The Twilight Zone – Season 1 – UK-Import ohne
dt. Ton (Blu Ray)
Rod Serling hat in den 50er Jahren mit The Twilight Zone Fernsehgeschichte geschrieben. In 5 Staffeln mit insgesamt über 150 Episoden hat sich die TV-Serie ganz dem Übernatürlichen verschrieben. Mal Science Fiction, mal eher Fiction, stellenweise mit leichten Horrorelementen versehen, mal deutlich Thriller-lastig, hin und wieder auf abstruse Art und Weise komisch, aber stets intelligent und unterhaltsam wird pro Episode innerhalb von ca. 25 Minuten eine Kurzgeschichte erzählt, die für manche Figur anders als erwartet ausgeht.
Unzählige Twists und Turns werden alleine in der
ersten Staffel geboten und der erfahrene Film- und Fernsehzuschauer wird so
einiges wiederentdecken, von dem er der Annahme war, dass es an anderer
Stelle, in einem neueren Film doch das erste Mal war, dass eben jene Idee oder
eben jene Auflösung präsentiert wurde. Ich gehe einfach mal so weit und
behaupte, dass wenn man alle Twilight Zone Episoden gesehen hat, 99% aller
aktuellen oder neumodischen Twists bereits kennt oder diese in ihrem Ansatz
nichts Neues mehr bieten.
Zur ersten Staffel gibt es im Prinzip, außer den oben
stehenden Zeilen nicht mehr viel zu sagen. Eins möchte ich aber dennoch kurz
erwähnen. Im späteren Verlauf der Staffel wiederholen sich die Auflösungen vom
Prinzip her etwas und es treten Hänger auf. Auch gibt es in der Vielzahl der 36
Episoden ein paar die weniger gut, oft nur solide sind. Das Ende der Staffel,
ab dem Moment wenn der Vorspann geändert wird, besitzt wieder eine bessere
Qualität und Season 1 endet sehr versöhnlich.
Meine
persönlichen Lieblingsepisoden der ersten Staffel sind:
The
Last Flight
I
Shot an Arrow into the Air
Time
Enough at Last
Bild (4,5 P):
Ich bin begeistert. Wirklich! Ich persönlich würde dem
Bild eine aufgerundete Höchstwertung geben, denn die „schlechten“
Momente/Einstellungen sind verschwindend gering und die meiste Zeit wird hier
ungeschönte Referenzqualität geboten, die in Bezug auf Schärfegrad,
Detailzeichnung, sowie Schwarzwert und Durchzeichnung den meisten aktuellen
Produktionen noch was vormacht – und auch das ist keine Übertreibung!
Die Restaurationsarbeit ist hervorragend. Hässliche
Filter oder künstliches Nachschärfen ist nicht festzustellen. In den vielen
superben Nahaufnahmen ist jedes kleinstes, noch zu feine Detail erkennbar und
der Schärfegrad so gut, dass eine fantastische Plastizität eintritt. Dass in
diesen Momenten und auch einigen Halbdistanzeinstellungen das Filmkorn
verschwindet oder nur sehr, sehr fein zu erkennen ist, mag vielleicht etwas mit
dem Restaurationsprozess zu tun haben, dennoch sieht das Bild nie künstlich
aufgepimpt aus oder Antirauschfilter zeichnen das Bild wachsig. Nein, das Bild
die meiste Zeit wunderbar natürlich und hätte nicht besser restauriert werden
können.
Aber kommen wird zu den Qualitätsabfällen, die für den
halben Punkteabzug verantwortlich sind.
Vereinzelnde Einstellungen können digitales Rauschen
vorweisen, der Schärfe- und Detailgrad ist nicht immer perfekt, das Filmkorn
drängt sich in ganz wenigen Momenten auch mal in den Vordergrund und ein paar
seltene Szenenauf- und abblenden liegen für eine(n) Sekunde(nbruchteil) auf
einem generell schlechten Niveau und erwecken den Eindruck unbearbeitet
übernommen worden zu seien.
Sound (Engl. MA-Audio) (4,5 P):
Beim Sound gilt generell dasselbe wie beim Bild. Okay…
The Twilight Zone hat nur eine Monospur spendiert bekommen und liegt somit in
ihrer originalen, damaligen „Qualität“ vor. Na gut… das stimmt nun auch wieder
nicht, denn in einer so sauberen Master-Audio-Spur hat wohl noch niemand die
Serie zuvor gesehen/gehört.
Die Dialogwiedergabe ist meistens (bis auf ganz wenige
Ausnahmen) perfekt verständlich und stets sehr präzise. Die dargebotenen
Effekte sind ebenfalls präzise und schön herausgearbeitet, die Filmmusik erscheint
fein und kann oft eine schöne Dynamik generieren und die Balance ist ebenfalls
gelungen.
Ein Rauschen ist fast nie auszumachen, zu
Übersteuerungen kommt es ebenfalls nur sehr, sehr selten und wenn dann auch nur
in einem minimalen Maße.
Fazit: Auch der Sound kann eigentlich mit einer
aufgerundeten Höchstwertung belohnt werden, welche ich ihm persönlich geben
würde.
Extras (5 P):
Auch bei den Extras hat man sich nicht lumpen lassen…
Es gibt insgesamt 19 Full-Length Audiokommentare, 34
der 36 Episoden besitzen einen Full-Length Isolated Music Score in Dolby Digital
2.0, 18 45-minütige Radiosendramas von 2002 sind zu finden, der inoffizielle Pilot "The
Time Element" (ca. 55 Minuten, 1080p) ist vorhanden, eine bis dato nicht ausgestrahlte,
unveröffentlichte Version des richtigen Piloten "Where is Everybody?"
(ca. 35 Minuten, SD) gibt es auch, die Tales
of Tomorrow-Variante der Episode "What You Need" (ca. 30 Minuten, SD) ist mit dabei,
diverse Marc Scott Zicree Interviews (nur Ton) und 4 Rod Serling Lectures at
Sherwood Oaks College (nur Ton) und zusätzliche Interviews (SD) mit den Darstellern
Dana Dillaway, Suzanne Lloyd, Beverly Garland und Ron Masak hat man ebenfalls draufgepackt. Des Weiteren gibt es noch einen 3-minütigen Ausschnitt der Emmy Awards, bei
denen Rod Serling gewinnt und diversen Kleinkram, wie Billboards & Promos.
4,0 von 5 - Story
4,5 von 5 - Bild
4,5 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras
87% Gesamtwertung
91% technische Umsetzung
4,5 von 5 - Sound
5,0 von 5 - Extras
87% Gesamtwertung
91% technische Umsetzung
Player:
Playstation 3
Playstation 3
Mitsubishi HC-4000
Blu Ray: The Twilight Zone – Season 1 – UK-Import