keine Seile, kein Blue Screen, alles echt und wahnwitzig schnell, so dass die Slow-Mo-Sequenzen durchaus berechtigt waren. Kurze Zeit später wurde all dies mit Tom Yum Goong sogar noch getoppt und Tony Jaa war im Olymp der Martial Arts Götter angekommen. Ich war, ich bin es immer noch, ein großer Fan dieser beiden Filme.

Nun kommt Tom Yum Goong 2 oder neumodisch TYG 2 um die Ecke… und macht eigentlich alles falsch was vorher so gut war. TYG 2 tritt seine Vorgänger regelrecht mit Füßen. Es stört nur bedingt, dass die Story allem Anschein nach eine billige Mixtur aus Ong-Bak und Tom Yum Goong, sowie etwas Verschwörungsscheiss darstellt, die Geschichte war in den Vorläufern, bzw. anderen Teil(en) auch nicht das Gelbe vom Ei oder tiefgründiger als die eines Pornos. Im Grunde waren es Martial-Arts-Action-Pornos – simpel, aber beeindruckend ansehnlich.

TYG 2 ist faul. Oder besser gesagt, sein Hauptdarsteller ist es. Die meisten Fights sehen billig choreographiert aus, wirklich auf die Schnauze gibt´s kaum bis gar nicht mehr, Risiken werden eigentlich nur sehr berechnend bis überhaupt nicht in Kauf genommen, man fühlt und sieht die herausgeschnittenen Sicherheitsseile, die ständigen Einstellungen, in denen etwas billiges 3D CGI in die Linse fliegt sind erbärmlich, viele Schnitte versuchen über die Einfallslosigkeit hinweg zu täuschen und sind zum Teil katastrophal schlecht angesetzt, die vor schäbigem Blue Screen gedrehten Szenen kann ein querschnittsgelähmter Blinder ohne (!) Krückstock erkennen und auch die Verfolgungsjagdsequenzen sind nichts Besonderes mehr. Hinzu kommen viele weibliche, eher streichelnde Kampfeinlagen ohne Schmackes, die Tante im (5th Element-)Lilu-Outfit ist ein Highlight an Peinlichkeit und innerhalb der ersten 30 Minuten wird so viel Müll präsentiert, dass zu mindestens ich ganz, ganz schnell die Lust am Weiterschauen verloren habe.

Yep. Genau dich habe ich gemeint.


Wenn ein Film schon so jämmerlich startet, kommt in der Regel im späteren Verlauf auch nichts Sehenswertes mehr.

Fazit: Einen halben Punkt gibt´s für die ganz wenigen gelungenen Einstellungen die ich gesehen habe und einen weiteren halben für die, die ich evtl. verpasst habe.